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Crossing Over

Episoden-Drama über das Schicksal von Einwandereren in Los Angeles, zwischen Einbürgerung und Abschiebung.


Crossing Over

Leihvideo

Erhältlich seit:
18.11.2009

Drama/ Thriller

USA 2008
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 16

Harrison Ford
Ray Liotta
Ashley Judd

Regie: Wayne Kramer
Senator Home Entertainment

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Crossing Over

Einwanderungsmagnet Los Angeles. Eine Mexikanerin wird bei einer Razzia von ihrem Kind getrennt. Eine Schülerin aus Bangladesch riskiert mit Sympathieerklärungen für Terroristen ihre Ausweisung. Eine junge Iranerin lebt in den Augen ihrer Familie gefährlich amerikanisch. Ein koreanischer Teenager missbraucht in einer Gang das Geschenk der Staatsbürgerschaft und ein korrupter Beamter ein Starlet als Sexsklavin. In diesem Spektrum zwischen Hoffnung und Verzweiflung versucht Einwanderungsagent Brogan seine Menschlichkeit zu bewahren.

In seinem dritten Kinofilm beleuchtet Autor-Regisseur Wayne Kramer ("The Cooler") die Einwanderungsproblematik in den USA. Am Beispiel Los Angeles, an Immigranten mit unterschiedlichen ethnischen Wurzeln, an Themen zwischen Einbürgerung und Ausweisung. Die gezeigten Schicksale haben mitunter Berührungspunkte, heben sich in Bedeutung und emotionaler Wirkung voneinander ab. Mehr Spannung wäre manchmal wünschenswert, weniger Sentimentalität auch, aber als Forum für erstklassige Darsteller überzeugt "Crossing Over" auf ganzer Linie.

Crossing Over

Berührendes Episodendrama über Einwanderer in Los Angeles zwischen Einbürgerung und Ausweisung.

1996 fühlte Autor-Regisseur Wayne Kramer mit seinem Kurzfilm "Crossing Over" thematisch bereits vor. Hauptdarstellerin Jacqueline Obradors gehört auch zum Ensemble der Spielfilmversion, steht aber im Schatten von Stars wie Harrison Ford oder Ashley Judd, von Jungtalenten wie Summer Bishil oder Melody Khazae, die sich eindrucksvoll gegenüber den Arrivierten behaupten. "Crossing Over", Kramers Antwort auf Einsamkeit und Neon ("The Cooler"), Überdruck und Gewalt ("Running Scared"), ist primär ein starker Schauspielerfilm, sekundär eine Liebeserklärung an das Amerika, das Einwanderer unverändert anzieht. Hier können sich Träume erfüllen, ist aber auch das Scheitern umso bitterer.

Kramers zentrale Stimme der Humanität ist Harrison Ford als Max Brogan, Agentenveteran von der Einwanderungsbehörde. Ein Mann, der bei Razzien noch Herz zeigt, der das Kind einer illegalen Einwanderin zurück nach Mexiko bringt und am Schicksal der Familie Anteil nimmt. Sein Partner Hamid führt ihn in seine Familie von Exil-Iranern ein, die Amerika zwar respektvoll achten, die amerikanisch lebende Schwester Hamids aber als Schande betrachten. Pure Provokation ist das Verhalten der klugen Schülerin Taslima aus Bangladesch, die sich kritisch über ihre neue Heimat, verständnisvoll gegenüber den Motiven islamistischer Terroristen äußert und damit ihre Familie, in der nicht jeder schon Staatsbürger ist, mit Spaltung durch Abschiebung bedroht.

Diese drei Episoden sind die überzeugendsten, bewegendsten in Kramers Mosaik, das über seine Figuren, über unterschiedliche ethnische Wurzeln ein möglichst großes Spektrum an Kulturen und Themen zwischen Illegalität, Einbürgerung und Ausweisung abzudecken versucht. Die koreanische Episode erinnert in der Gangthematik an "Gran Torino", ermöglicht aber Action- und Spannungselemente und Cliff Curtis als Fords Partner einen "Private-Ryan"-Moment, wenn er einem Mord-Mittäter Gnade gewährt, der sich dieser nach der Einbürgerung als würdig erweisen soll. Abgerundet wird "Crossing Over" durch zwei Künstlerschicksale, die Humor respektive nackte Haut beisteuern, wenn ein korrupter Beamter ein Starlet zur Sexsklavin macht und dafür unbürokratischen Zugang zur Green Card bietet. Manchmal wünschte man sich etwas mehr Dramatik, etwas weniger Sentimentalität, doch Kramer tariert Positives und Negatives gut aus, zeigt die Home-Security-Paranoia, die erschütternden Konsequenzen, aber auch die mangelnde Anpassungsbereitschaft mancher Kulturen. Am Ende spricht Ford Spanisch -auch das ist eine Aussage. kob.

Crossing Over

Harrison Ford ist Max Brogan, Spezialgent der US-Einwanderungsbehörde. Er spürt illegale Immigranten in Los Angeles auf und schickt sie zurück in ihre Heimatländer. Wie nahe Hoffnung und Verzweiflung auf dem Weg zur amerikanischen Staatsbürgerschaft beieinander liegen, führen ihm die Schicksale vor Augen, auf die er täglich stößt: Eine Schülerin aus Bangladesch, die ins Visier der Heimatschutzbehörde gerät, eine junge Iranerin mit gefährlich westlichem Lebensstil, ein koreanischer Teenager in Gang-Schwierigkeiten und ein australisches Starlet, das Sex gegen Greencard tauscht.
Kein Job, der spurlos an Brogan vorbeigeht, aber Mitleid hat in seinem Alltag keinen Platz. Doch als er versucht, zwischen Pflicht und Gesetz seine Menschlichkeit zu wahren und gerät in Schwierigkeiten ...
Regisseur Wayne Kramer ("The Cooler", "Running Scared") und Ausnahmeproduzent Frank Marshall ("Indiana Jones", "Der seltsame Fall des Benjamin Button", "Die Bourne-Trilogie") gelang gemeinsam mit ihrem herausragenden Darsteller-Ensemble ein spannender, mitreißender wie berührender Film über den amerikanischen Traum und dessen Schattenseiten.

Quelle: Senator

Darsteller:  Harrison Ford   als Max Brogan
  Ray Liotta   als Cole Frankel
  Ashley Judd   als Denise Frankel
  Jim Sturgess   als Gavin Kossef
  Cliff Curtis   als Hamid Baraheri
  Alice Braga   als Mireya
  Alice Eve   als Claire Shepard
  Justin Chon   als Yong Kim
  Summer Bishil   als Taslima
  Melody Khazae   als Zahra Baraheri
 
Regie:  Wayne Kramer  
Buch:  Wayne Kramer  
Musik:  Mark Isham  
Kamera:  Jim Whitaker  
Produzent:  Wayne Kramer  
  Frank Marshall  
 

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