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Cube

Innovativer Genrefilm voll verstörend klaustrophobischer Paranoia, garniert mit einigen deftigen Splatter-Effekten.


Cube

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Erhältlich seit:
08.01.2009

Science Fiction/ Thriller

Kanada 1997
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 16

Maurice Dean Wint
Nicole de Boer
Nicky Guadagni

Regie: Vincenzo Natali
Highlight Communications (Deutschland)

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Cube

Fünf höchst unterschiedliche Charaktere, der impulsive Ex-Cop Quentin, der depressive Intellektuelle Worth, eine zu hysterischen Ausbrüchen neigende Ärztin, ein fluchterprobter Ex-Knacki und ein scheinbar vollkommen hilfloser Autist, finden sich nach jeweils kurzer Bewusstlosigleit in einer gewaltigen, labyrinthartigen Würfelstruktur wieder, in deren Gängen perfekt in die Architektur integrierte Todesfallen aller Art auf Opfer warten. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt, den nicht der Stärkste, sondern der Cleverste für sich entscheidet.

Drei lange Jahre hat es gedauert, bis sich endlich doch noch ein Verleih an diesen phänomenalen Publikumserfolg des Fantasy Filmfestes heranwagte, was angesichts einer auf Hochtouren rollenden Horrorwelle dann doch ein wenig verwundert. Auf originelle Abwechslung spekulierende Science-Fiction-Fans sitzen nun ebenso in der ersten Reihe wie hartgesottene Splatterfreunde, wenn das supernaturale Würfelspiel nach bestem Bodycountprinzip ein Opfer nach dem anderen fordert. Ein visuell überragender, stilvoll inszenierter Fantasy-Thriller mit guten Marktchancen.

Cube

Das wahrgewordene Ideal jedes budgetbewußten Produzenten: "Cube" ist ein Film mit nur einer Handvoll Darstellern und spielt im Prinzip in einem einzigen, fensterlosen Raum. Die vom Feature Film Project des Canadian Film Centre finanzierte Genreproduktion entstand unter der Regie von Vincenzo Natali, welcher zuvor als Storyboard-Zeichner für den zumindest optisch durchaus innovativen Cyberspace-Trip "Vernetzt - Johnny Mnemonic" und mit dem Inszenieren von seltsamen kleinen Kurzfilmen Erfahrungen gesammelt hatte, und fasziniert als überaus innovativer Alptraum klaustrophobischer Paranoia, garniert mit optischen Spezialeffekten von William "Captain Kirk" Shatners Firma CORE Digital und einigen wenigen, aber deftigen Splatter-Einlagen.

Eine kleine Gruppe unterschiedlicher Menschen findet sich inmitten eines bizarren, scheinbar endlosen Komplexes vollkommen gleichartiger, würfelförmiger, metallischer Kammern wieder, ohne die geringste Ahnung, wie sie dort hingekommen sind - und warum. Ein Ausgang ist nirgends auszumachen; stattdessen müssen sie feststellen, daß einige der Räume mit äußerst perfiden Fallensystemen ausgestattet sind, deren Bewegungssensoren so nette Mechanismen auslösen, wie etwa das bedauernswerte Opfer in kleine, würfelförmige Stückchen zu zerteilen. Die Gruppe besteht aus der jungen Leaven, einem verschüchterten Highschool-Mädchen mit verborgenen mathematischen Talenten; der Ärztin Holloway, die ihren festen Glauben an die Verschwörungen des Systems nunmehr bestätigt sieht; dem Durchschnittsbürger Worth, der sich als das sprichwörtliche Rädchen im Getriebe an der Situation nicht ganz unschuldig herausstellt; dem autistischen Kazan, dessen Zustand zum Dreh- und Angelpunkt der ausbrechenden Konflikte wird; dem als einziger kühl und gezielt nach einem Ausweg zu suchen in der Lage zu sein scheinenden Rennes; und schließlich Quentin, einem Cop mit schlummernden Aggressionspotential, welches die Situation letztlich zum Überkochen bringt.

Regisseur Natali gelang die perfekte Illusion von Verlorenheit inmitten eines eigentlich minimalistischen Sets; und seine talentierten Schauspieler vermögen die irgendwo zwischen den mysteriösen Stories der "Twilight Zone" und den spätestens seit "Akte X" wieder angesagten Verschwörungstheorien angesiedelte Geschichte perfekt zu tragen. Der für ein Mainstream-Publikum vielleicht etwas zu verstörende Film zieht den für Ungewöhnliches offenen Zuseher unweigerlich in seinen Bann und hätte es verdient, sein Dasein nicht nur auf Festival-Leinwänden zu fristen. mw.

Darsteller:  Maurice Dean Wint   als Quentin
  Nicole de Boer   als Leaven
  Nicky Guadagni   als Holloway
  David Hewlett   als Worth
  Wayne Robson   als Rennes
  Andrew Miller   als Kazan
  Julian Richings   als Alderson
 
Regie:  Vincenzo Natali  
Buch:  Vincenzo Natali  
  Andre Bijelic  
  Graeme Manson  
Musik:  Mark Korven  
Kamera:  Derek Rogers  
Produzent:  Mehra Meh  
  Betty Orr  
 

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