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Kaufvideo
Erhältlich seit:
17.03.2011
USA 2003
Laufzeit: 133 Min.
FSK: ab 16
Ben Affleck
Jennifer Garner
Colin Farrell
Regie: Mark Steven Johnson
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

Justiz ist blind: In "Daredevil", der nach "X-Men" und "Spider-Man" neuesten Filmadaption aus dem Marvel-Comics-Universum, verkörpert der Protagonist dieses Sprichwort regelrecht körperlich. Es handelt sich dabei nicht um einen der üblichen Superhelden, sondern um einen blinden Anwalt, der nächtens in ein rotledernes Kostüm mit Teufelshörnchen gehüllt den kriminellen Untergrund von New Yorks Hell's Kitchen mit akrobatischen Martial-Arts-Manövern aufmischt. Dieses ritterlich-rächerische Rotkäppchen wird mit schnittigen Posen und markanter Miene von Ben Affleck ("Spurwechsel") gespielt, dessen Verlobung mit Überdiva J. Lo ihn zu einem Dauergast in der Boulevardpresse gemacht hat.
Angesichts dieses Publicitywirbels darf angenommen werden, dass sich der Hauptdarsteller eines größeren Bekanntheitsgrades erfreut als die doch relativ obskure Comicfigur. Erstmals im Jahre 1964 erschienen, handelt es sich um einen schwermütig-dunklen Cousin von Spiderman & Co., der in seinen blutigen Fights auch schon mal einen Zahn verliert, Schmerztabletten schluckt und seine moralischen Gewissensbisse im Beichtstuhl gesteht. Als eine Art Underdog unter Underdogs war die Figur für Regisseur und Drehbuchautor Mark Steven Johnson (Regiedebüt mit "Simon Birch") besonders reizvoll. Er setzte sich mehrere Jahre für die Verfilmung ein und konnte das Studio letztlich auch überzeugen, das ursprünglich vorgesehene Budget von 40 Mio. Dollar zu verdoppeln. Ein Großteil davon ist (neben Afflecks Gage) in die CGI-Effekte geflossen, die Daredevil mindestens ebenso mühelos wie Spiderman an Wolkenkratzern im nächtlichen Gotham herumhangeln lassen. Obwohl immer wieder betont wird, dass er keine übernatürlichen Fähigkeiten besitzt, sind seine hyperentwickelten Sinne - vor allem seine "Radarvision" (diese stilistische Visualisierung seiner Schattenwelt-Wahrnehmung ist der beste Effekt des Films) eine Übersteigerung des menschlich Möglichen. So klammert sich Daredevil in einer der ersten Aufnahmen, die superb den zum Leben erweckten Comic suggeriert, an einem Kirchturm, stürzt ab und erinnert sich in Rückblicken an die Ereignisse, die zu seiner Lage geführt haben. Angeknüpft wird nun mit einem etwa 15-minütigen Kindheitsprolog, der seine Familienverhältnisse (sein Vater ist ein gestrauchelter Boxer, der von der Mafia ermordet wird) und den tragischen Unfall, der zu seiner Erblindung führt, skizziert. Jahre später ist Matt Murdock ein idealistischer Anwalt, der mit seinem Partner (Jon Favreau) nur unschuldige Klienten verteidigt. Den Schuldigen, die durch das Netz des Justizsystems fallen, nimmt er sich selbst als nächtlicher Rächer an. Mit von Cheung Yan Yeung ("Drei Engel für Charlie") choreographierten, jegliche Anziehungskraft überwindende Kampfsportkünsten macht er sämtliche Übeltäter platt. Eine ebenbürtige Kämpferin lernt er zufällig in der hübschen Millionärstochter Elektra Natchios (Jennifer Garner aus "Alias" kicks butt), die sich nach anfänglichem Sparring zum romantischen Partner entwickelt. Doch die Mafia-Verbindung ihres Vaters mit Kingpin (Michael Duncan Clarke aus "The Green Mile" bleibt trotz Körpermasse ein wenig dünn als Bösewicht) hat verheerende Konsequenzen. Denn Kingpin beordert den Hitman Bullseye (völlig durchgeknallt: Colin Farrell, der dabei einen Heidenspaß hat), sich seines ehemaligen Partners zu entledigen, und Bullseye schiebt die Schuld anschließend prompt Daredevil in die roten Schuhe. Nach dem Showdown in einer Kirche wird die Bühne für ein mögliches Sequel freigegeben.
Das Startwochenende mit 43,5 Mio. Dollar verblasst zwar im Vergleich zu "Spider-Man" (114,8 Mio. Dollar), und die Besetzung von Affleck, der generell eher in Yuppie-Rollen brilliert, wird nicht jedermanns Sache sein, dennoch handelt es sich um absolut kurzweilige (und mit 104 Minuten Länge knappe) Popcorn-Unterhaltung, die Fans perfekt auf die Sommersaison einstimmt und das Warten auf "Matrix Reloaded" überbrückt.ara.
Nachdem Matt Murdock durch einen Unfall mit radioaktivem Müll erblindet ist, entwickeln sich seine verbliebenen Sinne in übermenschlichem Maße. Als sein Vater brutal ermordet wird, schwört Matt seine Fähigkeiten zum Schutz der Schwachen einzusetzen. Am Tag fordert er als Anwalt Gerechtigkeit, nachts wird er zum maskierten Rächer Daredevil, der in den Straßen von New York einschreitet, wo das Gesetz versagt.
Quelle: Studiocanal
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Quelle: Studiocanal
| Darsteller: | Ben Affleck | als Matt Murdock/ Daredevil | |
|---|---|---|---|
| Jennifer Garner | als Elektra | ||
| Colin Farrell | als Bullseye | ||
| Michael Clarke Duncan | als Kingpin/Fisk | ||
| Jon Favreau | als Franklin Nelson | ||
| Scott Terra | als Matt (jung) | ||
| Ellen Pompeo | als Karen Page | ||
| Joe Pantoliano | als Urich | ||
| Leland Orser | als Wesley | ||
| Lennie Loftin | als Manolis | ||
| Erick Avari | als Natchios | ||
| Derrick O'Connor | als Pater Everett | ||
| Paul Ben-Victor | als Quesada | ||
| David Keith | als Jack Murdock | ||
| Casey McCarthy | als Angela Sutton | ||
| Regie: | Mark Steven Johnson | ||
| Buch: | Mark Steven Johnson | ||
| Musik: | Graeme Revell | ||
| Kamera: | Ericson Core | ||
| Produzent: | Arnon Milchan | ||
| Gary Foster | |||
| Avi Arad | |||
Daredevil (Director's Cut) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts HD 5.1 MA, Englisch dts HD 5.1 MA
Tonformat: dts HD 5.1 MA
Untertitel: Deutsch, Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:2,35/1080p
Extras: Making of, Trailer, Wendecover, Featurettes, Outtakes, Musikvideos
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