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Daredevil

Nach Batman und Spider-Man schlüpft nun Ben Affleck im Kampf gegen das Verbrechen in das Kostüm des blinden Superhelden "Daredevil".


Daredevil

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Erhältlich seit:
13.09.2003

Action/ Fantasy

USA 2003
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 16

Ben Affleck
Jennifer Garner
Colin Farrell

Regie: Mark Steven Johnson
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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"Ein einzelner Mann kann alles verändern!" Mit dieser Kampfansage stürzt sich Ben Affleck als blinder Superheld auf die Unterwelt New Yorks und lässt Comiclegende Daredevil nun auch im Kino triumphieren.

Blind, aber smart: Matt Murdock privat (Foto: Fox) Großansicht

Blind, aber smart: Matt Murdock privat (Foto: Fox)

Hoch über den Dächern wacht eine geheimnisvolle Gestalt im roten Lederoutfit über die Stadt. Es ist "Der Mann ohne Furcht", wie Spider-Man ein Teufelskerl aus der Feder von Stan Lee.

Matt Murdock (Ben Affleck) ist blind und setzt dennoch tagsüber als Anwalt, nachts als Superheld Daredevil in New York das Recht durch. Sein Handicap macht ihn einzigartig und zum idealen Kandidaten für ein Entertainment-Event, bei dem auch um einen Supermann wirklich gezittert werden kann.

Als Junge verlor Matt durch einen Unfall das Augenlicht, dann durch Mord auch den Vater. Jahre später ist das Kind zur Kampfmaschine mit extrem geschärften Sinnen gereift, die Menschen am Herzschlag erkennt, Fingerabdrücke fühlen und dank eines Radarsinns" Objekte in Umrissen wahrnehmen kann.

Feurig und impulsiv: Ben Affleck als Daredevil (Foto: Fox) Großansicht

Feurig und impulsiv: Ben Affleck als Daredevil (Foto: Fox)

Ein Feuerwerk an Effekten

Daredevil ist verwundbarer als Spider-Man und stärker gefordert. Unterweltboss Kingpin (Michael Clarke Duncan), der Mörder seines Vaters, will ihn ebenso töten wie Top-Killer Bullseye (Colin Farrell) und Ninja-Amazone Elektra (Jennifer Garner), die ahnungslos ist, dass sich hinter Daredevil die Liebe ihres Lebens verbirgt.

Dramatischer Sprengstoff für die Filmpremiere einer Comiclegende, die mit coolen Effekten und Martial-Arts-Zauber auf der Leinwand explodiert. Das wird im Kino ein Nachspiel haben.

Daredevil

Justiz ist blind: In "Daredevil", der nach "X-Men" und "Spider-Man" neuesten Filmadaption aus dem Marvel-Comics-Universum, verkörpert der Protagonist dieses Sprichwort regelrecht körperlich. Es handelt sich dabei nicht um einen der üblichen Superhelden, sondern um einen blinden Anwalt, der nächtens in ein rotledernes Kostüm mit Teufelshörnchen gehüllt den kriminellen Untergrund von New Yorks Hell's Kitchen mit akrobatischen Martial-Arts-Manövern aufmischt. Dieses ritterlich-rächerische Rotkäppchen wird mit schnittigen Posen und markanter Miene von Ben Affleck ("Spurwechsel") gespielt, dessen Verlobung mit Überdiva J. Lo ihn zu einem Dauergast in der Boulevardpresse gemacht hat.

Angesichts dieses Publicitywirbels darf angenommen werden, dass sich der Hauptdarsteller eines größeren Bekanntheitsgrades erfreut als die doch relativ obskure Comicfigur. Erstmals im Jahre 1964 erschienen, handelt es sich um einen schwermütig-dunklen Cousin von Spiderman & Co., der in seinen blutigen Fights auch schon mal einen Zahn verliert, Schmerztabletten schluckt und seine moralischen Gewissensbisse im Beichtstuhl gesteht. Als eine Art Underdog unter Underdogs war die Figur für Regisseur und Drehbuchautor Mark Steven Johnson (Regiedebüt mit "Simon Birch") besonders reizvoll. Er setzte sich mehrere Jahre für die Verfilmung ein und konnte das Studio letztlich auch überzeugen, das ursprünglich vorgesehene Budget von 40 Mio. Dollar zu verdoppeln. Ein Großteil davon ist (neben Afflecks Gage) in die CGI-Effekte geflossen, die Daredevil mindestens ebenso mühelos wie Spiderman an Wolkenkratzern im nächtlichen Gotham herumhangeln lassen. Obwohl immer wieder betont wird, dass er keine übernatürlichen Fähigkeiten besitzt, sind seine hyperentwickelten Sinne - vor allem seine "Radarvision" (diese stilistische Visualisierung seiner Schattenwelt-Wahrnehmung ist der beste Effekt des Films) eine Übersteigerung des menschlich Möglichen. So klammert sich Daredevil in einer der ersten Aufnahmen, die superb den zum Leben erweckten Comic suggeriert, an einem Kirchturm, stürzt ab und erinnert sich in Rückblicken an die Ereignisse, die zu seiner Lage geführt haben. Angeknüpft wird nun mit einem etwa 15-minütigen Kindheitsprolog, der seine Familienverhältnisse (sein Vater ist ein gestrauchelter Boxer, der von der Mafia ermordet wird) und den tragischen Unfall, der zu seiner Erblindung führt, skizziert. Jahre später ist Matt Murdock ein idealistischer Anwalt, der mit seinem Partner (Jon Favreau) nur unschuldige Klienten verteidigt. Den Schuldigen, die durch das Netz des Justizsystems fallen, nimmt er sich selbst als nächtlicher Rächer an. Mit von Cheung Yan Yeung ("Drei Engel für Charlie") choreographierten, jegliche Anziehungskraft überwindende Kampfsportkünsten macht er sämtliche Übeltäter platt. Eine ebenbürtige Kämpferin lernt er zufällig in der hübschen Millionärstochter Elektra Natchios (Jennifer Garner aus "Alias" kicks butt), die sich nach anfänglichem Sparring zum romantischen Partner entwickelt. Doch die Mafia-Verbindung ihres Vaters mit Kingpin (Michael Duncan Clarke aus "The Green Mile" bleibt trotz Körpermasse ein wenig dünn als Bösewicht) hat verheerende Konsequenzen. Denn Kingpin beordert den Hitman Bullseye (völlig durchgeknallt: Colin Farrell, der dabei einen Heidenspaß hat), sich seines ehemaligen Partners zu entledigen, und Bullseye schiebt die Schuld anschließend prompt Daredevil in die roten Schuhe. Nach dem Showdown in einer Kirche wird die Bühne für ein mögliches Sequel freigegeben.

Das Startwochenende mit 43,5 Mio. Dollar verblasst zwar im Vergleich zu "Spider-Man" (114,8 Mio. Dollar), und die Besetzung von Affleck, der generell eher in Yuppie-Rollen brilliert, wird nicht jedermanns Sache sein, dennoch handelt es sich um absolut kurzweilige (und mit 104 Minuten Länge knappe) Popcorn-Unterhaltung, die Fans perfekt auf die Sommersaison einstimmt und das Warten auf "Matrix Reloaded" überbrückt.ara.

Darsteller:  Ben Affleck   als Matt Murdock/ Daredevil
  Jennifer Garner   als Elektra
  Colin Farrell   als Bullseye
  Michael Clarke Duncan   als Kingpin/Fisk
  Jon Favreau   als Franklin Nelson
  Scott Terra   als Matt (jung)
  Ellen Pompeo   als Karen Page
  Joe Pantoliano   als Urich
  Leland Orser   als Wesley
  Lennie Loftin   als Manolis
  Erick Avari   als Natchios
  Derrick O'Connor   als Pater Everett
  Paul Ben-Victor   als Quesada
  David Keith   als Jack Murdock
  Casey McCarthy   als Angela Sutton
 
Regie:  Mark Steven Johnson  
Buch:  Mark Steven Johnson  
Musik:  Graeme Revell  
Kamera:  Ericson Core  
Produzent:  Arnon Milchan  
  Gary Foster  
  Avi Arad  

Rosario Dawson als Super-Martha

Er mag es, wenn seine Comics ins Kino kommen. Und am liebsten führt er dabei selbst Regie. Jetzt möchte Frank Miller seine "Martha Washington" drehen - besetzt mit sexy Powerfrau Rosario Dawson.

Frank Millers Traumbesetzung: Rosario Dawson als "Martha Washington" (Foto: Disney/Dark Horse) Großansicht

Frank Millers Traumbesetzung: Rosario Dawson als "Martha Washington" (Foto: Disney/Dark Horse)

Im heruntergekommen Amerika der Zukunft zählt Martha Washington zu den seltenen Lichtblicken. Wer die harten Comics von Frank Miller kennt, ahnt, dass die gute Martha einen verflucht kernigen Lichtblick darstellt. Der Mann hat schließlich Sin City, 300und Daredevil gezeichnet und setzt seinen expressiven Stil auch im Regiestuhl fort - siehe The Spirit und demnächst "Sin City 2".
Nun hat Dave Gibbons, ebenfalls ein Superstar der Comicszene (Watchmen, "Die grüne Laterne") und Millers Coautor vergangene Woche mitgeteilt, dass "Martha Washington" verfilmt werden soll. Frank und er wären richtig scharf darauf, den von Comicfans vergötterten Stoff ins Kino zu bringen. Und er hat auch noch verraten, wer die Idealbesetzung für die toughe Martha wäre: die schöne, actionerprobte Rosario Dawson.

Sie und Frank Miller sind seit "Sin City" alte Bekannte, und die Freundschaft wird gerade bei der Produktion von "Sin City 2" aufgefrischt. Übrigens: Den Namen "Martha Washington" haben sich Miller und Gibbons bei der allerersten First Lady der USA ausgeliehen.

 

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