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Dark City

Stilistischer Film noir von Alex Proyas über eine verdrehte Alptraumwelt.


Dark City

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Erhältlich seit:
17.03.1999

Science Fiction/ Thriller

USA 1998
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 16

Rufus Sewell
Kiefer Sutherland
Jennifer Connelly

Regie: Alex Proyas
Kinowelt Home Entertainment

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Dark City

Ein Mann wird gejagt. John Murdoch soll eine Serie von Frauenmorden begangen haben, an die er sich jedoch nicht erinnern kann. Auf seine Fersen haben sich ein Inspektor und ein zwielichtiger Psychiater geheftet. Während Murdoch versucht, seinen Verfolgern zu entkommen, kehrt allmählich sein Gedächtnis zurück und er kommt zudem dem Geheimnis der "Dark City" auf die Spur: Außerirdische einer aussterbenden Spezies manipulieren Raum sowie Zeit und können sogar nach Belieben die Erinnerung der Menschen verändern...

"Zuerst gab es die Dunkelheit" eröffnet eine Stimme ominös diesen nicht nur visuell empfehlenswerten Alptraum. Drei Jahre nach seinem Überraschungshit "The Crow" läßt das Regietalent Alex Proyas hier erneut eine düstere, unheimliche Welt in der Schattenzone unseres Vorstellungsvermögens entstehen. Gleichzeitig ein kafkaesker Horrortrip, eine beklemmende Sci-Fi-Vision und ein stilisierter Noir-Thriller, thematisiert der australische Filmemacher eine Rückkehr aus dem Reich der Toten und belebt bekanntes Genre-Allerlei mit künstlerischem Know-How.

Dark City

Mit seinem tragikumwitterten Debüt "Die Krähe" (bei den Dreharbeiten kam sein Star Brandon Lee ums Leben) gelang es dem australischen Regisseur Alex Proyas, einen ebenso überraschenden wie überzeugenden Teenager-Gothic-Kulthit zu kreieren. Sein vier Jahre später folgender Zweitling ist ein durch seine traumartigen visuellen Kompositionen bestechender Science-fiction-Thriller mit kafkaesken Untertönen, dem es wie seinem Vorgänger gelingt, eine komplett artifizielle Welt zu schaffen. Die von Proyas mitverfaßte Paranoia-Story beschäftigt sich fragmentarisch mit provokanten Konzepten wie Gedankenkontrolle, Realitätsmanipulation, die Suche nach der humanen Essenz und der Fähigkeit zu lieben.

Seinen Ausgang nimmt die deprimierend-düstere Zukunftsparabel in klassischer Film-noir-Tradition, wie sie auch den Coen-Brüdern nicht besser hätte einfallen können. Der Protagonist John Murdoch (Rufus Sewell) erwacht in einem schmuddeligen Hotelzimmer, um eine Frauenleiche vorzufinden und festzustellen, daß er an Amnesie leidet. Das Noir-Element wird zudem durch das superbe Produktionsdesign verstärkt, das die dunkle Stadt, in der niemals die Sonne scheint, trotz zahlreicher Verfremdungen wie eine amerikanische Metropole während der Depressionsära erscheinen läßt. Murdochs plastische Kindheitserinnerungen an das farblich fröhliche Strandidyll Shellbeach bilden einen grellen Konstrast zu den klaustrophischen Stadtkatakomben. Die Kostüme fügen sich nahtlos in diesen Retro-Rahmen ein.

Murdoch wird nicht nur von dem Polizeidetektiv Bumstead (William Hurt) und seiner Frau Emma (Sexbombe Jennifer Connelly aus "Nach eigenen Regeln" verströmt hier sensibel-spröde Eleganz), sondern auch von den bleichgesichtigen Glatzköpfen "Strangers" gesucht, die, in lange schwarze Kutten gehüllt, aussehen wie nahe Verwandte von Nosferatu und Pinhead aus "Hellraiser". Sie benutzen die menschlichen Bewohner der von ihnen wie ein Labyrinth konstruierten Dark City als Versuchskaninchen, um der Substanz der menschlichen Seele auf die Spur zu kommen und somit ihr eigenes Überleben zu sichern. Murdochs wahnsinniger Psychiater Schreber (Kiefer Sutherland wandelt mit verzerrten Grimassen und Sprachrhythmen ein wenig übertrieben auf Peter-Lorre-Pfaden), der den Außerirdischen als Handlanger dient, spielt schließlich eine entscheidende Rolle im infernalischen Showdown.

Proyas bediente sich für sein exzentrisches Szenario bei ebenso plakativen wie bekannten Ideen - beispielsweise aus "Metropolis", "Blade Runner", "Brazil" und "Die Stadt der verlorenen Kinder". Auch einige von Tim Burtons bizarren Gedankeninkarnationen glaubt man zu erkennen. Proyas' Protagonist ist ein Mann ohne greifbare Identität, der wie die Stranger telekinetische Fähigkeiten besitzt und schließlich mit schierer Willenskraft zum Schöpfer seines eigenen Universum wird. Bewußt abgehackt wirkt die Erzählstruktur und verstärkt so den Eindruck eines zum Film gewordenen Comics, wobei der rastlose Schnitt sicherlich nicht ohne Reiz, aber auch nicht jedermanns Sache ist. Charakterentwicklung und logische Abläufe spielen in dieser beeindruckenden "Dark City" ohnehin nur untergeordnete Rollen. Dem Filmemacher ist es deutlich wichtiger, faszinierende Traumwelten zu erschaffen, und das ist ihm mit in Erinnerung bleibenden, teils geradezu hypnotischen Bildkonstruktionen auch bestens gelungen. ara.

Darsteller:  Rufus Sewell   als John Murdoch
  Kiefer Sutherland   als Dr. Daniel Schreber
  Jennifer Connelly   als Emma Murdoch
  William Hurt   als Frank Bumstead
  Richard O'Brien   als Mr. Hand
  Ian Richardson   als Mr. Book
  Colin Friels   als Walenski
  Mitchell Butel   als Husselbeck
  Frank Gallacher   als Stromboli
  Bruce Spence   als Mr. Wall
  Melissa George   als May
  John Bluthal   als Karl Harris
 
Regie:  Alex Proyas  
Buch:  Alex Proyas  
  Lem Dobbs  
  David S. Goyer  
Musik:  Trevor Jones  
Kamera:  Dariusz Wolski  
Produzent:  Andrew Mason  
  Alex Proyas  

Smith als Roboter-Jäger

Robotern auf der Spur:<br />Will Smith

Robotern auf der Spur:<br />Will Smith

Will Smith hat in "Men in Black" bewiesen, dass er es durchaus mit außerirdischen Kreaturen aufnehmen kann. Und was mit Aliens funktioniert, das klappt bestimmt auch mit futuristischen Robotern.

So ähnlich haben auch Hollywoods Studiobosse gedacht. Der smarte Part des "Harte Jungs"-Duos wird die Hauptrolle in dem Thriller "I, Robot" übernehmen.

Der Film basiert auf verschiedenen Science Fiction-Geschichten von Isaac Asimov. Die Handlung: Die Menschen haben gelernt, sich mit Robotern das Leben zu erleichtern. Ob als Butler, Müllmann oder Chauffeur - die Maschinen werden für jede erdenkliche Tätigkeit eingesetzt. Smith schlüpft in die Rolle eines Polizisten, der einen Mord aufklären soll. Dabei kommt er einer Verschwörung ungeahnten Ausmaßes auf die Schliche. Es scheint, als ob die Roboter eine eigene Intelligenz entwickelt hätten.

Als Regisseur ist Alex Proyas ("Dark City") im Gespräch.

 

Dark City in der Fotoshow

 

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Features

 

Star

Kiefer Sutherland

Vielseitiger Darsteller, der in Rollen zwielichtiger Charaktere brillierte und in über 70 Filmen seine Bandbreite als Musketier,...

 

Star

Jennifer Connelly

Eine der schönsten Oscar-Preisträgerinnen Hollywoods. Mit ihrem verträumten Blick, den dichten Augenbrauen und den langen braunen...