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Dark Water - Dunkle Wasser

Psychothriller um eine junge Mutter, die nach dem Umzug in ein heruntergekommenes Appartment um das Leben ihrer Tochter bangen muss.


Dark Water - Dunkle Wasser

Leihvideo

Erhältlich seit:
09.02.2006

Originaltitel: Dark Water

Horror

USA 2005
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 16

Jennifer Connelly
John C. Reilly
Tim Roth

Regie: Walter Salles
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Bewegend und beklemmend: Hollywoods Top-Talente schufen einen Mystery-Schocker, der mit Spannung und Atmosphäre überzeugt.

Mutter und Tochter sehen das Grauen (Foto: Buena Vista) Großansicht

Mutter und Tochter sehen das Grauen (Foto: Buena Vista)

Remakes japanischer Horrorstreifen gab es bereits mehrere, doch noch nie war die filmische Umsetzung so gelungen. So wie Roman Polanski in "Rosemaries Baby" nimmt Starregisseur Walter Salles ("Motorcycle Diaries") seinen Mystery-Schocker und seine Charaktere ernst.

In erster Linie erzählt er von der geschiedenen jungen Mutter Dahlia (Jennifer Connelly), die ein neues Leben beginnen und ihrer kleinen Tochter Ceci ein neues Zuhause geben will. Die Situation wird nicht leichter, als es zu einem erbitterten Sorgerechtsstreit mit ihrem Ex-Mann kommt und sich in der heruntergekommenen Wohnung, die sie beziehen, merkwürdige Dinge ereignen. Gespenstische Wassereinbrüche und seltsame Geräusche häufen sich.

Welcher Schrecken verbirgt sich hinter dieser Wand? (Foto: Buena Vista) Großansicht

Welcher Schrecken verbirgt sich hinter dieser Wand? (Foto: Buena Vista)

Ein edler Thriller

Weil dieses Szenario glaubwürdig vermittelt wird, von den psychologischen Details bis zur bedrückenden Atmosphäre, wirkt "Dark Water" ungemein beklemmender als seine Vorgänger.

Nicht zufällig finden sich einige der besten Charakterdarsteller Hollywoods bei der Besetzung, von Oscarpreisträgerin Jennifer Connelly ("Beautiful Mind") bis zu John C. Reilly ("Aviator"). Thriller in Edelkultur.

Dark Water - Dunkle Wasser

In seiner Adaption des gleichnamigen japanischen Gruselschockers von "Ring"-Macher hideo Nakata vernachlässigt Walter Salles die Schocks, sondern setzt auf die Psychologie seiner Figuren - und holt aus Jennifer Connelly eine bewundernswerte Leistung heraus.

Im Original war "Dark Water" ein effektiver Gruselschocker, der wie zuvor "Ring" auf eine verstörende Atmosphäre und unerklärliche Ereignisse - in diesem Fall ein sich immer weiter vergrößernder Wasserfleck an der Decke einer heruntergekommenen Wohnung in einem anonymen Mietsilo - setzte. Erneut eine eigentlich ganz klassische Geistergeschichte, die ihren Reiz aus dem Zusammenprall mit dem Leben in der modernen Zivilisation, aus dem Clash mit dem Rationalen zog. Walter Salles ("Die Reise des jungen Che") setzt in seiner ersten amerikanischen Regiearbeit auf das essenziell identische Szenario, verzichtet aber auf die irritierenden und höchst wirksamen Schockeffekte Nakatas und baut stärker auf die Psychologie der Figuren. Das Ergebnis ist denn weniger ein Horrorfilm oder Schocker, denn ein intensives Drama mit übernatürlichen Elementen im Ton von Polanskis "Ekel" oder "Der Mieter", in dem der Seelenzustand der jungen Mutter Dahlia in den Mittelpunkt rückt. Und der ist düster, wenn man die alte Filmregel Zugrunde legt, dass die Kulissen das Innere der Protagonisten widerspiegeln. Denn Dahlia ist mit ihrer Tochter nach einem anhaltenden Sorgerechtstreit mit dem ihr entfremdeten Ehemann in einen Wohnblock gezogen, der an Schäbigkeit und Tristesse kaum zu überbieten ist. Entsprechend verschlimmert sich auch ihre Migräne zunehmend, sodass lange nicht ganz klar wird, ob die zunehmend Besorgnis erregenden Ereignisse in ihrem neuen Leben nun tatsächlich geschehen oder einfach nur Manifestationen ihrer getrübten Wahrnehmung sind. Geschickt hält Salles diese Balance, während immer wieder Wasser eine zunächst nicht wirklich erklärliche Rolle in den bizarren Szenarios spielt und eine eigenartige Präsenz immer mehr Besitz von ihrer Tochter ergreift, was schließlich in einen fatalen Showdown mündet. Fast ein bisschen zu unterkühlt und untertourig erzählt Salles seine Geschichte, die er zu feinsinnig angelegt hat für ein Publikum, das die Asia-Schocks eines "Ring" oder "Grudge" erwartet. Gleichzeitig kann man sich der eindringlichen Atmophäre scher entziehen, und sei es nur, weil man den Blick einfach nicht von der von einem kompetenten Cast (John C. Reilly, Pete Postlethwaite, Tim Roth) unterstützten Oscar-Gewinnerin Jennifer Connelly ("A Beautiful Mind") wenden kann: Ihre Dahlia ist eine der am komplexesten realisierten Frauenfiguren des Kinojahres. Ob "Dark Water" allerdings der richtige Film dafür ist, sei dahingestellt. ts.

Darsteller:  Jennifer Connelly   als Dahlia Williams
  John C. Reilly   als Mr. Murray
  Tim Roth   als Jeff Platzer
  Dougray Scott   als Kyle
  Pete Postlethwaite   als Veeck
  Camryn Manheim   als Lehrerin
  Ariel Gade   als Cecilia
  Perla Haney-Jardine   als Natasha/Junge Dahlia
  Debra Monk   als Lehrerin der jungen Dahlia
  Shelley Duvall  
 
Regie:  Walter Salles  
Buch:  Rafael Yglesias  
Musik:  Angelo Badalamenti  
Kamera:  Affonso Beato  
Produzent:  Takashige Ichise  
  Bill Mechanic  
  Roy Lee  
  Doug Davison  
 

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