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Leihvideo
Erhältlich seit:
19.03.2004
USA/Spanien 2002
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 16
Regie: Jaume Balagueró
Splendid Film

Mit seinem Erstling "The Nameless" erregte der spanische Newcomer Jaume Balagueró weltweit Aufmerksamkeit - jetzt lässt er mit größerem Budget und internationaler Starbesetzung eine weitere Horrorvision folgen. Auch sein zweiter Streich, eine als Mischung aus "7 Days to Live" und "The Others" umgesetzte Version des bekannten Haunted-House-Themas, gefällt als atmosphärischer und versiert umgesetzter Genreschocker.
Eine amerikanische Kleinfamilie bezieht ein idyllisch und einsam gelegenes Häuschen in der spanischen Pampa - eine Gegend, in der Vater Mark (Iain Glen) vor 40 Jahren aufgewachsen ist. Schon bald tauchen starker Dauerregen und flackerndes Licht das Haus in die richtige Stimmung, in der Mark von Erinnerungen an düstere Ereignisse heimgesucht wird. Eine unterdrückte Krankheit, die sich in seiner Aggressivität gegenüber Tochter Regina (Anna Paquin), Sohn Paul (Stephen Enquist) und Gattin Maria (Lena Olin) bemerkbar macht, flammt wieder auf, sein Verhalten erinnert zunehmend an Jack Nicholson in "Shining". Maria ignoriert dies - ebenso wie weitere mysteriöse Spuk-Erscheinungen in den vier Wänden und die unübersehbare Tatsache, dass der kleine Paul von einer bösen Macht besessen zu sein scheint, verstörende Bilder malt und sein Körper mit blutigen Kratzern übersät ist. Nur Teenager Regina erkennt die Gefahr und macht sich tapfer mit ihrem spanischen Freund Carlos (Fele Martinez) daran, die Familie gemeinsam vor dem mysteriösen Fluch zu retten.
So weit das Déja-Vu-Skript, das ebenfalls aus der Feder Jaume Balaguerós stammt und abgesehen von einem frappierend guten Showdown aus Genre-Elementen recht konventionell zusammengesetzt ist. Das Buch konzentriert sich auf die Tochterfigur, die Anna Paquin erfrischend natürlich spielt, während die übrigen Familienmitglieder weitgehend in der düsteren Atmosphäre versinken. Wo Balaguerós Erstling "The Nameless" seinen grandiosen Horror aus der psychologischen Erforschung der Charaktere schöpfte, bleibt "Darkness" an der Oberfläche, die auch von seinen namhaften Darstellern nicht angekratzt wird. Das höhere Budget (elf Mio. Dollar) erlaubte dem Spanier außerdem, sich nicht nur auf simple aber effektive stilistische Tricks zu verlassen, sondern auch in die Special-Effects-Kiste zu greifen, um schaurige Bilder für sein Spukszenario zu finden. Die wahrhaftigeren Schocks gelingen ihm jedoch erneut mit der Inszenierung einfacher, symbolischer Momente - wie Gemüse hackender Küchenmesser oder schwarze Silhouetten im nächtlichen Regen.
Während Balagueró so stilistisch auch hier überzeugt, verschenkt die Story einiges Spannungspotential dadurch, dass auf die entscheidenden Aspekte des Gruselmärchens bereits im Prolog hingewiesen wird und der weitere Verlauf den Horrorfan nicht mehr überraschen kann. Erst gen Ende wandeln sich Bild und Erzähltempo - dann zieht "Darkness" tatsächlich auf jene verstörende Art und Weise in seinen Bann, mit der Balagueró bekannt wurde. Stärker als die Handschrift spanischer Horrormeister lässt der Regisseur mit seinem zweiten Film jedoch die Orientierung an amerikanischen Vorbildern erkennen. Was seinem Erfolg an den heimischen Kinokassen nicht geschadet hat, den Film im internationalen Vergleich jedoch lediglich in eine Reihe qualitativ gut gemachter Genrebeispiele fügt. cm.
| Darsteller: | Anna Paquin | als Regina | |
|---|---|---|---|
| Lena Olin | als Maria | ||
| Iain Glen | als Marco | ||
| Giancarlo Giannini | als Albert Rua | ||
| Fele Martinez | als Carlos | ||
| Fermi Rexach | als Villalobos | ||
| Stephan Enquist | als Paul | ||
| Regie: | Jaume Balagueró | ||
| Buch: | Jaume Balagueró | ||
| Fernando de Felipe | |||
| Musik: | Carles Cases | ||
| Kamera: | Xavi Gimenez | ||
| Produzent: | Brian Yuzna | ||
| Julio Fernández | |||
Darkness in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch, Englisch
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Interviews, Trailer
Star
Anna Paquin
Kanadisch-neuseeländische Schauspielerin. Mit elf Jahren jüngste Oscar-Preisträgerin der Geschichte für "Das Piano" (1993), wurde Anna Paquin mit...
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