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Das Auge - Eye of the Beholder

Die zweite Verfilmung des Paranoia-Thrillers von Marc Behm über einen Überwachungsspezialisten, der einer Serienmörderin verfällt.


Das Auge - Eye of the Beholder

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Erhältlich seit:
15.09.2006

Originaltitel: Eye of the Beholder

Thriller

Kanada/Großbritannien 1999
Laufzeit: 105 Min.
FSK: ab 16

Ewan McGregor
Ashley Judd
Patrick Bergin

Regie: Stephan Elliott
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Das Auge - Eye of the Beholder

Lucky, ein junger Agent mit ausgewiesenem Talent für Observieren, ist im Gegensatz zu seinem optimistischen Namen ein gebrochener Charakter, seit ihm vor einigen Jahren seine Frau mitsamt Tochter davonlief. Als er einen vermeintlichen Erpresser beschattet, wird er Zeuge, wie dieser von einer jungen Frau umgebracht wird. Fasziniert von der Täterin verfolgt er sie ohne konkreten Auftrag weiter und kommt dabei einer ganzen Mordserie auf die Spur. Anstatt sein Objekt seiner Beobachtung aber anzuzeigen, entwickelt er eine obsessive Zuneigung und Beschützerinstinkt...

Der frischgebackene "Star Wars"-Held Ewan McGregor und "Kiss the Girls"-Pausbäckchen Ashley Judd überbieten sich gegenseitig in psychologischer Disfunktionalität in diesem wunderschön fotografierten, bis zur letzten Minute spannend arrangierten Killerthriller aus der Werkstatt des Australiers Stephan Elliott ("Priscilla - Königin der Wüste"). Als Vorbild diente der gleichnamige französischer Thriller aus dem Jahr 1982 (mit Isabelle Adjani & Michel Serrault).

Das Auge - Eye of the Beholder

Seine Travestie-Show "Priscilla - Königin der Wüste" war ein Hit, seine Outback-Farce "Welcome To Woop Woop" ein Flop, den deutsche Kinogänger nie zu Gesicht bekamen. Stephan Elliotts mörderische Lovestory "Eye of the Beholder" aber fand nach der Uraufführung letztes Jahr in Venedig beim instinktsicheren Kleinverleiher Movienet ein Zuhause. Zum Glück für Liebhaber ausgefallener Stoffe, die nicht nur durch die Präsenz von Hauptdarstellerin Ashley Judd im Auge des Betrachters den Eindruck bekommen, dass dieses visuelle Schmuckstück sehr gut unterhält und dabei auch künstlerischen Anspruch verrät. Eine Thrillerüberraschung mit kommerziellem Potenzial.

Elliott selbst adaptierte Marc Behms Roman, der 1982 schon Vorlage zu einem der besten Filme Claude Millers, "Das Auge", gewesen war. Beide Versionen verbindet optische Eleganz, die Mischung aus Psychologie, Krimi und Melodrama, sowie eine bizarre symbiotische Beziehung zwischen einer attraktiven Killerin und ihrem unsichtbaren Schatten. Rollen, die in Millers Fassung Isabelle Adjani und Michel Serrault übernahmen. Den großen Altersunterschied hat Elliott aufgelöst und auch sonst einige Veränderungen vorgenommen. Die gravierendste ist das Motiv, das den Beobachter fast zum Komplizen der Täterin macht. Während Serrault in ihr seine tote Tochter wiederzuerkennen glaubte, folgt Ewan McGregor Judd, getrieben von Einsamkeit, einer vermuteten psychisch-emotionalen Verwandtschaft und einem nachvollziehbaren erotischen Impuls. Als Überwachungsexperte Eye auf Judds aktuellen Lover angesetzt, ist sein Auftrag eigentlich mit dessen Ermordung jäh beendet. Doch Judds Zusammenbruch nach der Tat, die er mit seiner Hi-Tech-Ausrüstung beobachtete und belauschte, ist der Beginn einer Obsession, die ihr bis zum Ende verborgen bleibt. Über den amerikanischen Kontinent hinweg verfolgt Eye die Mörderin, verwischt ihre Spuren, verhindert ihre Verhaftung, aber auch mögliches Glück mit einem blinden Millionär, für dessen Unfalltod er direkt verantwortlich ist. Geschickt verknüpft Elliott die biografischen Tragödien der beiden, lässt McGregor in seiner Imagination Gespräche mit seiner Tochter führen, mit der seine Frau vor Jahren verschwand. Wunsch nach Liebe und Geborgenheit, aber auch Todessehnsucht sind starke verbindende Motive in diesen Figuren, die dank beider Darsteller unter die Haut gehen. Auch Nebencharaktere bleiben im Gedächtnis haften, vor allem Genevieve Bujolds knallharte Psychologin, die Judd überleben half, sie in gewissem Sinne aber auch tötete, und "Beverly Hills 90210"-Veteran Jason Priestley, der als brutaler drogensüchtiger Psychopath konsequent gegen sein Image spielt. Viel zu bestaunen gibt es in diesem ungewöhnlichen, von der Regie mit eindrucksvollen Szenenübergängen und emotional sprechenden Bildarrangements geschmückten Psychothriller, dem man angesichts seiner Qualitäten gerne nachsieht, dass er schließlich kaum ein Ende findet. kob.

Das Auge - Eye of the Beholder

Sein Codename lautet "The Eye". Der britische Secret Service Agent ist ein Profi, wenn es um das Beschatten von Kriminellen geht. Auch sein neuer Auftrag ist zunächst reine Routine. Doch mitten bei der Observation wird Eye Zeuge, wie der Verdächtige von seiner Geliebten hinterrücks niedergestochen wird. Eye ist fasziniert. Die Killerin, die attraktive Joana, zieht ihn augenblicklich in ihren Bann...

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Ewan McGregor   als "The Eye"
  Ashley Judd   als Joanna
  Patrick Bergin   als Alex Leonard
  k.d. lang   als Hilary
  Jason Priestley   als Gary
  Geneviève Bujold   als Dr. Brault
 
Regie:  Stephan Elliott  
Buch:  Stephan Elliott  
Musik:  Marius de Vries  
Kamera:  Guy Dufaux  
Produzent:  Nicolas Clermont  
  Tony Smith  
 

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