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Das Begräbnis

Düstere Ballade über einen Mordfall innerhalb eines italienischen Familien-Clans.


Das Begräbnis

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Erhältlich seit:
03.04.2009

Originaltitel: The Funeral

Drama

USA 1996
Laufzeit: 95 Min.
FSK: ab 16

Christopher Walken
Chris Penn
Vincent Gallo

Regie: Abel Ferrara
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Das Begräbnis

Johnny, jüngster Sohn des Tempio-Clans, ist auf offener Straße ermordet worden. Der Tradition entsprechend wird er im Wohnzimmer des Elternhauses aufgebahrt. Freunde und Verwandte statten den Hinterbliebenen, darunter die Brüder Ray und Chez sowie deren Frauen, Kondolenzbesuche ab. Noch während der Trauerfeiern sinnt Ray, das Oberhaupt der New Yorker Gangsterfamilie, auf Rache. Hauptverdächtiger ist ihr Intimfeind Spoglia, dem die Gewerkschaftsaktivitäten Johnnys schon immer ein Dorn im Auge waren.

In ihrer komplexen, düsteren "Paten"-Variante interessieren sich Abel Ferrara ("Bad Lieutenant") und dessen "Hausautor" Nicholas St. John einmal mehr für Schuld, Sühne und Erlösung. Mit seziererischem Blick analysieren sie die Einsamkeit des Individuums in einer feindseligen Welt. Ein besonderes Lob gebührt Annabella Sciorra, die als Rays verhärmte Ehefrau hier den wohl bislang besten Auftritt ihrer Karriere hat. Ein fulminantes, stargespicktes Gangster-Epos, nicht nur für Ferrara-Fans.

Das Begräbnis

Mit der besten Arbeit seit "King of New York" und "Bad Lieutenant" kehrt Abel Ferrara zurück auf das vertraute Terrain seiner beiden Meisterwerke: Seine vertrackte Tragödie "The Funeral" ist kompromißloses, manisches Kino, mit dem der ewige Wilde unter den amerikanischen Filmemachern der Geschichten-Maschine Hollywood erhobenen Hauptes trotzt. Für die komplexeste und düsterste Abhandlung seiner altbekannten, bisweilen schwer verdaulichen Themen konnte der New Yorker eine grandiose, namhafte Besetzung gewinnen, der man fasziniert bis zum bitteren Ende folgt.

Die sensationell intensive und endlos traurige Ballade vom Untergang eines italienischstämmigen Clans im New York der späten dreißiger Jahre siedelten Ferrara und sein langjähriger Wegbegleiter und Drehbuchautor Nicholas St. John einmal mehr im Milieu des organisierten Verbrechens an. Wieder thematisieren die beiden die Einsamkeit des Individuums in einer feindseligen Großstadtwelt und die Sehnsucht nach Erlösung. Dabei siedelten sie ihre bittere Story erstmals im Kreis einer Familie an: Wie die Handlungen des einzelnen stets Konsequenzen haben für das Leben und die Entscheidungen der anderen, wie die Last der Vergangenheit auf die Gegenwart wirkt, das fügt der Filmemacher zu einem Teufelskreis zusammen, der in einem erschütternden Fanal aus Blut, Schweiß und Tränen endet. Mit der Kraft der Obsession jagt Ferrara durch die ständigen, durchaus auch anstrengenden Wechsel zwischen Gegenwart und Rückblenden und findet so eine ganz eigene Chronologie für die Ereignisse, die zum Ende der Tempio-Familie führen.

Der Film beginnt mit den Vorbereitungen zu dem titelgebenden Begräbnis: Johnny, der jüngste der drei Tempio-Brüder, ist erschossen worden. Jetzt liegt seine Leiche aufgebahrt im Haus der Familie, und während die Trauer noch groß ist, plant Familienpatriarch Ray schon den Vergeltungsschlag. Die eigentlichen Konfrontationen dieses absolut stimmig und mit auffallend wenig Mätzchen fast ausschließlich im Dunkeln gedrehten Films finden in einem kurzen Zeitraum von nur 24 Stunden statt, während die Flashbacks wie Gedankenblitze Zusammenhänge herstellen und die Ereignisse beleuchten. Sie offenbaren die wohl größte Ansammlung von Leid, Schmerz und Elend, die man in diesem Jahr auf der Leinwand zu sehen, oder besser: spüren bekam.

Ein gefundenes Fressen für die Schauspieler, die allesamt zu Höchstleistungen auflaufen: Man spürt geradezu die Last auf den Schultern von Christopher Ray als der Gewalt müder Ray und Chris Penn in der Rolle seines Bruders, den das Morden an den Rand des Wahnsinns getrieben hat. Noch überzeugender sind nur Annabella Sciorra, die als Rays verhärmte Ehefrau mit einem langen Monolog den stärksten Auftritt hat, und Benicio Del Toro als exaltierter Familienfeind Gaspare.

Daß diese tiefempfundene, wahnwitzige Indie-Variante von "Der Pate" als einer von drei Filmen die Farben Amerikas im Wettbewerb der Biennale vertreten darf, ist nur gerecht. "The Funeral" ist starker Tobak - und gerade deswegen so aufregend und packend. ts.

Das Begräbnis

New York in den 1930er-Jahren: Der jüngste Bruder des Mafiosi Ray Tempio wird auf offener Straße kaltblütig erschossen. Noch auf dem Begräbnis sinnt Ray, der Patriarch der Familie, nach Vergeltung. Er vermutet das Oberhaupt eines anderen Mafia-Clans als Strippenzieher. Rachsüchtig drängen Ray und sein jähzorniger Bruder Chez auf eine blutige Vendetta, und stellen so auch die Familie vor eine Zerreißprobe.

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Christopher Walken   als Ray Tempio
  Chris Penn   als Chez Tempio
  Vincent Gallo   als Johnny Tempio
  Benicio Del Toro   als Gaspare
  Annabella Sciorra   als Jeanette Tempio
  Isabella Rossellini   als Clara Tempio
  Gretchen Mol  
  John Ventimiglia  
  Paul Hipp  
 
Regie:  Abel Ferrara  
Buch:  Nicholas St. John  
Musik:  Joe Delia  
Kamera:  Ken Kelsch  
Produzent:  Mary Kane  
 

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