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Das doppelte Lottchen

Animierte Leinwandadaption der berühmten Kästner-Geschichte um Zwillingsschwestern.


Das doppelte Lottchen

Leihvideo

Erhältlich seit:
30.11.2007

Originaltitel: Das doppelte Lottchen

Kinderfilm/ Zeichentrick

Deutschland 2007
Laufzeit: 78 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Regie: Michael Schaack, ...
Warner Home Video Germany

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Erich Kästners zeitloser Kinderbuchklassiker als moderner Zeichentrickspaß.

Die Zwillinge hecken Großes aus (Foto: Warner) Großansicht

Die Zwillinge hecken Großes aus (Foto: Warner)

Das beliebte Kinderbuch von Erich Kästner ist ein Klassiker - das lässt sich allein schon an den zahlreichen Verfilmungen ablesen. Jetzt schufen die Zeichentrickspezialisten Michael Schaack und Toby Genkel, die schon im letzten "Werner"-Abenteuer zusammenarbeiteten, aus dem zeitlosen Stoff einen kindgerechten, abenteuerlustigen Animationsfilm.

Der beginnt in einem Ferienheim am Bühlsee in den 50ern, wo sich die zwei 11-jährigen Mädchen Louise und Lotte plötzlich gegenüber stehen. Sie sind sich aus dem Gesicht geschnitten. Schnell stellen sie fest, dass sie Zwillinge sind, die bislang nur nichts voneinander wussten. Ihre Eltern trennten sie direkt nach der Geburt und leben nun in Wien, beziehungsweise in München.

Wie schön wäre es, wenn Mama und Papa sich wieder vertragen würden (Foto: Warner) Großansicht

Wie schön wäre es, wenn Mama und Papa sich wieder vertragen würden (Foto: Warner)

Perfektes Familien-Chaos

Die beiden Mädchen fassen einen Plan: Sie tauschen die Rollen und kehren je zu ihrem Elternteil zurück. Das sorgt natürlich anfangs für Chaos, doch schnell verfolgen Louise und Lotte ein neues gemeinsames Ziel: die Versöhnung der Eltern.

Das doppelte Lottchen

Mit seiner klassisch animierten Version des Kästner-Klassikers schielt Trickompany-Chef Michael Schaack ("Das kleine Arschloch") nun nach dem ganz jungen Publikum.

Eigentlich waren mit Tomy Wigands Adaption von "Das fliegende Klassenzimmer" vor fünf Jahren die Neuverfilmungen von Erich Kästners wichtigsten Kinderbüchern abgeschlossen. Doch dann tat sich der Rechteinhaber, der Münchner Produzent Peter Zenk, mit dem Hamburger Animationsguru Michael Schaack zusammen. Das Ergebnis ist eine Zeichentrick-Version von "Das doppelte Lottchen", die Josef von Bakys Original von 1950 näher steht als die 1993er-Fassung von Joseph Vilsmaier, dessen Modernisierungsversuche sich ja bereits im Titel "Charlie und Louise" niederschlugen. Der Grund: Schaack und sein Regisseur Toby Genkel beließen die Handlung in den 50er-Jahren und ließen sich zudem von den weltberühmten Zeichnungen des langjährigen Kästner-Illustratoren Walter Trier inspirieren. Das Ergebnis ist ein in sehr einfachem, so gut wie CGI-freiem Stil gehaltener und damit auch für Kindergartenkinder geeigneter Verwechslungsspaß, der die altbekannte Geschichte erzählt: In einem Ferienheim laufen sich zwei elfjährige Mädchen über den Weg, die sich zum Verwechseln ähnlich sehen. Schnell finden Luise und Lotte heraus, dass sie Zwillinge sind und jeweils bei dem getrennt lebenden Elternteil in Wien bzw. München aufwachsen. Darauf beschließen sie, ihre Rollen zu tauschen und so für jede Menge Aufregung in dem "anderen" Zuhause zu sorgen - bis alsbald der Wunsch in ihnen reift, Vater und Mutter mögen wieder zueinanderfinden.

Schaack und Genkel, eher bekannt durch animiertes Proletenkino für Erwachsene ("Das kleine Arschloch", "Werner - Gekotzt wird später!"), geben sich hier erstmals ganz zahm und kindgerecht. Zwar leisten sie sich ein paar ulkige Sidekicks wie etwa zwei schnatternde Enten und einen mitfühlenden Dackel, ansonsten weichen sie kaum von der wunderbaren Vorlage ab. Diese jedoch lebt vor allem von der Möglichkeit der Verwechslung und der damit verbundenen Gefahr des Entdecktwerdens, was aber vor allem dann seinen Reiz entfaltet, wenn dabei Menschen aus Fleisch und Blut im Spiel sind. Im Zeichentrick, wo alles beliebig rekonstruierbar ist, also auch eineiige Zwillinge, kommt dieser Effekt kaum zur Geltung, obwohl sich anerkannte Synchronsprecher wie Céline Vogt ("Lauras Stern"), Carin C. Tietze (u.a. Stimme von Juliette Binoche) und Andreas Fröhlich (u.a. Stimme von Ethan Hawke) alle Mühe geben, Emotionen zu transportieren. Kästners guter Name wird dennoch dafür sorgen, dass bildungsbewusste Eltern das doppelt gezeichnete "Lottchen" gemeinsam mit ihrem Nachwuchs gerne ansehen werden. Und die dürfen sich schon jetzt auf den nächsten animierten Kästner freuen - "Emil und die Detektive" befindet sich bei Schaack bereits in Planung. lasso.

Sprecher:  Céline Vogt   als Luise/ Lotte
  Carin C. Tietze   als Mutter
  Andreas Fröhlich   als Vater
  Anja Kling   als Irene Gerlach
  Inra von Wangenheim-Zeise   als Frau Muthesius
  Wolfgang Völz   als Dr. Strobele
  Jovita Dermota   als Resl
  Antonia von Romatowski   als Frl. Ulrike/ Hexe
  Robert Missler   als Fotograf/ Paule
  Robert Tillian   als Kellner Franz
  Erna Aretz   als Frau Wagenthaler
  Monty Arnold   als Moderator
  Axel Milberg   als Erzähler
 
Regie:  Michael Schaack  
  Toby Genkel  
Buch:  Rolf Dieckmann  
Musik:  Jan Peter Genkel  
Produzent:  Peter Zenk  
  Stephan O. Hansch  
  Thomas Walker  
 

Das doppelte Lottchen in der Fotoshow

 

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