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Leihvideo
Erhältlich seit:
24.04.1996
Originaltitel: Village of the Damned
USA 1995
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 16
Christopher Reeve
Kirstie Alley
Linda Kozlowski
Regie: John Carpenter
Paramount Home Entertainment
Erst Hobb's End, jetzt Midwich: Altmeister John Carpenter sucht den Horror mittlerweile vornehmlich in entlegenen amerikanischen Kleinstädten, in denen die Blüten des Bösen ungeachtet der Außenwelt sprießen können. In seiner mißachteten Zukunftsvision "Die Mächte des Wahnsinns" lauerte der Weltuntergang in einer bescheidenen Ansiedlung, und auch in seinem neuesten Werk wird die Menschheit von einer unheimlichen Macht von einem Dorf aus bedroht. Dabei ist Carpenter dieses Remake des gleichnamigen, britischen SF-Gruselklassikers von 1959 merklich konventioneller und konservativer geraten als der erst vor wenigen Monaten in unseren und den US-Kinos gelaufene, rauschartige Sprung durch die Realitätsebenen mit Sam Neill und Jürgen Prochnow. In den Tagen des Kalten Krieges war die Geschichte einer Rasse von zombieartigen, telekinetisch veranlagten Kindern, die gleichzeitig in einer englischen Stadt geboren wurden, wie so viele fantastische Filme ihrer Zeit als erschreckende Allegorie auf die vermeintlich allgegenwärtige Rote Gefahr gelesen worden. Carpenter verlegt die Handlung nicht nur in die Vereinigten Staaten, er findet auch einen neuen Ansatz. Und tatsächlich, in einer Zeit, in der immer häufiger Kinder Schlagzeilen machen mit kaltblütigen Gewaltakten (siehe Liverpool), ist die Aussicht auf einen Film, in dessen Mittelpunkt eine Gruppe von Zehnjährigen ohne Moral und Ethik steht, durchaus beängstigend. Leider hat Carpenter nur selten die adäquaten Schreckensbilder parat, um der potenten Grundlage einen atemberaubenden Schocker zu entlocken. Mit seiner umständlichen und wenig eleganten Exposition (erst nach 40 Minuten werden die Kinder überhaupt geboren), seinem verschleppten Tempo und der drögen Synthiemusikbegleitung verdient Christopher Reeves Gedankenkampf mit der emotionslosen Satansbrut bestenfalls das Prädikat New-Age-Horror. Wie die bemitleidenswerten Bürger von Midwich weiß auch der Zuschauer kaum, wie ihm geschieht, wenn sich Reeve und seine Kollegen Kirstie Alley, Linda Koslowski, Mark Hamill und Michael Paré mit den hölzernen Dialogen des Drehbuchs herumplagen müssen. Ebenso wie die Höllenkids extraterrestrischen Ursprungs bleiben auch die Sympathieträger farblos und eindimensional. Auf ihre Kosten kommen dann schließlich die Horrorfans. Denn wenn die Kinder mit (computergeneriert) leuchtenden Augen den Erwachsenen ihren Willen aufzwingen und sie in bisweilen unappetitlich anzusehende Selbstmorde treiben, stellt sich wenigstens kurzzeitig jener Schockzustand ein, den ein Film auslösen sollte, der über die Auflösung der menschlichen Gesellschaft berichtet. ts.
| Darsteller: | Christopher Reeve | ||
|---|---|---|---|
| Kirstie Alley | |||
| Linda Kozlowski | |||
| Michael Paré | |||
| Meredith Salenger | |||
| Mark Hamill | |||
| Pippa Pearthree | |||
| Peter Jason | |||
| Regie: | John Carpenter | ||
| Buch: | David Himmelstein | ||
| Musik: | John Carpenter | ||
| Kamera: | Gary B. Kibbe | ||
| Produzent: | Michael Preger | ||
| Sandy King | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch
Tonformat: Dolby Surround
Bildformat: Orig.-Kinofor.
Star
Linda Kozlowski
Mit ihrem natürlichen Auftreten, blonden Locken, blassen Teint und kurvenreicher Figur ist die in Connecticut geborene Linda Kozlowski...
Star
Mark Hamill
Als Luke Skywalker rettete er in der mittleren "Star Wars"-Trilogie von George Lucas ("Krieg der Sterne", "Das Imperium schlägt zurück", "Die...
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