DVD Kaufvideo

Das Experiment

Packender Psychothriller mit großartiger Besetzung über eine für ein Experiment nachgestellte Gefängnissituation, die in einer Katastrophe endet.


Das Experiment

Kaufvideo

Erhältlich seit:
07.08.2009

Originaltitel: Das Experiment

Thriller

Deutschland 2001
Laufzeit: 115 Min.
FSK: ab 16

Moritz Bleibtreu
Christian Berkel
Edgar Selge

Regie: Oliver Hirschbiegel
Senator Home Entertainment

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Das Experiment

Der Ex-Journalist und Taxifahrer Tarek läßt sich für 4000 Mark auf ein absonderliches Uni-Forschungsprojekt ein: 20 Freiwillige müssen sich zwei Wochen lang einer künstlichen Gefängnissituation aussetzen. Wer Wärter ist und wer Häftling wird ausgelost. Was anfangs wie ein spaßiges Unterfangen anmutet, entpuppt sich bald als lebensbedrohende Situation - kleine Provokationen zwischen Befehlshabern und -empfängern eskalieren in einem unkontrollierbaren Krieg, in dessen Verlauf auch Verluste zu beklagen sind.

Mit seinem beachtlichen Leinwand-Debüt, das mehr als 1,5 Millionen Zuseher in die Kinos lockte, gelang dem Grimme-Preisträgers Oliver Hirschbiegel eine der erfolgreichsten heimischen Produktionen 2001. "Das Experiment", die ausgeklügelte Adaption von Mario Giordanos Bestseller "Black Box", ist das bestgespielte, spannendste und diskussionswürdigste deutsche Werk seit langem und wurde beim diesjährigen Bayerischen Filmpreis in den Kategorien Regie, Kamera und Drehbuch ausgezeichnet.

Das Experiment

Mit dem bisweilen unerträglich spannenden, mit eiskalter Präzision realisierten Psychothriller "Das Experiment" legt TV-Routinier Oliver Hirschbiegel ein elektrisierendes Kinodebüt vor, an dem sich einheimische Produktionen künftig messen werden lassen müssen: Basierend auf Mario Giordanos Roman "Black Box", der das berühmt-berüchtigte Stanford-Experiment der frühen siebziger Jahre dramatisiert, erzählt Hirschbiegel die Geschichte eines auf 14 Tage angelegten Verhaltensexperiments mit 20 willkürlich ausgewählten Männern, das nach nur zwei Tagen aus dem Ruder zu laufen beginnt und in eine Katastrophe mündet - ein Film mit überragender Ensembleleistung, der bis zur letzten Konsequenz kompromisslos bleibt und den Ursachen von Gewalt unbeirrbar auf den Nerv fühlt, wie schon lange kein Film mehr.

Will man Referenzpunkten aus der Filmgeschichte nennen, man sieht sich genötigt, Pasolinis "Die 120 Tage von Sodom" und Romeros "Zombie" ins Feld zu führen. Nicht weil sie unmittelbare Ähnlichkeiten mit Hirschbiegels emotionaler Tour de Force in das Trümmerfeld menschliche Seele hätten. Vielmehr haben die drei Filme bei der Ergründung des Verhaltens von Menschen in Extremsituationen eine fast spürbare Intensität und Anspannung, eine Bereitschaft, bei der Darstellung ihres Sujets bis zum Äußersten zu gehen, gemein. Wo sich Pasolini der Bestie Mensch allerdings mit einer Metapher über den Faschismus nähert und Romero die Mittel eines überdrastischen Splatterspektakels nützt, hält sich Hirschbiegel ans Regelwerk eines Thrillers. Wenn sich die Spannung im letzten Drittel ins Unerträgliche zuspitzt, weil man weiß, dass die noch wenige Tage zuvor ganz normalen Menschen längst zu allem fähig sind, dann dienen die Genreparameter als Rettungsanker, um von der finalen Welle der Gewalt nicht geschluckt zu werden.

Per Zeitungsannonce werden 20 Männer gesucht, die bereit sind, an einem zweiwöchigen Experiment teilzunehmen. Es handelt sich um eine simulierte Gefängnissituation, die ständig von Videokameras und einem Team von Wissenschaftlern kontrolliert wird: Acht der Männer werden als Wärter eingeteilt, zwölf als Gefangene, gewandet lediglich in einen sackartigen Überwurf, reduziert auf eine Nummer. Die einzige Vorgabe für die Wärter ist es, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen - ohne Einsatz körperlicher Gewalt. Unter den Gefangenen ist der Taxifahrer Tarek (Bleibtreu in einer Rolle, die ihn mühelos als mutigsten Schauspieler seiner Altersklasse etabliert), der allerdings nicht mit offenen Karten spielt: Tatsächlich sieht er in dem Experiment die Gelegenheit, wieder als Journalist Fuß zu fassen. Im Dienste seiner Story agiert er von Beginn an als Agent provocateur, benimmt sich renitent und widersetzt sich allen Befehlen. Die Wärter, wie die Gefangenen eine bunt zusammengewürfelte Truppe, sind überfordert und sehen sich nur mit Sanktionen in der Lage, die Situation zu kontrollieren. Wie sich schließlich mit zwingender Logik Gewalt Bahn bricht, ist absolut hypnotisch. Wenn sich die Situation von verbaler Härte über Psychofolter und Erniedrigung zum Krieg mit allen gegebenen Mitteln, in dem es schließlich nur noch ums nackte Überleben geht, steigert, kann man die Augen nicht von dem Film nehmen - auch weil man weiß, dass man wohl auch selbst zu den Untaten fähig ist, die sich mit bisweilen drastischer Deutlichkeit auf der Leinwand abspielen.

Hirschbiegel ist sich seiner Verantwortung als Filmemacher in dieser beklemmenden Psychostudie bewusst - wie auch der Ironie, dass er als Regisseur eine ähnliche Rolle einnimmt wie die Wissenschaftler beim Experiment. In diesem doppelbödigen Konstrukt über die erschreckend dünne Schutzwand der Zivilisiertheit alle Fäden in der Hand zu halten, ist eine große Aufgabe. Der Filmemacher bewältigt sie souverän. Ohne Fehlschritt eilt er von einer packenden Szene zur nächsten: Wenn Bleibtreu schließlich von seinen Peinigern in eine eigentlich nur zur Drohung aufgestellten schwarzen Kiste eingesperrt wird und sich im Dunkel mit steigender Panik freikämpfen muss, ist der Gipfel erreicht. Ein wahnsinniger Moment. Obwohl die Handlung zwangsläufig auf einen Handlungsort beschränkt ist - eine gewisse Klaustrophobie ist spannungsfördernd - wirkt das Martyrium der zwölf Gefangenen dank eines genialen Kniffes nie eingeengt oder monoton. In der Nacht vor Beginn des Experiments hat Bleibtreu eine fast beiläufige Affäre mit einer selbstmordgefährdeten Frau, die in sein Taxi gefahren ist. Wenn seine Gedanken in stillen Augenblicken in der Zelle zur Erinnerung an sie abschweifen, öffnet sich der Film auf wundersame Weise. Tatsächlich erhält Hirschbiegel so eine wunderbare Balance aus Realität und Fantasie, die die harten Tatsachen des Überlebenskampfes nur noch extremer erscheinen lassen. Schließlich darf die fabelhafte Besetzung, aus der neben Bleibtreu stellvertretend Christian Berkel als enigmatischer Zellengenosse und Justus von Dohnanyi als Wärter im Machtrausch genannt werden sollen, nicht unerwähnt bleiben. Ein Film aus einem Guss, der den Zuschauer mit der gleichen vollen Wucht trifft, mit der Maren Eggert in Moritz Bleibtreus Taxi donnert. Unvergesslich. ts.

Das Experiment

MORITZ BLEIBTREU in dem beklemmenden Psychothriller DES EXPERIMENT, der in die Abgründe der menschlichen Psyche führt und dem Zuschauer keine Chance lässt, sich in sicherer Distanz aufzuhalten. 4000 Mark für zwei Wochen: Leicht verdientes Geld, denken die 20 Freiwilligen, die sich auf das ausgeschriebene Experiment einer Universität einlassen. Es soll das Aggressionsverhalten in einer künstlichen Gefängnissituation, in der die Beteiligten per Zufallsprinzip in Gefangene und Wärter eingeteilt werden, mit Hilfe von Überwachungskameras erforscht werden. Am Anfang schwanken die Probanten zwischen nervöser Neugier und ausgelassenem Übermut und finden sich langsam in ihre Rollen ein: Die Wärter pochen auf ihre Autorität, die Gefangenen rebellieren gegen Demütigung und Schikane, eine Spirale der Gewalt setzt sich in Bewegung. Bald eskalieren die Ereignisse und aus dem harmlosen Spiel wird ein erbitterter Kampf auf Leben und Tod...

Quelle: Senator

Laufzeit Bonusmaterial ca. 68 Minuten
- Interviews mit Cast & Crew
- Making of
- Deleted Scenes
- Einzelgespräche mit den Häftlingen und den Strafvollzugsbeamten
- Trailer
- Teaser

Quelle: Senator

Darsteller:  Moritz Bleibtreu   als Tarek Fahd
  Christian Berkel   als Steinhoff
  Edgar Selge   als Professor Thon
  Andrea Sawatzki   als Dr. Jutta Grimm
  Maren Eggert   als Dora
  Justus von Dohnanyi   als Berus
  Timo Dierkes   als Eckert
  Nicki von Tempelhoff   als Kamps
  Antoine Monot, Jr.   als Bosch
  Oliver Stokowski   als Schütte
  Wotan Wilke Möhring   als Joe
  Philipp Hochmair   als Lars
  Lars Gärtner   als Renzel
  Markus Klauk   als Stock
  André Jung   als Ziegler
  Jacek Klimontko   als Gläser
  Ralph Püttmann   als Amandy
 
Regie:  Oliver Hirschbiegel  
Buch:  Mario Giordano  
  Christoph Darnstädt  
  Don Bohlinger  
Musik:  Alexander Bubenheim  
Kamera:  Rainer Klausmann  
Produzent:  Norbert Preuss  
  Marc Conrad  
  Friedrich Wildfeuer  
 

Das Experiment in der Fotoshow

Werbung

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Moritz Bleibtreu

Sein komischer cooler Killer Abdul aus "Knockin' on Heaven's Door" ging mit dem Satz "Soll isch dir dein Hirn pusten?" ebenso in die...

 

Star

Christian Berkel

Vom Fernsehbösewicht zum international gefragten Schauspieler hat sich Christian Berkel in Charakterrollen mit ausgeprägter Bandbreite...