Alle Jahre zu Thanksgiving trifft sich die Familie des Studenten Warren zum gemeinschaftlichen Truthahnessen und Selbstzerfleischen auf dem weitläufigen Landsitz des kontrollsüchtigen Clan-Oberhauptes Hal. Auch diesmal wird wieder kräftig in alten Wunden gebohrt, neue Gräben aufgerissen und nach Herzenslust in den Schwächen der anderen gewühlt. Wer läuft zuerst heulend weg: Schwesterchens neuer Lover-auf-Abruf, die gestreßte Mutter, oder gar Warren selbst, weil Daddy ungeniert seine Freundin anbaggert?
Frisch aus Amerikas Independent-Schablone für gefühlsbeladene Familienzusammenbruchs-Melodramen stammt dieser auf dem für solcherlei zuständigen Sundance-Filmfestival uraufgeführte Seelenkrisenporno des Debütanten Bart Freundlich (nomen nicht omen). Roy Scheider brilliert als gefühlskalter Patriarch ebenso wie "Emergency Room"-Star Noah Wyle als sein mißratener, weil netter Sohn, doch für ein Erfolg bei größeren Publikumskreisen gebricht es der "schwarzen Komödie" an Herz und Witz.