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Kaufvideo
Erhältlich seit:
28.02.2010
Originaltitel: Das fliegende Klassenzimmer
Deutschland 2002
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)
Ulrich Noethen
Sebastian Koch
Piet Klocke
Regie: Tomy Wigand
Oetinger Media

Auch mit der dritten Kästner-Adaption nach "Emil und die Detektive" und "Pünktchen und Anton" gelingt es dem Produzentenduo Reich/Zenk einen beliebten und bekannten Jugendroman des Literaten in die heutige Zeit zu transformieren, ohne den Charme des Originals zu zerstören.
Tommy Wiegand, der mit "Fußball ist unser Leben" im Jahr 2000 sein Kinodebüt gab, kriegt es hin, Kinder und Erwachsene gleichermaßen zu begeistern, wenn er den etwas zerfahrenen Lehrer und Chorleiter Justus Bökh und die Jungs vom berühmten Thomanerchor einige turbulente Abenteuer bestehen lässt, bis sie in die Weihnachtsferien fahren dürfen. In Tempo und Fantasie kann er es locker mit der Kurt Hoffmann-Verfilmung von 1954 aufnehmen. Für Kids bieten die fünf Freunde Identifikationsmöglichkeiten: Jonathan, der aus acht Internaten rausgeflogen ist und sich trotz anfänglicher Skepsis bei den Thomanern in Leipzig so richtig wohlfühlt, Martin, der lange nachdenkt, bevor er handelt, Uli, ein schmächtiges Kerlchen, das irgendwann keine Mädchenrollen mehr spielen will und eine gefährliche Mutprobe wagt, Kreuzkamm, der experimentierfreudige Sohn des skurrilen Direktors (Piet Klocke urkomisch) und der stets etwas in sich hineinfutternde gutmütige Matz. Nicht zu vergessen den süßen und namenlosen Strubbel-Hund, den Jonathan verbotenerweise ins Internat schmuggelt. Das Quintett trifft sich gerne zum Abhängen in einem alten Eisenbahnwaggon und entdeckt dort das auf vergilbte Blätter hingekritzelte Theaterstück "Das fliegende Klassenzimmer", was sie zu Weihnachten als coole Spaceoper à la Raumschiff Enterprise aufführen wollen. Aber alle Pläne gehen den Bach runter. Erst einmal jedenfalls. Behutsam wurde der Stoff modernisiert und in Leipzig lokalisiert. Da haben sich Justus Bökh (Ulrich Noethen nach Herr Taschenbier in "Das Sams" und "Bibi Blocksberg"-Vater erneut in der Welt des Kinderfilms) und der "Nichtraucher" lange nicht gesehen, weil letzterer vor der Wende in den Westen ging und erst nach Jahren wieder auftaucht, eben in diesem Eisenbahnwaggon - Relikt aus der einstigen Freundschaft mit Justus. Das Internat ist nicht mehr nur Tummelplatz für reiche Sprösslinge, sondern auch Jungen aus weniger betuchtem Elternhaus dürfen durch Stipendium im Thomanerchor die Stimmbänder strapazieren. Heftige Keilerei zwischen Internen und Externen amüsieren noch knapp 70 Jahre nach Erscheinen des Buches und der Rap (statt Lyrik) bei den Proben zum "Fliegenden Klassenzimmer" sollte jeden davon überzeugen, dass es sich hier nicht um eine gediegene, traditionelle Literaturverfilmung handelt, sondern um lebendiges Familienkino für Leute von Heute. Wenn's am Ende friedlich weihnachtet, der alte Kreuzkamm den Hund "adoptiert" und bei Jonathan die erste Liebe ausbricht, wird's dem kleinen und großen Zuschauer ganz warm ums Herz. Kinder- und Familienfilme sind "in", das bewiesen 2001 "Der kleine Eisbär", "Das Sams" und "Emil und die Detektive". Im Kielwasser von "Bibi Blocksberg" sollte auch "Das fliegende Klassenzimmer" fröhlich auf Erfolgskurs schwimmen und die Kinokassen (leider) erst nach Weihnachten klingeln lassen. Der eigentlich passendere Dezember-Start wäre unter der Wucht von "Herr der Ringe - Die zwei Türme" und "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" wohl zu riskant gewesen. mk.
Jonathan ist schon von sechs Internaten geflogen. Ob es in Leipzig bei den Thomanern besser wird? Schwer zu sagen, denn kaum angekommen, steckt er mitten im Dauerclinch der Chorsänger mit ihren nichtsingenden Mitschülern. Und wer ist der geheimnisvolle "Nichtraucher", der ihn und seine Freunde in ihrem Geheimtreff, einem Eisenbahnwaggon, überrascht hat? Warum will Chorleiter Justus nicht, dass die Jungen das dort gefundene Theaterstück aufführen? Und was ist eigentlich mit Mona, die Jonathan nicht aus dem Kopf geht?
Quelle: Oetinger Media
Wie der Film entstand, nicht verwendete Szenen, "Klassenzimmer-Rap" Musikvideo, Kinotrailer, Audiokommentar mit dem Regisseur Tomy Wigand und Jungdarsteller Frederick Lau
Quelle: Oetinger Media
| Darsteller: | Ulrich Noethen | als Dr. Justus Bökh | |
|---|---|---|---|
| Sebastian Koch | als Bob "Nichtraucher" Uthofft | ||
| Piet Klocke | als Kreuzkamm senior | ||
| Anja Kling | als Kathrin | ||
| Hauke Diekamp | als Jonathan Trotz | ||
| Philipp Peter-Arnolds | als Martin Thaler | ||
| Frederick Lau | als Matz Selbmann | ||
| Hans Broich-Wuttke | als Uli von Simmern | ||
| François Goeske | als Kreuzkamm junior | ||
| Theresa Vilsmaier | als Mona | ||
| Regie: | Tomy Wigand | ||
| Buch: | Henriette Piper | ||
| Hermine Kunka | |||
| Musik: | Niki Reiser | ||
| Moritz Freise | |||
| Biber Gullatz | |||
| Kamera: | Peter von Haller | ||
| Produzent: | Uschi Reich | ||
| Peter Zenk | |||
Das fliegende Klassenzimmer (nur für den Buchhandel) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Interviews, Making of, Musikvideo, B-Roll, Entfallene Szene
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