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Das Fremde in mir

Berührendes Drama um eine Frau, die nach der Geburt ihres Sohnes an einer Depression erkrankt.


Das Fremde in mir

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Erhältlich seit:
16.10.2009

Originaltitel: Das Fremde in mir

Drama

Deutschland 2008
FSK: ab 12

Susanne Wolff
Johann von Bülow
Maren Kroymann

Regie: Emily Atef
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Berührendes Drama um eine Frau, die nach der Geburt ihres Sohnes an einer Depression erkrankt.

Rebecca durchlebt nach der Geburt ihres Kindes Schuldgefühle (Foto: Ventura) Großansicht

Rebecca durchlebt nach der Geburt ihres Kindes Schuldgefühle (Foto: Ventura)

Rebecca (Susanne Wolff) und Julian (Johann von Bülow), beide in den Dreißigern, freuen sich auf das erste Kind. Doch nach der Geburt ist alles anders als erwartet. Der gesunde Junge macht der jungen Frau Angst, ist ihr fremd. Sie ist verunsichert und traut sich nicht, es ihrem Mann zu sagen.

Stattdessen geht sie zu ihrer Mutter (Maren Kroymann). Erst im Laufe einer Therapie lernt sie, sich langsam ihrem Kind und auch ihrem Partner an zu nähern.

Eindringliches Drama über eine junge Frau, die nach der Geburt des Wunschkindes an einem postnatalen Trauma leidet. Regisseurin und Koautorin Emily Atef, die schon mit ihrem preisgekrönten Erstlingswerk "Molly's Way" sensible weibliche Figurenzeichnung bewies, greift ein Tabuthema auf.

Julian greift seiner Frau unter die Arme (Foto: Ventura) Großansicht

Julian greift seiner Frau unter die Arme (Foto: Ventura)

Gefördert und geehrt

In Grau-Tönen und in manchmal von der Handkamera verwaschenen Bildern zeigt sich Susanne Wolff, die den Förderpreis Deutscher Film für "Das Fremde in mir" und "Die Glücklichen" erhielt, der schwierigen Rolle gewachsen.

Das Fremde in mir

Eindringliches Drama über eine junge Frau, die nach der Geburt des Wunschkindes an einem postnatalen Trauma leidet.

Mütter lieben ihre Kinder, schließen sie nach der Geburt in die Arme und lächeln versonnen glücklich. Eine irrige Annahme, es gibt genug Fälle, in denen Frauen plötzlich das Baby nicht annehmen, ohne erklärlichen Grund sich abwenden und eine Aversion gegen das Neugeborene entwickeln. Ein Tabuthema, das Emily Atef mutig aufgreift, wenn sie von Rebecca und Julian, beide in den Dreißigern erzählt, die sich auf das erste Kind freuen. Doch nach der Niederkunft der Schock: Der gesunde Junge macht der jungen Frau Angst, ist ihr fremd. Das Mutterbild als Idealbild hängt wie ein Damoklesschwert über ihr, immer mehr versinkt sie in Verzweiflung und Hilflosigkeit, kann sich selbst dem Partner nicht mitteilen, vertraut sich nach einem Zusammenbruch nur der eigenen Mutter an, was sie die eigenen Bindungsdefizite nur noch schwerer spüren lässt.

Regisseurin und Koautorin Atef, die schon mit ihrem preisgekrönten Erstlingswerk "Molly's Way" sensible weibliche Figurenzeichnung bewies, schildert einfühlsam die gefährdete Beziehung zwischen den jungen Eltern, die Isolation von Rebecca, die sich schuldig fühlt und befürchtet, den Säugling beim Bade gar umzubringen. Dabei ist sie kein Einzelfall, in Deutschland sollen 80000 Frauen jährlich an einer postnatalen Depression erkranken. Nur, und das arbeitet der Film sehr stark heraus, glauben die Betroffenen aufgrund der gesellschaftlichen Normen nicht an eine Krankheit, sondern empfinden das Gefühl, nicht lieben zu können, als rein persönliches Versagen. In Grau-Tönen und in manchmal von der Handkamera verwaschenen Bildern zeigt sich Susanne Wolff (Förderpreis Deutscher Film für "Die Fremde in mir" und "Die Glücklichen") der diffizilen Rolle gewachsen, hält anfänglich das Baby mit gespreizten Händen und in Starre gemeißeltem Gesichtsausdruck von sich weg wie eine lästige Puppe, nur ihre Augen verraten diffuse, vor allem unsichere Gefühle. Eine Seele in vereister Zone. Wenn sie nach der Therapie langsam beginnt, sich zu verorten, den Kleinen mit zarter und noch tastender Geste an sich zu schmiegen und versucht, sich dem unbekannten Wesen zu öffnen und auch zu Julian zurückzufinden, ist die Verwandlung in der befreiten Körpersprache zu lesen. "Das Fremde in mir" ist kein perfekter Film, die erste Hälfte weist einige Längen auf, aber ein sehr berührender und überzeugt letztendlich durch Intensität, den zaghaften Wunsch zum Glück. mk.

Darsteller:  Susanne Wolff   als Rebecca
  Johann von Bülow   als Julian
  Maren Kroymann   als Lore
  Judith Engel   als Elise
  Hans Diehl   als Bernhard
  Herbert Fritsch   als Dr. Börner
  Dörte Lyssewski   als Agnes
  Klaus Pohl   als Theo
  Brigitte Zeh   als Tina
  Tilla Kratochwil   als Polizistin
  Markus Lerch   als Polizist
  Martina Troschke   als Hebamme
 
Regie:  Emily Atef  
Buch:  Esther Bernstorff  
  Emily Atef  
Musik:  Manfred Eicher  
Kamera:  Henner Besuch  
Produzent:  Nicole Gerhards  
  Hanneke van der Tas  
 

Das Fremde in mir in der Fotoshow

 

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Features

 

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