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Das geheime Leben der Worte

Einfühlsames Drama über eine Fabrikarbeiterin, die auf einer Ölplattform anheuert, um das Brandopfer eines Unfalls zu pflegen.


Das geheime Leben der Worte

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Start: 03.04.2009

Originaltitel: The Secret Life of Words

Drama

Spanien 2005
Laufzeit: 111 Min.
FSK: ab 6

Sarah Polley
Tim Robbins
Sverre Anker Ousdal

Regie: Isabel Coixet
Universum Film

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Gemeinsam wollen sie ein neues Leben wagen (Foto: Tobis) Großansicht

Gemeinsam wollen sie ein neues Leben wagen (Foto: Tobis)

Vor zwei Jahren rührte Isabel Coixet die Zuschauer mit "Mein Leben ohne mich" zu Tränen. Auch mit ihrem neuen Film über die Stärke des Schweigens und die Macht der Worte trifft die Regisseurin voll ins Herz. Wieder mit dabei: Sarah Polley, die es als Krankenschwester auf eine Bohrinsel verschlägt.

In einem Restaurant in Nordirland verfolgt sie ein Gespräch über einen Unfall auf einer Ölplattform und bietet ihre Hilfe an, den einzigen Überlebenden, Josef (Tim Robbins), zu pflegen.

Hanna pflegt den schwerverletzten Josef (Foto: Tobis) Großansicht

Hanna pflegt den schwerverletzten Josef (Foto: Tobis)

Ohne Worte

Nach einer Explosion ist er vorübergehend erblindet. Er sucht das Gespräch, doch sie bringt kaum ein Wort über die Lippen. Und dennoch entsteht zwischen den beiden eine scheue Freundschaft. Noch lässt die Angst vor zuviel Nähe keine Liebe zu, doch schließlich offenbaren sie sich ihre tiefsten Geheimnisse.

Im Zentrum des präzise beobachteten Films stehen die Gespräche zwischen Polley und Robbins, in denen das, was nicht gesagt wird, ebenso schwer wiegt wie das Gesagte. Zwei grandiose Schauspieler, eine zarte Love-Story, große Gefühle. Kino von emotionaler Wucht.

Ein einsamer rauer Fleck, irgendwo im Graublau des Atlantik. Eine Ölbohrinsel, auf der ein schwerer Unfall passiert ist. Eine mysteriöse Frau kommt hierher, wo sonst nur Männer arbeiten. Hanna (Sarah Polley) ist auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit. Sie hat als Krankenschwester angeheuert, soll einen Verletzten versorgen. Josef (Tim Robbins) hat bei der Explosion schwerste Verbrennungen erlitten. Er ist vorübergehend erblindet. Während er das Gespräch sucht, bringt sie kaum ein Wort über die Lippen. Und doch entwickelt sich eine einzigartige Intimität zwischen den beiden, eine Verbindung voller Geheimnisse, Sehnsüchte, Trauer, Schmerz und Freude. Eine Begegnung, die beider Leben verändern wird.

Quelle: Universum Film

- Making Of
- Deleted Scenes mit Audiokommentar
- Interviews
- Trailer

Quelle: Universum Film

geheime Leben der Worte

Regie:  Isabel Coixet  
Buch:  Isabel Coixet  
Kamera:  Jean-Claude Larrieu  
Produzent:  Esther Garcia  
 
Darsteller:  Sarah Polley   als Hanna
  Tim Robbins   als Josef
  Sverre Anker Ousdal   als Dimitri
  Steven Mackintosh   als Dr. Sullitzer
  Javier Cámara   als Simon
  Eddie Marsan   als Victor
  Julie Christie   als Inge
  Daniel Mays   als Martin
  Dean Lennox Kelly   als Liam
  Danny Cunningham   als Scott
  Reg Wilson   als Manager
  Emmanuel Idowu   als Abdul

Feststimmung in Venedig

Die Mostra lief ohne größere Pannen ab und gab sich trotz erhöhter Sicherheitsmaßnahmen publikumsfreundlich. Ang Lee mit "Brokeback Mountain" und George Clooney mit "Good Night, and Good Luck" wurden ihrer Favoritenrolle gerecht.

Strahlende Gewinner: Lee, Mezzogiorno, Huppert und Strathairn (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Strahlende Gewinner: Lee, Mezzogiorno, Huppert und Strathairn (Foto: Kurt Krieger)

"Ich bin so glücklich, dass der Film sich hier durchgesetzt hat" - für den zurückhaltenden Ang Lee, der den Goldenen Löwen fast verlegen entgegennahm, kommt das einem Emotionsausbruch gleich. Ihm gönnte man die Ehrung von Herzen, auch wenn die Italiener mehr für "ihren" am Comer-See residierenden Clooney (Drehbuchpreis) plädierten und ihn für den "moralischen Sieger" hielten.

David Strathairn bekam für seine Leistung als aufrechter Journalist in der McCarthy-Ära den Darstellerpreis. Nicht nachvollziehbar der Große Preis der Jury für "Mary", ein religiös verbrämtes Wirrstück. Abel Ferrara, der bei Interviews gerne ein Nickerchen hielt, erweckt nur noch Mitleid, vorbei die frühere Rebellion und Erneuerungskraft. Patrice Chéreau wäre mit seinem alle Konventionen sprengenden Ehedrama "Gabrielle" ein passenderer Kandidat gewesen.

Das Erfolgsteam von "Good Night, and Good Luck": Clooney, Heslov und Strathairn (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Das Erfolgsteam von "Good Night, and Good Luck": Clooney, Heslov und Strathairn (Foto: Kurt Krieger)

Party statt Chaos

Politische Filme richteten ihr Augenmerk zumeist auf die Vergangenheit, auf junge Post-Achtundsechziger in Philippe Garrels "Les amants réguliers" oder auf Jugendliche im St. Petersburg der Vorrevolutionszeit in "Garpastum" von Alexei A. German jr.. Nach den Chaostagen 2004 verlief das Festival in geordneten Bahnen. Auch wenn strenge Sicherheitsmaßnahmen die lockere Atmosphäre trübten, herrschte Feststimmung in der Festung.

Das Festival, das mit einem filmischen Feuerwerk begann, dümpelte dann die letzten Tage vor sich hin. "La Repubblica" titelte "Gebt Italien den Goldenen Löwen!". Die nationalen Beiträge lösten jedoch keine Begeisterung aus.

Meirelles, Weisz und Fiennes ließen sich für "Der ewige Gärtner" feiern (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Meirelles, Weisz und Fiennes ließen sich für "Der ewige Gärtner" feiern (Foto: Kurt Krieger)

Buhrufe für Italien

Ausgebuht wurde Roberto Faenzas Kitschschmonzette "I Giorni dell'abbandono", behäbig kam Pupi Avatis Nachkriegsnostalgie "La Seconda notte die nozze" daher, in das Inzestdrama "La Bestia nel cuore" packte Cristina Comencini zu viele Nebenstränge. Der Darstellerinnenpreis für Giovanna Mezzogiorno - eine Geste der Jury gegenüber dem Gastgeberland.

Festivalchef Marco Müller, der das Programm wohltuend entschlackte, kann die miserable Dramaturgie der Filmbiennale kaum ändern, will er nicht auf Glanz, Glamour und Stars verzichten.

Die gut gelaunte "Elizabethtown"-Crew: Dunst, Crowe, Sarandon und Bloom (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Die gut gelaunte "Elizabethtown"-Crew: Dunst, Crowe, Sarandon und Bloom (Foto: Kurt Krieger)

Orgasmen und Melancholie

Für späte Glanzpunkte sorgten nur noch Fernando Meirelles' "The Constant Gardener", ein Polit-Thriller nach dem John-Le-Carré-Bestseller mit einem fulminanten "englischen Diplomaten" Ralph Fiennes und Laurent Cantets "Vers le Sud". In Cantets Drama verkörpert Charlotte Rampling eine Sextouristin im Haiti der 70er-Jahre, die sich an muskulösen schwarzen Männern und Orgasmen erfreut, bis die Realität der Diktatur sie einholt.

Eine gekonnte Mischung aus Melancholie und Lebenslust gelang John Turturro. Er versammelte in seinem Musical-Melodram "Romance and Cigarettes" ein tolles Cast - von betrogener Ehefrau Susan Sarandon über Kate Winslet als rothaarige Schlampe bis zu James Gandolfini, dem der Verstand in die Hose gerutscht ist. Auffallend der Trend zu jungen Gesichtern, eine neue Schauspielgeneration steht in den Startlöchern.

Wirkte ohne seine dicke Brille aus "Alles ist erleuchtet" etwas ratlos: Elijah Wood (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Wirkte ohne seine dicke Brille aus "Alles ist erleuchtet" etwas ratlos: Elijah Wood (Foto: Kurt Krieger)

Die Weltstars von morgen

Der als Sexsymbol gehandelte Heath Ledger tauchte gar in drei Filmen auf ("Casanova", "Brokeback Mountain" und "The Brothers Grimm"), Jake Gyllenhaal in zwei ("Brokeback Mountain", "Proof"), Orlando Bloom brillierte als Karrierist in "Elizabethtown", "Frodo" Elijah Wood überraschte in "Alles ist erleuchtet" als sammelwütiger Amerikaner auf der Suche nach seinen Familienwurzeln in der Ukraine.

Ein Rätsel, warum Liev Schreibers sensibles Regiedebut "Alles ist erleuchtet" (Standing Ovations) nicht im Wettbewerb, sondern in der Reihe Orizzonti lief, wo auch Isabel Coixets "The Secret Life of Words" mit Sarah Polley und Tim Robbins das Publikum bewegte.

Entspannt: Tim Burton und Helena - "Corpse Bride" lief ja auch außer Konkurrenz (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Entspannt: Tim Burton und Helena - "Corpse Bride" lief ja auch außer Konkurrenz (Foto: Kurt Krieger)

Asia-Overkill

Stuart Gordons verstörende Tragödie über den durchschnittlichen "Edmond" nach dem Drehbuch von David Mamet wäre im Wettbewerb besser platziert gewesen, wie auch Tim Burtons und Mike Johnsons hinreißender Trickfilm "Corpse Bride".

Mag für Marco Müller das neue Hollywood in Asien liegen - es ist nicht besonders geschickt, wenn ein Festivalleiter seinen persönlichen Präferenzen frönt und andere Länder vernachlässigt. China und Japan, Hongkong und Korea stellten mehr als die Hälfte des Programms, eine Überproportionalität, die irgendwann den Zuschauer langweilte, zum Boykott trieb und in Nebenreihen wie die exzellenten "Giornate degli Autori" oder spannende Retros.

Die 62. Mostra: eine solide Mixtur von Unterhaltung und Arthouse, mit einigen Highlights und wenigen Ausschlägen nach unten. Ein Kompromiss zwischen Kunst und Kommerz eben.

Die Filmfestspiele 2005 in Venedig - ein Überblick:

 

Das geheime Leben der Worte in der Fotoshow

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Fassungen

 

Features

 

Star

Sarah Polley

Vom kanadischen Kinderstar zur Charakterdarstellerin, der Regisseurin Isabel Coixet wegen ihrer Wandlungsfähigkeit die Rolle der Hanna in "Das ...

 

Star

Tim Robbins

Mit seinem stets freundlich lächelnden, beinahe fetten Kindergesicht mit dem schmalen Kinn unter wulstigen Lippen wird er von seinen Partnern im ...