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Das geheime Leben der Worte

Einfühlsames Drama über eine Fabrikarbeiterin, die auf einer Ölplattform anheuert, um das Brandopfer eines Unfalls zu pflegen.


Das geheime Leben der Worte

Leihvideo

Erhältlich seit:
25.10.2006

Originaltitel: The Secret Life of Words

Drama

Spanien 2005
Laufzeit: 111 Min.
FSK: ab 6

Sarah Polley
Tim Robbins
Sverre Anker Ousdal

Regie: Isabel Coixet
Universum Film

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Tim Robbins und Sarah Polley brillieren in einem einfühlsamen (Liebes-)Drama.

Gemeinsam wollen sie ein neues Leben wagen (Foto: Tobis) Großansicht

Gemeinsam wollen sie ein neues Leben wagen (Foto: Tobis)

Vor zwei Jahren rührte Isabel Coixet die Zuschauer mit "Mein Leben ohne mich" zu Tränen. Auch mit ihrem neuen Film über die Stärke des Schweigens und die Macht der Worte trifft die Regisseurin voll ins Herz. Wieder mit dabei: Sarah Polley, die es als Krankenschwester auf eine Bohrinsel verschlägt.

In einem Restaurant in Nordirland verfolgt sie ein Gespräch über einen Unfall auf einer Ölplattform und bietet ihre Hilfe an, den einzigen Überlebenden, Josef (Tim Robbins), zu pflegen.

Hanna pflegt den schwerverletzten Josef (Foto: Tobis) Großansicht

Hanna pflegt den schwerverletzten Josef (Foto: Tobis)

Ohne Worte

Nach einer Explosion ist er vorübergehend erblindet. Er sucht das Gespräch, doch sie bringt kaum ein Wort über die Lippen. Und dennoch entsteht zwischen den beiden eine scheue Freundschaft. Noch lässt die Angst vor zuviel Nähe keine Liebe zu, doch schließlich offenbaren sie sich ihre tiefsten Geheimnisse.

Im Zentrum des präzise beobachteten Films stehen die Gespräche zwischen Polley und Robbins, in denen das, was nicht gesagt wird, ebenso schwer wiegt wie das Gesagte. Zwei grandiose Schauspieler, eine zarte Love-Story, große Gefühle. Kino von emotionaler Wucht.

Das geheime Leben der Worte

In Isabel Coixets emotionalem Drama treffen Sarah Polley und Tim Robbins als zwei an Leib und Seele verwundete Menschen aufeinander und versuchen, die Schatten der Vergangenheit zu vergessen.

Auch in ihrem zweiten englischsprachigen Film nach "Mein Leben ohne mich" beweist Isabel Coixet ihre Gabe zur leisen und vielschichtigen Form der Erzählung, die sich um so tiefer ins Herz bohrt. Erneut spielt die famose Sarah Polley die Hauptrolle. Diesmal zieht sie als hyper-zuverlässige Fabrikarbeiterin den Unmut der Kollegen auf sich. Um die Situation zu entspannen, schickt ihr Chef sie in den Urlaub. Aber Hanna fürchtet zu viel Zeit und damit die Beschäftigung mit persönlichen Problemen, aalt sich nicht an Sonnenstränden unter Palmen, sondern nimmt statt dessen einen ihr zufällig angebotenen Job als Krankenschwester auf einer Bohrinsel in der stürmischen See an, wo sie ein durch Verbrennungen kurzzeitig erblindetes Unfallopfer pflegen soll. Wendepunkt in ihrem Leben wie dem des Patienten.

Die Geschichte über die Stärke des Schweigens und die Macht der Worte funktioniert schon allein wegen der fantastischen Darsteller. Neben der wandlungsfähigen Sarah Polley beweist sich Tim Robbins als Meister des Subtilen. Die zurückhaltende und spröde Betrachtung der Zerbrechlichkeit von Gefühlen erfordert ein Sich-Einlassen, ein genaues Zuhören. Während Hanna sich in Arbeit flüchtet und kaum redet, sucht Josef das Gespräch und den Austausch. Mit Humor gelingt es ihm, den inneren Panzer der Unbekannten zu lockern.

Neben dem Motiv des Vergnügens am Kochen und Essen durch die Besatzung, steht das Motiv des Scherzens - eine Durchbrechung der erzählerischen Stringenz. Ganz langsam wird der Zuschauer in den Vertrauensprozess hineingezogen, in dem beide ihren Schmerz offenbaren, der sie am Leben hindert. Treibgut der Vergangenheit. Trotz Angst vor zuviel Nähe spricht Hanna endlich über das Ereignis, das sie zerstörte, zeigt ihm ihre Narben, zieht sich aber wieder zurück und verschwindet als der Malade aufs Festland geflogen wird.

Unspektakulär und vorsichtig ist die Herangehensweise an die Figuren, deren Seele Schaden zugefügt wurde und offen bleibt der Versuch für eine mögliche gemeinsame Zukunft. Denn die Zeit heilt keine Wunden, der Mensch gewöhnt sich nur an den Schmerz. mk.

Darsteller:  Sarah Polley   als Hanna
  Tim Robbins   als Josef
  Sverre Anker Ousdal   als Dimitri
  Steven Mackintosh   als Dr. Sullitzer
  Javier Cámara   als Simon
  Eddie Marsan   als Victor
  Julie Christie   als Inge
  Daniel Mays   als Martin
  Dean Lennox Kelly   als Liam
  Danny Cunningham   als Scott
  Reg Wilson   als Manager
  Emmanuel Idowu   als Abdul
 
Regie:  Isabel Coixet  
Buch:  Isabel Coixet  
Kamera:  Jean-Claude Larrieu  
Produzent:  Esther Garcia  
 

Das geheime Leben der Worte in der Fotoshow

 

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Features

 

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Sarah Polley

Vom kanadischen Kinderstar zur Charakterdarstellerin, der Regisseurin Isabel Coixet wegen ihrer Wandlungsfähigkeit die Rolle der Hanna in "Das...

 

Star

Tim Robbins

Mit seinem stets freundlich lächelnden, beinahe fetten Kindergesicht mit dem schmalen Kinn unter wulstigen Lippen wird er von seinen Partnern im...