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Das Geisterschloss

Gespenster-Gruselfilm, dem es an Subtilität mangeln mag, dessen Ausstattung und Effekte brillant sind.


Das Geisterschloss

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Erhältlich seit:
03.07.2006

Originaltitel: The Haunting

Horror

USA 1999
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 12

Liam Neeson
Catherine Zeta-Jones
Lili Taylor

Regie: Jan de Bont
Paramount Home Entertainment

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Das Geisterschloss

Dr. David Morrow lädt drei ganz unterschiedliche Personen, Nell, Theo und Luke, zu einer Studie über Schlafstörungen auf den verwunschenen Herrensitz Hill House ein. Dort ist das Trio, sieht man von der mysteriösen Haushälterin ab, die nur am Tage anwesend ist, ganz auf sich alleine gestellt. Als Nell sich mehr und mehr von dem Gebäude bedroht fühlt und zunehmend in Panik gerät, gesteht Morrow, dass er in Wahrheit ein überaus gefährliches Experiment über Furcht durchführt - denn alle Erscheinungen sind echt...

Neben "Der unheimliche Gast" (1944) und "Das Schloß des Schreckens" (1961) zählt Robert Wises "Bis das Blut gefriert" (1962) zu jenen Klassikern des Gespensterfilms, die den Horror atmosphärisch fühlbar machen, ihn aber nicht zeigen. Jan De Bont ("Speed") macht in seinem Remake mittels perfekter Tricks und großartiger Effekte den Schrecken sichtbar, was er aber auf Kosten des wahren Grusels, der sich bekanntlich im Kopf abspielt, tut. Dennoch, nicht zuletzt wegen der attraktiven Besetzung, ist dieser aufwendige Hollywood-Horror durchaus sehenswert.

Das Geisterschloss

Nachdem die Horrorteenkomödie in den letzten Zügen liegt, erlebt nun wieder der klassische Gruselfilm eine lang verdiente Renaissance. Allein der sensationelle Erfolg der Faux-Documentary "The Blair Witch Project" unterstreicht, daß das Publikum sich nach angsteinflössenden Schockern in der Tradition von "Der Exorzist" und "Poltergeist" sehnt. Jan De Bonts in den USA ab 13 Jahren freigebenes Effektespektakel "Das Geisterschloß" nach dem sensationellen psychologischen Horrorroman "The Haunting of Hill House" von Shirley Jackson aus dem Jahr 1959 bietet sich ebenfalls als eine Tour de Force des Übernatürlichen an, in dem das von Eugenio Zanetti gestaltete Titelhaus der eigentliche Star des Films ist.

Robert Wise hatte die gleiche Vorlage bereits 1963 unter dem Titel "Bis das Blut gefriert" in schicksalsschwangerem Schwarzweiß verfilmt. Auch in der modernisierten Technoversion nach einem Skript des Drehbuch-Novizen David Self werden die Protagonisten unter dem Vorwand ins Spukschloß gelockt, an einer Studie über Schlaflosigkeit teilzunehmen. Liam Neeson mimt Doktor Marrow, der tatsächlich ein Experiment der Angst inszeniert und dabei unerwartete Hilfe von den verdammten Seelen in Hill House erhält. Seine Versuchskaninchen sind Lili Taylor als Mauerblümchen, Catherine Zeta-Jones als bisexuelles Modepüppchen und Owen Wilson als sarkastischer Maulheld, der eine ansehnliche Staffage abgibt. Der Fokus richtet sich auf Taylor, die sich als stärkste Schauspielerin im Team hervortut und deren Figur von den sich langsam steigernden Schauerereignissen im mondänen Hexenhäuschen psychisch am meisten berührt wird. Schließlich kommt es zum Gebeine-regnenden Finale, bei dem angeblich Dreamworks-Impressario Steven Spielberg selbst seine Finger im Spiel gehabt haben soll. Angesichts des De-Bont-untypischen New-Age- Sentimentaltons erscheint dieses Gerücht nicht abwegig.

War das Original eine Psychotortur de Force unheilschwangerer Suggestionen, ist das Remake von De Bont eine rastlose computergenerierte Effekteextravaganz, der es bei ihrer Techniklastigkeit an Seele und substantiellem Schrecken fehlt. Die menschlichen Stars werden von den schreckeinflößend zum Leben erwachten protzigen Prunkbauten in den Schatten gestellt. Eugenio Zanetti ("Hinter dem Horizont") griff beim opulenten gotischen Design in die Vollen. Endlose Flure, Schnitzereien, Skulpturen, ein verspiegelter Karrusellraum, ausufernd ausgestattete Schlafzimer, ein gespenstisches Kinderzimmer, ein verwunschener Wintergarten... Überall finden sich ominöse Bedrohlichkeiten, die in ihrem Übermaß bald an Reiz verlieren. In allen Ecken wispert, krabbelt, weht, schlägt und pulsiert es, wobei die Soundeffekte vom siebenfachen Oscar-Gewinner Gary Ryd kreiert wurden. Fast alle Skulpturen, Reliefs und Statuen erwachen früher oder später zum Leben - auch dies geht auf das Konto eines hochkarätigen Teams, das hinter den visuellen Spezialeffekten von "Jurassic Park" steckt. Als Fazit ergibt sich viel Gepolter. Der Grusel hält sich im Overkill der Mittel jedoch in Maßen. Daß das die Kommerzialität dieses meisterhaft durchdesignten Trips on the other side nicht mindert, beweisen die starken Einspielzahlen in den USA. Mit 33,4 Mio. Dollar hatte "Das Geisterschloß" den bislang besten Start eines Dreamworks-Films überhaupt. ara.

Das Geisterschloss

In diesem übernatürlichen Gruselthriller mit Hollywoods derzeit gefragtesten Schauspielern gerät ein wissenschaftliches Experiment in einem geheimnisvollen Herrenhaus für einen Professor und seine drei menschlichen Versuchskaninchen zu einem nervenzerreißenden Alptraum.

Seit mehr als einem Jahrzehnt steht das finstere, furchteinflößende Hill House einsam und verlassen da ... zumindest scheint es so. Fasziniert von der sagenumwobenen Geschichte des Hauses lädt Dr. Marrow (Liam Neeson) seine drei Testpersonen Theo (Catherine Zeta-Jones), Nell (Lili Taylor) und Luke (Owen Wilson) zu einem scheinbar harmlosen Experiment auf das Anwesen ein. Seit ihrer Ankunft fühlt Nell sich jedoch auf sonderbare Weise von dem Haus angezogen ... und diese Anziehung scheint erschreckenderweise auf Gegenseitigkeit zu beruhen.

Bei Einbruch der Nacht gerät das Experiment außer Kontrolle, als die vier Eindringlinge die furchtbaren Geheimnisse entdecken, die sich hinter den Mauern von Hill House verbergen.

Der jüngste Thriller des Regisseurs von ‘Speed’ und ‘Twister’ besticht durch sensationelle Special Effects, als Hill
House seinem übernatürlichen Zorn freien Lauf lässt.

Quelle: Paramount

Hinter den Kulissen: Kurzfeature; 2 Original Kinotrailer; 4-seitiges Booklet mit Produktionsnotizen

Quelle: Paramount

Darsteller:  Liam Neeson   als Dr. David Marrow
  Catherine Zeta-Jones   als Theo
  Lili Taylor   als Nell
  Owen Wilson   als Luke Sanderson
  Bruce Dern   als Mr. Dudley
  Marian Seldes   als Mrs. Dudley
  Alix Koromzay   als Mary Lambetta
  Ted Field   als Todd Hackett
  Virginia Madsen   als Jane
 
Regie:  Jan de Bont  
Buch:  David Self  
Musik:  Jerry Goldsmith  
Kamera:  Karl Walter Lindenlaub  
Produzent:  Susan Arnold  
  Donna Arkoff Roth  
  Colin Wilson  
 

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