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Das geteilte Glück

TV-Drama um zwei Elternpaare aus ganz unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, die nach neun Jahren entdecken, dass ihre Söhne kurz nach der Geburt vertauscht wurden.


Das geteilte Glück

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Erhältlich seit:
06.04.2012

Originaltitel: Das geteilte Glück

Drama

Deutschland 2010
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 12

Petra Schmidt-Schaller
Udo Wachtveitl
Ulrike Grote

Regie: Thomas Freundner
Edel Germany

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Das geteilte Glück

Es ist ein alter Traum gerade von unglücklichen Kindern, sie seien bei der Geburt vertauscht worden. Kleine Mädchen wünschen sich dann gern in die Rolle einer Prinzessin. Für Eltern ist die Vorstellung der pure Horror, und genau davon handelt diese Geschichte; auch wenn sie zwischendurch wie die spielfilmlange Kindervariante des RTL2-Formats "Frauentausch" wirkt, weil die sozialen Gegensätze mitunter fröhlich klischeehaft sind.

Andererseits wird einem die Botschaft nicht um die Ohren gehauen. Vordergründig mag es um die vertauschten Kinder gehen, aber selbstredend ist Stefan Dähnerts Drehbuch auch eine Anklage gegen die fehlende Chancengleichheit in unserer Gesellschaft: weil der soziale Status der Eltern vorgibt, was dereinst aus den Kindern wird.

Daher sind die Jungs, um die es geht, auch keine Babys mehr. Dass sie unmittelbar nach ihrer Geburt in einem Freiburger Krankenhaus verwechselt worden sind, stellt sich raus, als der neunjährige Dennis dringend eine Bluttransfusion braucht. Der Vater erfährt, dass er als Spender nicht in Frage kommt, und lässt wutschnaubend seine Patchwork-Familie im Stich. Freundin Nicole will den Betrugsvorwurf nicht auf sich sitzen lassen, lässt ihr Blut ebenfalls testen und sucht die andere Mutter auf, die damals gleichzeitig ein Baby bekommen hat.

Bei den beiden Familien hat Dähnert tief in die Klischeekiste gegriffen. Dennis und seine sozialen Eltern stammen direkt aus dem Nachmittagsprogramm von RTL: Mutter Nicole trägt String-Tanga und Steißtätowierung, ihre drei Kinder sind von drei Vätern; das erste hat sie mit 14 bekommen. Der Fernseher läuft permanent, Konflikte werden grundsätzlich handgreiflich ausgetragen; die Atmosphäre ist rau, aber herzlich. Beim Schicksalsgenossen Sebastian geht es dagegen äußerst gesittet zu. Man redet hochdeutsch, aber selten Klartext, die Mutter spielt Cello, der Vater ist Anwalt, das Haus ist teuer, aber kalt. Und während sich die einen spontan bespringen, scheint bei den anderen Sex seit der Zeugung des Sohnes kein Thema mehr zu sein. Dass man diese konstruiert wirkende Konstellation akzeptiert, liegt nicht zuletzt an den vorzüglichen Schauspielern: Petra Schmidt-Schaller und Rüdiger Klink spielen das proletarische Pärchen gerade auch wegen des Dialekts ungeheuer überzeugend. Klink ist zwar kein Breisgauer, aber immerhin Kurpfälzer; die in Berlin aufgewachsene Magdeburgerin Schmidt-Schaller musste sich das Badische mühsam aneignen. Zumindest in dieser Hinsicht hatten es Udo Wachtveitl und Ulrike Grote einfacher.

Natürlich ist die authentisch wirkende Verkörperung der Figuren Voraussetzung dafür, dass man die Geschichte überhaupt glaubt. Dass sie dramaturgisch funktioniert, hat aber andere Gründe: Geschickt schlägt Dähnert mehrfach entscheidende Haken. Auf diese Weise entsteht ein Dreiakter: Nach dem ersten Drittel einigen sich die Eltern darauf, alles zu belassen, wie es ist, aber in Kontakt zu bleiben; doch der Anwalt kann nicht aus seiner Haut. Es folgt ein juristischer Streit, den das Jugendamt schlichtet; jedoch ganz anders, als die beiden Elternpaare wollen. Als schließlich Nicole in mütterlicher Selbstverleugnung einlenkt, scheint sich der Konflikt nach dem zweiten Drittel in Wohlgefallen aufzulösen; und dann nimmt die Handlung erneut eine unerwartete Wendung. tpg.

Darsteller:  Petra Schmidt-Schaller   als Nicole Wagner
  Udo Wachtveitl   als Dr. Sven Callenberg
  Ulrike Grote   als Britta Callenberg
  Rüdiger Klink   als Grille Rilling
  Andreas Warmbrunn   als Dennis Wagner
  Ludwig Skuras   als Sebastian Callenberg
  Thimo Meitner   als Antonio Wagner
  Joy Alban-Zapata   als Mimi Wagner
  Sabine Urig   als Schwester Ria
  Suzanne Landsfried   als Biggi
  Ruth Wohlschlegel   als Nicoles Mutter Gisela
  Frank Leo Schröder   als Günter
  Sandra Nedeleff   als Frau Metzler
 
Regie:  Thomas Freundner  
Buch:  Stefan Dähnert  
Musik:  Joachim J. Gerndt  
Kamera:  Benjamin Dernbecher  
Produzent:  Alicia Remirez  
  Sigi Kamml  
 

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Petra Schmidt-Schaller

Als verführerische Helene in Rainer Kaufmanns Martin-Walser-Adaption "Ein fliehendes Pferd" wurde Petra Schmidt-Schaller...

 

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Udo Wachtveitl ist seit 1991 als Hauptkommissar Franz Leitmayr ein Teil des kultigen Ermittler-Duos im Münchner "Tatort". Geboren wurde...