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Kaufvideo
Erhältlich seit:
14.10.2011
Originaltitel: Das große Comeback
Deutschland 2011
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 12
Uwe Ochsenknecht
Andrea Sawatzki
Valerie Niehaus
Regie: Tomy Wigand
Universum Film

Hansi Haller: So kann nur ein Schlagersänger heißen; und zwar einer, dessen große Zeit mindestens zwanzig Jahre zurückliegt. Haller ist "eitel, grenzdebil und nervtötend wie ein Sack Malaria"; findet jedenfalls Ute Meier-Thiel, und die muss es wissen, denn die Beschreibung würde auch auf sie zutreffen.
Dass sich die Lebenswege dieses ungleichen Duos, dessen Biografien einander bis hin zum rasanten Absturz so frappierend ähnlich sind, überkreuzen, ist der kühnste von vielen originellen Einfällen des Drehbuchautors Mark Werner: Haller soll in einem Eifelnest sein Comeback versuchen; Meier-Thiel, seit zwei Jahrzehnten Redakteurin bei einem Privatsender, will den Versuch begleiten und mit dem filmischen Dokument des mutmaßlichen Scheiterns verlorenes Renommee zurückgewinnen.
Werner ist als Autor gleich doppelt qualifiziert: Er hat rund hundert Sitcom-Folgen verfasst ("Nikola", "Mein Leben und ich"), und die sind alle für RTL entstanden; er weiß also, wie man Pointen schreibt, und kennt sich außerdem im kommerziellen Fernsehen aus. Eigentlich schade, dass "Das große Comeback" kein RTL-Film ist; allein die Dialoge der abgetakelten TV-Redakteurin wären große Selbstironie. Der Qualität der herrlich ätzenden Zynismen tut das selbstredend keinen Abbruch, und wie Andrea Sawatzki diese versoffene Fernsehfrau verkörpert, ist unbedingt sehenswert. Gleiches gilt für Uwe Ochsenknecht, der eine wunderbare Besetzung für den abgehalfterten Schlagerstar ist. Der Schauspieler hat ja bereits diverse CDs veröffentlicht, weshalb die musikalische Seite keine Herausforderung gewesen sein dürfte; eher schon die schmalzigen Texte.
Noch besser als der Entwurf der beiden Hauptfiguren ist Werners Idee, die Handlung in einem verschlafenen Eifeldorf anzusiedeln; auf diese Weise treffen die handelnden Personen ständig aufeinander. Hier, in Bad Böhlen, trifft sich regelmäßig der erste und mittlerweile auch letzte Hansi-Haller-Fanclub. Dass er nur zwei Mitglieder hat, machen die entsprechenden Damen durch ihren Enthusiasmus wett. Also quartiert sich der Sänger in der von Fanclub-Chefin Erika Plausen (Antje Lewald) geführten Plausen-Klause ein. Prompt gerät der Sänger zwischen die Fronten der Geschlechter, denn die Gatten können mit den Liedern nichts anfangen, was wiederum Meier-Thiel, die falsche Schlange, weidlich ausnutzt, um Männer und Frauen erfolgreich gegeneinander aufzuhetzen. Auf diese Weise ergeben sich immer wieder skurrile Szenen, die Regisseur Tomy Wigand, der mit Ochsenknecht vor gut zehn Jahren schon die Ruhrgebietskomödie "Fußball ist unser Leben" gedreht hat, regelmäßig mit Genuss auf die Spitze treibt. Und als schließlich noch Erikas Tochter (Valerie Niehaus) mit Liebeskummer aus Köln anreist, wandelt sich die Komödie kaum merklich zur Romanze.
Ein Genuss sind auch die Nebenfiguren, etwa Leonard Lansink und Heinrich Schafmeister als Hallers Agenten, Michael Brandner als Schlagerhasser oder Dorothea Walda als "Koma-Oma", die dem Sänger mütterlich zugetan ist, seit sein Gesang sie erweckt hat. Natürlich greift der Film Gelegenheiten wie diese immer wieder gern auf, um den vor keiner Skrupellosigkeit zurückschreckenden Abgesandten des Privatfernsehens eins auszuwischen. tpg.
Der exzentrische Schlagersänger Hansi Haller versucht, mit Hilfe einer Reality-Doku-Show wieder seine frühere Popularität zu erlangen. Uwe Ochsenknecht und Andrea Sawatzki brillieren in dieser überzogenen und ironischen deutschen Komödie.
Hansi Haller (Uwe Ochsenknecht) ist ein längst vergessener und heruntergekommender Schlagersänger, dessen größte Erfolge mit den Liedern "Oh-LA-La Larissa" und "So-So-Sonne am Meer" schon sehr weit zurück liegen. Da seine Karriere am Tiefpunkt angelangt ist, versucht er sich das Leben zu nehmen. In letzter Minute können ihn seine Agenten sowie sein langjähriger Keyboarder Erwin Borg jedoch noch davon abhalten. Ebenfalls kurz vor dem beruflichen aus steht die Senderedakteurin Ute Meier-Thiel (Andrea Sawtzki). Damit ihre Karriere wieder in Schwung kommt, überredet sie Hansi Haller zu einer Reality-Doku-Show, in der sein Comeback dokumentiert werden soll. Doch in Wahrheit plant Ute den Schlagersänger in der Show zu verführen und bloßzustellen, da sein persönliches Scheitern weit höhere Quoten verspricht. Das verschlafene Örtchen Bad Böhlen, dass als inoffizielles Hansi-Haller-Fandorf gilt soll Schauplatz für die Dokumentation werden. Die hinterhältige Redakteurin hat allerdings ihre Rechnung ohne die treuen Hansi-Haller-Fans sowie Hansis wiederaufkommender Liebe zur Musik gemacht.
Quelle: Universum Film
| Darsteller: | Uwe Ochsenknecht | als Hansi Haller | |
|---|---|---|---|
| Andrea Sawatzki | als Ute Meier-Thiel | ||
| Valerie Niehaus | als Heike Plausen | ||
| Konstantin Wecker | als Henning Silvester | ||
| Michael Brandner | als Horst Büggel | ||
| Antje Lewald | als Erika Plausen | ||
| Franziska Traub | als Irene Büggel | ||
| Heinrich Schafmeister | als Schwens | ||
| Leonard Lansink | als Dreher | ||
| Dorothea Walda | als Oma Emilie | ||
| Birte Glang | als Marion Ackermann | ||
| Tommi Piper | als Dr. Stick | ||
| Tobias Schönenberg | als Rolf Mutterle | ||
| Helmut Zerlett | als Erwin Borg | ||
| Martin Armknecht | als Ingo Lottberg | ||
| Horst D. Scheel | als Bauer Knauf | ||
| Yunus Cumartpay | |||
| Johannes Rotter | als Dr. Blohm | ||
| Philip Köstring | |||
| Ela Paul | als Renate | ||
| Regie: | Tomy Wigand | ||
| Buch: | Mark Werner | ||
| Musik: | Wolfgang Glum | ||
| Warner Poland | |||
| Kamera: | Egon Werdin | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Bildformat: 1:1,78/16:9
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