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Das Haus am Meer

Vordergründiges Familiendrama, in der Hausbau als Metapher für die Neukonstruktion einer maroden Vater/Sohn-Beziehung gilt.


Das Haus am Meer

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Erhältlich seit:
16.01.2003

Originaltitel: Life as a House

Drama

USA 2001
Laufzeit: 120 Min.
FSK: ab 6

Kevin Kline
Kristin Scott Thomas
Hayden Christensen

Regie: Irwin Winkler
Warner Home Video Germany

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Für den Lebenstraum ist es nie zu spät: Die Arbeit am Haus schweißt Kevin Klines zerbrochene Familie noch einmal zusammen.

George (Kevin Kline) erfüllt sich seinen Traum

George (Kevin Kline) erfüllt sich seinen Traum

Alle Menschen haben Träume. Aber nur wenige schaffen es, sie auch zu verwirklichen. So auch George (Kevin Kline). Er wollte immer Architekt sein, hat es aber nur zum Modellbauer gebracht. Als er erfährt, dass ihm eine unheilbare Krankheit nicht mehr viel Zeit lässt, will er sein versäumtes Leben nachholen. Er reißt sein heruntergekommenes Haus an der Küste ab und beginnt, dort sein schon lange geplantes Traumhaus zu errichten.

Sein Sohn Sam (Hayden Christensen, der neue Anakin Skywalker aus "Star Wars: Episode II") soll ihm helfen und George hofft, dass sie sich nach einer Zeit der Entfremdung wieder näher kommen. Auch Georges Ex-Frau und Sams Mutter Robin (Kristin Scott Thomas) hilft mit und fühlt sich ihrem früheren Mann bald wieder sehr nahe - obwohl sie inzwischen neu verheiratet ist. George beginnt sich zu fragen, ob ein Todgeweihter wie er für sein spätes, kurzes Glück das Leben der anderen zerstören darf.

Regisseur Irwin Winkler nutzt den Hausbau als Symbol für das Leben an sich. Sein großer, mit viel Gefühl bewegend inszenierter Hollywoodstoff ist bis in die Nebenrollen hochklassig besetzt.

Das Haus am Meer

Der Bau eines Hauses als Metapher für die Neukonstruktion einer maroden Vater-Sohn-Beziehung ist das Thema des rührseligen Familiendramas von Irwin Winkler ("Das Netz"). Die sentimentale Story basiert auf einem Konzept von Winkler und wurde von "Besser geht's nicht"-Drehbuchautor Mark Andrus geschrieben. Der interessanteste Aspekt ist sicherlich, dass die Rolle des rebellischen Sohnes von Hayden Christensen übernommen wurde, just jener Newcomer, der in zwei "Krieg der Sterne"-Episoden den Anakin Skywalker/Darth Vader mimt.

Regisseur Winkler hat einen Ruf als Topproduzent, zu dessen Credits Klassiker wie "Wie ein wilder Stier" und "GoodFellas" zählen. Als Regisseur inszenierte er zuletzt das Melo "Auf den ersten Blick". Nun versucht er sich erneut an einer tränenseligen Story, die Humanität und Hilfsbereitschaft groß schreibt, gleichzeitig aber mit skurrilen Sex-Vignetten im Stil von "American Beauty" konterkariert. Doch was hip, unkonventionell und exzentrisch wirken soll, wirkt hier allzu oft nachgeäfft und bisweilen gar prätentiös. Die namhafte Besetzung, allen voran Protagonist Kevin Kline ("Dave") und Kristin Scott Thomas ("Der Pferdeflüsterer"), sorgen mit ihren beeindruckenden Leistungen dafür, dass Ehrlichkeit und emotionale Komplexität des Stoffes gewärleistet bleiben.

Kline spielt den Immobilienmodellbauer George Monroe, der von seiner Frau Robin seit zehn Jahren geschieden und von seinem 16-jährigen Problemkind Sam weitgehend entfremdet ist. Als George seinen Job verliert, läuft er Amok und bricht zusammen. Im Krankenhaus erfährt er, dass er nur noch vier Monate zu leben hat. Mit dem Abfindungsgeld seiner Firma beschließt er, seine direkt an einer malerischen Klippe gelegene Bruchbude abzureißen und sein Traumhaus zu bauen. Um die brüchige Beziehung zu Sam zu kitten, holt er ihn für den Sommer zu sich und hofft, dass sie sich durch das gemeinsame Projekt wieder näherkommen. Doch der unangepasste Gothrocker interessiert sich mehr dafür, den seelischen Schmerz über seine verkorksten Familienverhältnisse mit Drogen und Prostitution (die erschreckend nonchalant abgehandelt wird) zu betäuben und sich und seine Eltern zu bestrafen. Durch den Kontakt mit dem unkomplizierten Nachbarmädchen Alyssa (Jena Malone auf den Spuren von Thora Birch) taut Sam langsam auf. Je mehr der Neubau an Substanz gewinnt, um so besser verstehen sich Vater und Sohn.

Zahlreiche Subplots weben einen bunt gemischten Nachbarschafts- und Familienkosmos: Exfrau Robin ist unglücklich mit einem wohlhabenden Workaholic verheiratet und entdeckt ihre Liebe zu George auf ein Neues; Alyssas allein stehende Mutter (Mary Steenburgen) bandelt mit einem Freund ihrer Tochter an; einer der schnöseligen Nachbarn versucht Georges Lebenswerk von der Baubehörde auf Eis legen zu lassen. Die Sexepisoden stechen auffallend hervor und wollen sich nicht so recht in den zwischen Problematik und Hoffnung pendelnden Erzählton einfügen. Kline spielt seine Märtyrerfigur mit einer Art humorvollen Heiligenschein, während Scott eher unscheinbar im Hintergrund bleibt. Die malerische Kameraarbeit von Vilmos Zsigmund schwelgt in unzähligen Panoramaaufnahmen des sonnenüberfluteten Pazifiks und unterstreicht in Zusammenwirkung mit dem symphonisch anschwellenden Score die Vordergründigkeit der Erlösungsstory - und ist dennoch beeindruckend schön. ara.

Darsteller:  Kevin Kline   als George
  Kristin Scott Thomas   als Robin
  Hayden Christensen   als Sam
  Jena Malone   als Alyssa
  Mary Steenburgen   als Coleen
  Mike Weinberg   als Adam
  Scott Leavenworth   als Ryan
  Ian Somerhalder   als Josh
  Jamey Sheridan   als Peter
  Scott Bakula   als Kurt Walker
  Sandra Nelson   als Krankenschwester
  Sam Robards   als David Dokos
 
Regie:  Irwin Winkler  
Buch:  Mark Andrus  
Musik:  Mark Isham  
Kamera:  Vilmos Zsigmond  
Produzent:  Irwin Winkler  
  Rob Cowan  

Kinofest 2002: Der Star ist das Publikum

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Kino so günstig wie nie: Für nur drei Euro gibt's dieses Wochenende in deutschen Filmtheatern die absoluten Movie-Highlights zu sehen: Die Filmwirtschaft möchte sich bei ihrem Publikum bedanken und bittet zum Kinofest 2002. Aktuelle Blockbuster, grandiose Klassiker und die Topfilme der nächsten Monate flimmern in vielen deutschen Kinos zum Sonderpreis über die Leinwände.

Am 26. Juni gab's ihn Berlin schon die große Eröffnungsfeier mit Armin Rohde ("666 - Traue keinem, mit dem du schläfst") und Jessica Schwarz, der Moderatorin von "Film ab" auf VIVA (Di 19 u. 23 Uhr, So. 19 Uhr).

Auf www.kinofest2002.de finden Sie aktuelle Infos zum Kinofest, unter anderem eine Liste der teilnehmenden Kinos und Rezepte für coole Cocktails wie "Kinocolada", "Terminator", "Hollywood Dream" oder "Pretty Woman".



Diese Filme und viele mehr gibt es beim Kinofest 2002 zu sehen:

 

Das Haus am Meer in der Fotoshow

 

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Features

 

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Kevin Kline

Er pendelt erfolgreich zwischen Theater und Film, wechselt ernste mit komischen Rollen ab und hat seit 1983 ("Der große Frust") fünf Mal für...

 

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Kristin Scott Thomas

Sie ist die Frau für dezente, gehobene Melodramen. Dort kann sie ihre wertvollen Gefühle verstecken und erst nach und nach zum...