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Das Herz von Jenin

Berührende Doku um einen palästinensischen Vater, der die Organe seines Sohnes an israelische Kinder spendete.


Das Herz von Jenin (OmU)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
09.10.2009

Originaltitel: The Heart of Jenin

Dokumentarfilm

Israel/Deutschland 2008
Laufzeit: 89 Min.
FSK: ab 12

Regie: Leon Geller, ...
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Vater spendet die Organe seines toten Sohnes an israelische Kinder.

Ismael besucht die Kinder, denen er geholfen hat (Foto: Arsenal) Großansicht

Ismael besucht die Kinder, denen er geholfen hat (Foto: Arsenal)

Der zwölfjährige Ahmed wird im Flüchtlingslager Jenin irrtümlicherweise von einem israelischen Soldaten in den Kopf geschossen, weil er und seine Freunde mit einem echt aussehenden Plastikgewehr spielen. Er stirbt im Krankenhaus von Haifa, und Vater Ismael Khatib stimmt einer Organspende zu.

Zwei Jahre danach besucht er die Kinder, die durch den Tod seines Sohnes weiterleben konnten: ein Drusenmädchen, das Ahmeds Herz bekommen hat, einen Beduinenjungen, der wegen der Organspende nicht mehr zur täglichen Dialyse muss, und die Tochter orthodoxer Juden, die eine Niere bekommen hat.

Viele der Kinder bekommen durch die Organe eine zweite Chance (Foto: Arsenal) Großansicht

Viele der Kinder bekommen durch die Organe eine zweite Chance (Foto: Arsenal)

Anrührend und kritisch

Die berührende, ja herzzerreißende Doku des jungen israelischen Filmemachers Lior Geller kam über den Berlinale Talent Campus zustande. Neben der in großer Eindringlichkeit geschilderten sehr persönlichen Geschichte wird auch ein Blick auf die politische und soziale Situation von Palästinensern, Israelis und in Israel lebenden Minderheiten geworfen.

Vor allem der Besuch bei den streng gläubigen Juden zeigt die tiefe Kluft zwischen den Menschen in dieser Region. "Das Herz von Jenin" geht an die Substanz, ist aber auch ein Fanal der Hoffnung in einer scheinbar hoffnungslosen Zeit.

Das Herz von Jenin (OmU)

Wahre Geschichte eines palästinensischen Vaters, der die Organe seines Sohns israelischen Kindern spendete.

Auf dem Berlinale Talent Campus 2006 stellte der junge israelische Regisseur Leon Geller ein Projekt vor, dass fast auf Unglauben stieß: Der zwölfjährige Ahmed wird im Flüchtlingslager Jenin im Westjordanland irrtümlicherweise von einem israelischen Soldaten in den Kopf geschossen, weil er und seine Freunde mit einem echt aussehenden Plastikgewehr spielen. Im Krankenhaus von Haifa können die Ärzte den Jungen nicht mehr retten. Ein Pfleger fragt den Vater nach einer Organspende, und nach Rücksprache mit seiner Frau, einem Imam und dem Chef der militanten Al-Aksa-Brigaden stimmt Ismael Khatib zu. Ein Jahr später trafen sich Geller und der Deutsche Marcus Vetter, um eine Zusammenarbeit zu vereinbaren, aus der dieser bewegende Dokumentarfilm entstand.

Das deutsch-israelische Team begleitet Ismael Khatib, der zwei Jahre nach der Organtransplantation die Kinder kennenlernen will, die durch den Tod seines Sohnes weiterleben konnten. Drei Empfängerfamilien stimmen zu - Auftakt zu einer von schmerzhaften Erinnerungen belasteten, letztendlich auch befreienden Reise quer durch ein verbarrikadiertes Israel. Die Begegnung mit einem kleinen Drusenmädchen, das dank Ahmeds Herz unbeschwert leben kann, mit einem Beduinenjungen, der wegen der Organspende nicht mehr zur täglichen Dialyse muss, und der Tochter orthodoxer Juden, der die Niere das Überleben sichert, bringen ihn seinem Sohn wieder näher.

Neben dieser in großer Eindringlichkeit geschilderten sehr persönlichen Geschichte werfen die Filmemacher auch einen Blick auf die Folgen einer von Vorurteilen beladenen gewaltvollen Auseinandersetzung, auf die politische und soziale Situation von Palästinensern, Israelis und in Israel lebenden Minderheiten. Vor allem der Besuch bei den streng gläubigen Juden zeigt die tiefe Kluft zwischen den Menschen in dieser Region, irrationale Angst vor und feindliche Abwehr gegenüber "den Arabern" sowie eine latente Unsicherheit. "Das Herz von Jenin" ist eine Art Operation am offenen Herzen des Konflikts; die sensible Balance zwischen herzzerreißender Traurigkeit und brennender Verzweiflung geht an die Substanz, ist aber auch ein Fanal der Hoffnung in einer scheinbar hoffnungslosen Zeit. mk.

 
Regie:  Leon Geller  
  Marcus Vetter  
Buch:  Leon Geller  
  Marcus Vetter  
Musik:  Erez Koskas  
Kamera:  Nadav Hekselmann  
Produzent:  Ulli Pfau  
  Dr. Ernst Ludwig Ganzert  
 

Das Herz von Jenin (OmU) in der Fotoshow

 

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