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Kaufvideo
Erhältlich seit:
10.04.2006
Originaltitel: L' empire des loups
Frankreich 2005
Laufzeit: 123 Min.
FSK: ab 16
Jean Reno
Arly Jover
Jocelyn Quivrin
Regie: Chris Nahon
Universum Film

Loyal gegenüber dem Erfolgsrezept von "Die purpurnen Flüsse" ist auch die neueste Verfilmung eines Romans des Franzosen Jean-Christophe Grangé konzipiert. Zwei Cops, unterschiedlich in Generation und Charakter, ermitteln in brutalen Mordfällen, die auf Aktivitäten eines Geheimbundes verweisen. Ob sich die Parallelen neben der düsteren Atmosphäre und Hauptdarsteller Jean Reno auch im Einspielergebnis fortsetzen, korreliert direkt mit der Toleranz des Zuschauers, stilistische Kompetenz und Spaß am Genre über die Reaktion auf ein Drehbuchlabyrinth zu stellen, aus dem man wohl nur mit dem Instinkt von Wölfen einen Ausgang findet.
Selbst im Produktionsland Frankreich blieb dieser aufwändige Euro-Thriller, der beim Fantasy Filmfest deutsche Premiere feiern wird, hinter den Erwartungen zurück. Dabei bietet das hier beleuchtete Geheimbundmilieu ungleich mehr Brisanz als die alpinen Genverbrecher und Jesus-Fanatiker aus Grangés Vorgängerfilmen. Die "Grauen Wölfe", die auch in Deutschland operierende rechtsradikale türkische Terrororganisation, bleiben jedoch im Drehbuch nur skizzenhaft, sind eine ernst zu nehmende, weil authentische Bedrohung, über deren Organisationsstruktur und Ziele man im Buchhandel zwangsläufig mehr erfährt als hier. Lange Zeit konsequent begleitet das Skript zwei dominante Handlungsstränge, die im Verlauf des Plots zusammengeführt werden. Der eine verfolgt die Ermittlungen des jungen Cops Nerteaux (Newcomer Jocelyn Quivrin) und des zwangspensionierten korrupten Ex-Bullen Schiffer (Reno), die drei extrem brutale Morde im Pariser Türkenviertel aufzuklären versuchen. Der andere Strang beobachtet die traumatische Identitätssuche der wohlhabenden Beamtenfrau Anna (Arly Jover), die durch mentale Irritationen, durch unerklärliche Gedächtnisverluste erkennt, das sie früher ein anderes Leben mit einer anderen Identität geführt hat.
Regisseur Chris Nahon ("Kiss of the Dragon") gelingen einige gute Suspensemomente, bis Anna als ehemaliger Drogenkurier der Wölfe enttarnt wird, die nun auf deren Abschussliste steht. Warum der Superkiller der Organisation sein Ziel mehrfach verfehlt (worauf die drei Frauenmorde verweisen), ist trotz der vom Skript angeführten Gesichtskosmetik Annas angesichts heutiger DNA-Testverfahren rätselhaft. Viel verwirrender aber ist Jean Renos Rolle, der anfangs den brutalen alten Wolf gibt, dann aber in seinen Loyalitäten und Zielen changiert wie ein Chamäleon. Insgesamt überzeugt der Cop-Strang mit seinen nebulösen Verstrickungen mit der Sicherheitspolitik weniger als die Entwicklungsreise der Protagonistin, die mit Hilfe einer Therapeutin ihre Vergangenheit entschlüsselt und schließlich Rache nimmt. Das Finale, aufgenommen an spektakulären Originalschauplätzen in Anatolien, führt alle Beteiligten wieder zusammen, ohne dass sie es ahnten und wir es verstünden. Zu diesem Zeitpunkt hat das "Imperium" das Zuschauerhirn schon so durch den Wolf gedreht, dass der Spaß an diesem visuell durchaus ansprechenden, nicht übertrieben grausamen Thriller wohl nur dann durchgehend gewährleistet bleibt, wenn man selbiges nicht zu sehr anstrengt. kob.
Jean Reno überzeugt einmal mehr in der Rolle eines undurchsichtigen, knallharten Bullen, der auf den Spuren der türkischen Mafia ist!
Anna Heymes (Arly Jover), die Frau eines hohen Beamten des französischen Innenministeriums, hat panische Angst. Aus unerklärlichen Gründen hat sie verstörende Wahnvorstellungen und erkennt plötzlich ihren eigenen Mann nicht mehr. Die Diagnose der Spezialisten ist eindeutig: Anna leidet unter akutem Gedächtnisverlust. Angeblich. Denn als sie gegen den Willen ihres Mannes herauszufinden versucht, wer sie wirklich ist, gelangt sie zu einer furchtbaren Erkenntnis...
Zur gleichen Zeit, fernab von Annas Welt der Pariser Oberschicht, spielt sich im Sentier, dem überwiegend von Türken bewohnten Viertel, ein anderes Drama ab: Drei rothaarige Frauen wurden auf bestialische Weise getötet. Die Tat eines wahnsinnigen Ritualmörders? Der junge Kommissar Paul Nerteaux bittet den skrupellosen Ex-Bullen Schiffer (Jean Reno), der sich bestens mit den kriminellen Strukturen im Viertel auskennt, um Hilfe. Bei ihren gemeinsamen Ermittlungen wird den ungleichen Kollegen bald klar, dass der Killer im Auftrag einer mysteriösen Organisation handelt, die sich die "Grauen Wölfe" nennt. Und die haben es auf eine ganz bestimme Frau abgesehen: Anna...
Quelle: Universum Film
| Darsteller: | Jean Reno | als Jean-Louis Schiffer | |
|---|---|---|---|
| Arly Jover | als Anna Heymes | ||
| Jocelyn Quivrin | als Paul Nerteaux | ||
| Laura Morante | als Mathilde Urano | ||
| Philippe Bas | als Laurent | ||
| David Kammenos | als Azer Zeki | ||
| Didier Sauvegrain | als Prof. Dr. Ackerman | ||
| Patrick Floersheim | als Charlier | ||
| Etienne Chicot | als Amien | ||
| Vernon Dobtcheff | als Kudseyl | ||
| Jean-Pierre Martins | als Professor Ravi | ||
| Jean-Marc Huber | als Gurdilek | ||
| Vincent Grass | als Malek Djessur | ||
| Gérard Touratier | als Gruss | ||
| Regie: | Chris Nahon | ||
| Buch: | Chris Nahon | ||
| Christian Clavier | |||
| Franck Ollivier | |||
| Kamera: | Michel Abramowicz | ||
| Produzent: | Patrice Ledoux | ||
Das Imperium der Wölfe (Einzel-DVD) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts, Deutsch DD 5.1, Französisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
Untertitel: Französisch, Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Audiokommentar
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