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Das Konzert

Gefühlvolle Tragikomödie mit einem skurrilen Schauspiel-Ensemble über ein falsches Bolschoi-Orchester in Paris und die ewige Macht der Musik.


Das Konzert

Leihvideo

Erhältlich seit:
23.12.2010

Originaltitel: Le concert

Drama/ Komödie

Frankreich/Belgien/Italien/Rumänien 2009
Laufzeit: 122 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Alexei Guskow
Dmitri Nasarow
Mélanie Laurent

Regie: Radu Mihaileanu
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Das Konzert

Der Dirigent des Bolschoi-Orchesters verliert seinen Job, weil er seine jüdischen Mitarbeiter nicht entlassen will. Nun arbeitet er als Putzmann an seiner einstigen Wirkungsstätte. Dort lässt er ein Fax mit der Einladung des Orchesters nach Paris aus dem Büro des Direktors verschwinden und hat die verrückte Idee, mit seinem Orchester in alter Besetzung unter falschem Namen im Théâtre du Châtelet zu spielen. Bereits die Fahrt nach Paris wird zu einem Desaster, doch das Konzert allem Unbill zum Trotz ein Erfolg.

Gefühlvolle Tragikomödie von Radu Mihaileanu ("Zug des Lebens"). Genüsslich zelebriert er den Zusammenprall der modernen kapitalistischen russischen Gesellschaft mit der Nostalgie eines rückwärtsgewandten Kommunismus, den Nouveaux Riches mit den darbenden Intellektuellen. In der ersten Stunde folgt zunächst in wüster Kusturica-Manier ein derbes Klischee dem anderen, in der zweiten Hälfte bekommt der virtuos inszenierte Film die Kurve zu einem Fest der Gefühle und einer Hymne an die Menschlichkeit und Liebe zur Musik.

Das Konzert

Gefühlvolle Tragikomödie mit einem skurrilen Schauspiel-Ensemble über ein falsches Bolschoi-Orchester in Paris und die ewige Macht der Musik.

Humor und Tragik, das eine geht nicht ohne das andere für Radu Mihaileanu, der diese Kombination schon bestens einsetzte in "Zug des Lebens", wo sich Bewohner eines jüdischen Dorfes in Osteuropa als Nazis verkleiden und einen Deportationszug organisieren, um ganz clever über die Sowjetunion nach Palästina zu gelangen, und in der Dramödie "Geh und lebe" (Panorama-Publikumspreis) über die Adoption eines jüdisch-äthiopischen Jungen nach Israel. In die Vollen geht der geborene Rumäne in seinem neuen zutiefst schwarzhumorigen Werk.

Der frühere Dirigent des berühmten Bolschoi-Orchesters fiel unter Breschnev in Ungnade, weil er seine jüdischen Mitarbeiter nicht entlassen wollte und arbeitet heute in Moskau als Putzkraft an seiner einstigen Wirkungsstätte. Spontan lässt er eines Abends ein Fax mit der Einladung des Bolschoi-Orchesters nach Paris aus dem Büro des Direktors verschwinden und hat die verrückte Idee, mit seinem Orchester in alter Besetzung unter falschem Namen im Théâtre du Châtelet zu spielen, einzige Bedingung ist der Solo-Auftritt einer jungen französischen Star-Geigerin. Die einstigen Kollegen, inzwischen Straßenmusiker oder Handyverkäufer, machen begeistert mit und nach einigen Komplikationen landet die betrunkene Truppe in der französischen Metropole. Kein guter Auftakt für das Konzert.

Genüsslich zelebriert Mihaileanu den Zusammenprall der modernen kapitalistischen russischen Gesellschaft mit der Nostalgie eines rückwärtsgewandten Kommunismus, den Nouveaux Riches mit den darbenden Intellektuellen, die Lust nach Rache eines gedemütigten Künstlers. Dem Schmerz über eine zerstörte Karriere und dem Leid der Unterdrückung stellt er Selbstironie und burleske Komik entgegen. Letztere dominiert in der ersten Stunde, da folgt in wüstester Kusturica-Manier ein derbes Klischee dem anderen, das Bild des undisziplinierten, geldgierigen und trunksüchtigen Russen der auf zivilisierte, eingebildete und Regel respektierende Franzosen trifft, ist ziemlich grob gestrickt, doch dann kriegt der in der zweiten Hälfte virtuos inszenierte Film die Kurve zu einem Fest der Gefühle und einer Hymne an die Menschlichkeit und Liebe zur Musik. Wenn die Kakophonie in eine Harmonie zwischen Solistin und Orchester mündet, wird Tschaikowskys einziges Violinkonzert gemischt mit Rückblenden auf die Vergangenheit zu einem superben cineastischen Erlebnis mit Lizenz zum Tränenvergießen. mk.

Darsteller:  Alexei Guskow   als Andreï Filipov
  Dmitri Nasarow   als Sacha Grossman
  Mélanie Laurent   als Anne-Marie Jacquet
  François Berléand   als Olivier Morne Duplessis
  Miou-Miou   als Guylène de La Rivière
  Waleri Barinow   als Ivan Gavrilov
  Anna Kamenkova Pavlova   als Irina Filipovna
  Lionel Abelanski   als Jean-Paul Carrère
  Alexander Komissarov   als Victor Vikitch
  Ramzy Bedia   als Besitzer des "Trou Normand"
 
Regie:  Radu Mihaileanu  
Buch:  Radu Mihaileanu  
  Matthew Robbins  
  Alain-Michel Blanc  
Musik:  Armand Amar  
Kamera:  Laurent Dailland  
Produzent:  Alain Attal  
 

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Mit rekordverdächtigen 170 Filmen seit 1977 gehört Francois Berléand zu den allgegenwärtigen Schauspielern des französischen Kinos,...