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Das Leben nach dem Tod in Denver

Die gelungene Mischung aus guten Actionszenen, stimmigen Dialogen und einer schönen Romanze heben Gary Fleders Regiedebüt weit über den Rahmen durchschnittlicher Thrillerware hinaus.


Das Leben nach dem Tod in Denver

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Erhältlich seit:
25.08.2006

Originaltitel: Things to Do in Denver When You're Dead

Thriller/ Komödie

USA 1995
Laufzeit: 111 Min.
FSK: ab 16

Andy Garcia
Christopher Lloyd
William Forsythe

Regie: Gary Fleder
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Das Leben nach dem Tod in Denver

Vom Gangsterleben hat Jimmy "The Saint" Tosnia genug. Mit einem ausgefallenen Videoservice versucht er nun seinen Lebensunterhalt auf legale Art zu verdienen. Doch da zwingt sein krimineller Ex-Chef ihm einen letzten Auftrag auf. Zusammen mit einer Handvoll ehemaliger Kumpanen schreitet Jimmy zur Tat, aber die sorgfältig geplante Aktion geht völlig schief. Das verstimmt den Mafia-Boss derart, daß er einen Profi-Killer auf die Versager-Bande ansetzt.

Der junge Amerikaner Gary Fleder setzte sein furioses Regiedebüt in bester "Pulp Fiction"-Manier in Szene und serviert einen atemberaubenden Genre-Mix aus schwarzer Komödie, Thriller und romantischem Liebesfilm, bei dem vor allem die exzellenten Leistungen der Darsteller bestechen. Der zurückhaltend agierende Andy Garcia ("Der Pate III") ist die verkörperte Eleganz, und Christopher Walken ("True Romance") agiert souverän wie gewohnt als Bösewicht. Ein Pflichtfilm für die Freunde des makaber-skurrilen Humors.

Das Leben nach dem Tod in Denver

Daß Quentin Tarantinos Erfolg nicht ohne Folgen bleiben würde, war zu erwarten. Sein "Pulp Fiction" hat den Gangster-Comic-Film salonfähig gemacht. In dieser Genre-Ecke bewegt sich auch Gary Fleders bemerkenswerter Regie-Erstling. Mit einigen gravierenden Unterschieden allerdings. Zwar tragen die Mitglieder seiner Denver-Gang durchaus comichaft-stilisierte Züge, doch bleibt Fleder in seiner Figurenzeichnung sehr viel "realistischer", karikiert nicht durch Überzeichnung wie Tarantino, läßt seinen subtilen Humor dem Zuschauer nicht wie einen Preßlufthammer in die Magengrube fahren. Vor allem aber steht im Mittelpunkt der Handlung "Jimmy the Saint" (Andy Garcia) als wahrlich edler Gauner. Er macht seinem Namen alle Ehre, ist kultiviert, gebildet und stets bestrebt, Gutes zu tun. Eigentlich hat er das Gangsterleben hinter sich gelassen, versucht sich mit einem "Afterlife Advice"-Videoservice als seriöser Geschäftsmann und verliebt sich in Dagney (Gabrielle Anwar), die Frau seines Lebens. Doch leider hat ihn sein böser früherer Boß (grandios fies: Christopher Walken) am Wickel und zwingt ihn zu einem letzten Auftrag. Jimmy mobilisiert seine alten Freunde, vier mehr oder minder psychotische Ex-Gangies, die auf unterschiedlich skurrile Arten ihr Leben fristen. Doch das alte Team funktioniert nicht mehr, einzig Jimmy fungiert als Verbindungsglied zwischen den auseinanderdriftenden früheren Bundesgenossen. Also vermasseln sie den Auftrag und werden vom Big Boss zum Abschuß freigegeben. 48 Stunden bleiben Jimmy the Saint, sich und seine Jungs in Sicherheit zu bringen. Er versucht alles, um seine Freunde zu retten und seine Liebe nicht zu verlieren. Ein Wettlauf mit der Zeit, den er nicht gewinnen kann, denn gnadenlos nimmt der Hitman des Bosses seine Arbeit auf. Doch Jimmy verschafft sich einen ganz eigenen Abgang und hinterläßt ein ungewöhnliches Testament. Eine besonders gelungene Mischung aus guten Actionszenen, stimmigen Dialogen und einer unglaublich schönen Romanze heben "Things to Do in Denver..." weit über den Rahmen der üblichen Thriller-Ware hinaus. Seine Wirkung verdankt der Film in allererster Linie einem exzellenten Andy Garcia, auf dessen verhalten-intensive Darstellung von wahren Gefühlen in einer schlechten Welt man sich nur allzu gerne einläßt. Auch Gabrielle Anwar überzeugt an seiner Seite in einer eher kleinen Rolle, ebenso die durchweg hervorragende Gang-Crew. Erfrischende Bilder liefert der "unverbrauchte" Drehort Denver, und in den kurzen Ausblicken ins Leben der vier Gauner steckt viel Witz und Liebe zum Detail. Dabei scheint Gary Fleder zwar bisweilen zu sehr bemüht, alles "richtig" zu machen. Doch das ist ein Fehler, den man einem Erstling nur zu gern verzeiht. boe.

Das Leben nach dem Tod in Denver

Eigentlich will Jimmy "The Saint" mit seinem Leben als Gangster abschließen. Frisch
verliebt will er sich ganz auf seine neue Geschäftsidee konzentrieren. Doch sein alter Boss,
"Der Mann mit dem Plan", lässt ihn nicht ohne weiteres ziehen und verlangt von ihm und
seinen Kumpels, einen letzten Auftrag zu erledigen. Doch ausgerechnet der geht total in die
Hose und jetzt müssen alle um ihr Leben fürchten. Jimmy rennt die Zeit davon, um sich und
seine Jungs in Sicherheit zu bringen...
Witzig-skurriles Gangsterdrama im Stil von "Pulp Fiction", das eine hochrangige
Schauspielerriege vor der Kamera vereint, unter anderem Gabrielle Anwar, Al Pacinos
verführerische Tango-Partnerin in "Der Duft der Frauen"!

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Andy Garcia  
  Christopher Lloyd  
  William Forsythe  
  Bill Nunn  
  Steve Buscemi  
  Gabrielle Anwar  
  Christopher Walken  
  Treat Williams  
  Jack Warden  
  Fairuza Balk  
  Michael Nicolosi  
  Bill Cobbs  
  Marshall Bell  
 
Regie:  Gary Fleder  
Buch:  Scott Rosenberg  
Musik:  Michael Convertino  
Kamera:  Elliot Davis  
Produzent:  Cary Woods  
 

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