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Das Mädchen auf dem Meeresgrund

TV-Biopic nach der Autobiografie "Ein Mädchen auf dem Meeresgrund" mit Yvonne Catterfeld als Tauchpionierin Lotte Hass: ein Film wie ein Märchen mit Meerjungfrau.


Das Mädchen auf dem Meeresgrund

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Erhältlich seit:
09.12.2011

Originaltitel: Das Mädchen auf dem Meeresgrund - Die Geschichte der Tauchpioniere Hans und Lotte Hass

Abenteuer/ Biographie

Deutschland/Österreich 2011
Laufzeit: 98 Min.
FSK: ab 12 beantragt

Yvonne Catterfeld
Benjamin Sadler
Harald Krassnitzer

Regie: Ben Verbong
Ascot Elite Home Entertainment

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Das Mädchen auf dem Meeresgrund

Wien 1950: Die hübsche Studentin Lotte Baierl will Fotoreporterin werden. Ihr Idol ist Tauch-Pionier und Unterwasserfilmer Hans Hass. Durch einen glücklichen Zufall bekommt Lotte die Möglichkeit, für ihn als Sekretärin zu arbeiten. Doch Hass weigert sich kategorisch, eine Frau mit an Bord zu nehmen. Das Blatt wendet sich, als Hass einen Kinofilm über den weißen Hai plant. Die Anwesenheit einer schönen Frau würde sich nach Meinung des Produzenten und Geldgebers sicher verkaufsfördernd auswirken. Lotte darf schließlich mit ans Rote Meer. Die Expedition ist von Konflikten und Rückschlägen geprägt und steht kurz vor dem Scheitern. Doch der Film wird fertig und feiert mit faszinierenden Unterwasser-Aufnahmen weltweit große Erfolge.

Die Abenteuer der Unterwasser-Pioniere Lotte und Hans Hass führten dem Kinopublikum kurz nach dem Zweiten Weltkrieg die Schönheit der Erde vor Augen. Ihr bis heute andauernder Einsatz für den Schutz der Meere und des "Blauen Planeten" machte das Paar zur Legende. Dem von Ben Verbong inszenierten Film, für den Grimme-Preisträger Christoph Silber das Drehbuch verfasste, gelingt es trotz eifriger Mitarbeit der heute betagten Eheleute Hass nur ansatzweise, deren aufregende Abenteuer und romantische Liebesgeschichte wiederzugeben. Doch schöne Unterwasser-Bilder und ein nett anzusehendes Hauptdarsteller-Paar, Yvonne Catterfeld und Benjamin Sadler, trösten darüber hinweg.

Das Mädchen auf dem Meeresgrund

Man muss sich immer wieder in Erinnerung rufen, zu welcher Zeit dieser Film spielt, um die ganze Tragweite der Ereignisse zu begreifen. Wenige Jahre zuvor hatten die Frauen die Trümmer der Welt ihrer Männer beseitigt, aber 1950 gehörten sie selbstredend wieder an den Herd.

Um so leuchtender war gerade für heranwachsende Mädchen das Vorbild einer jungen Österreicherin, die dank ihrer Beharrlichkeit eine männliche Domäne eroberte: Lotte Hass hat in den Fünfzigerjahren als Pionierin des Tauchsports eine Emanzipiertheit vorgelebt, die vielen Frauen Mut machte. Auf der Basis ihrer 1970 erschienen Biografie erzählt Autor Christoph Silber die Geschichte der Wienerin, die mit 22 Jahren erst das Rote Meer und dann das Herz des Meeresforschers Hans Hass eroberte.

Regisseur Ben Verbong ("Das Sams") hat sich im deutschen Kino als Spezialist für märchenhafte Stoffe erwiesen, und so inszeniert er auch den Aufstieg einer jungen Frau aus einfachen Verhältnissen zum umjubelten Star als Aschenputtel-Geschichte. Abgesehen von wenigen Eifersuchtsszenen ist "Das Mädchen auf dem Meersgrund" ein Film zum Wohlfühlen, zumal man sich gar nicht satt sehen kann an all den schönen Bildern, die mit ihren knalligen Farben (Kamera: Christian Datum und Kai Fink) jedem Urlaubsprospekt zur Ehre gereichten: das sattblaue Meer, der tiefblaue Himmel, der leuchtend rote Badeanzug von Lotte Hass, die safrangelben Farben der Häuser im Sudan; und natürlich das schöne Gesicht Yvonne Catterfelds.

Die Geschichte ist sowieso ein Selbstläufer: 1950 bewirbt sich Lotte als Sekretärin beim schon damals prominenten Hans Hass. Sie kann zwar nicht tippen, bekommt den Job aber trotzdem, weil sie vor allem das Herz von Xenophon, der rechten Hand des Forschers, im Sturm erobert. Auf die Expedition ins Rote Meer, wo Hans Hass als erster Taucher überhaupt Filmaufnahmen vom weißen Hai machen will, soll Lotte als Frau natürlich trotzdem nicht mit. Bis ein Filmproduzent genau dies zur Bedingung macht, weil er natürlich weiß, dass die Schöne und das Biest die Menschen scharenweise in die Kinos locken werden.

Harald Krassnitzer hat schon oft genug bewiesen, dass er auch anders kann, aber als gute Seele des Betriebs lässt er seinen ganzen Teddybär-Charme spielen. Lottes Verlobter verwechselt Xenophons Zuneigung zu der jungen Frau mit Liebe und sorgt daher später während der Expedition ins Rote Meer für einen kleinen Eklat. Dabei hat sich seine Freundin längst in den Tauchpionier verliebt, den Benjamin Sadler mit einer reizvollen Mischung versieht: Einerseits ist Hans als Wissenschaftler wie besessen davon, endlich einen weißen Hai zu filmen; andererseits weist er im Umgang mit seinen Mitmenschen bedenkliche Defizite auf. Die Schönheit seiner neuen Mitarbeiterin nimmt er kaum wahr; er hält sie in erster Linie für respektlos, altklug und renitent. Um so sympathischer wirkt er später, wenn er versucht, seine aufkeimenden Gefühle zu verbergen.

Bei aller Kurzweiligkeit der Szenen, in denen sich die Mannschaft (ergänzt um Andreas Schmidt mit lustigem Wiener Akzent) zusammenraufen muss: Im Vergleich zu den Aufnahmen unter Wasser sind sie bloß ein Vorgeplänkel. Grandios ist schon allein das Ballett, das die Fische zu den Klängen von "An der schönen blauen Donau" vorführen; und die Szenen mit dem Hai sorgen naturgemäß für große Spannung. tpg.

Das Mädchen auf dem Meeresgrund

Wien 1950. Lotte Baierl ist eine hübsche, junge
Studentin (Yvonne Catterfeld), deren größter Wunsch
es ist, Fotoreporterin zu werden und die Welt zu
bereisen - wie ihr Idol Hans Hass, der Pionier der
Unterwasserwelt. Als Lottes Freund Gerry ihr den Job
als Sekretärin für Hans Hass empfiehlt, sieht sie ihre
Chance - und nutzt sie. Schnell werden ihre Hoffnungen
jedoch enttäuscht. Hass erscheint ihr als ein
pedantischer, knauseriger Mensch, dessen Grundsatz
es ist, niemals eine Frau mit an Bord einer Expedition
zu nehmen.
Doch Lotte gibt ihren Traum nicht auf: Sie lernt Tauchen
und schießt faszinierende Fotos von der
Unterwasserwelt der Wiener Donau. Hass ist
beeindruckt von Lottes Bildern und verliebt sich in sie.
Gesteht ihr jedoch nicht seine Gefühle, sondern weigert
sich gerade deshalb, Lotte mit auf die gefährliche
Expedition zu nehmen. Lotte ist am Boden zerstört.
Aber dann hilft das Schicksal nach. Ein Filmproduzent
findet die Idee von Hass grandios, den weißen Hai als
Erster unter Wasser zu filmen. Doch was, wenn er ihn
nie vor die Kamera bekommt? Ein Kinofilm braucht die
ultimative Garantie für klingelnde Kassen: Eine schöne
Frau! So eine wie Lotte ...

Quelle: Ascot Elite

Darsteller:  Yvonne Catterfeld   als Lotte Baierl
  Benjamin Sadler   als Hans Hass
  Harald Krassnitzer   als Xenophon
  Manuel Witting   als Luki
  Andreas Schmidt   als Toni
  Raimund Wallisch   als Bertl
  Rafik Boubker   als Kapitän Khalid
  Manfred Schmid   als Filmproduzent Jacobi
  Julia Cencig   als Hannah
  Werner Prinz   als Lottes Vater
  Kitty Speiser   als Lottes Mutter
  Hans Hass   als Hans Hass
  Lotte Hass   als Lotte Hass
  Florentin Groll   als Charles Whitmore
  Ernst A. Grandits   als Moderator
  Fritz von Friedl   als Richter
 
Regie:  Ben Verbong  
Buch:  Christoph Silber  
Musik:  Jessica de Rooij  
Kamera:  Mathias Neumann  
Produzent:  Christian Popp  
  Sigi Kamml  
  Dieter Pochlatko  
 

Fassungen

 

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