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Erhältlich seit:
09.12.2011
Originaltitel: Das Mädchen auf dem Meeresgrund - Die Geschichte der Tauchpioniere Hans und Lotte Hass
Abenteuer/ Biographie
Deutschland/Österreich 2011
Laufzeit: 98 Min.
FSK: ab 12 beantragt
Yvonne Catterfeld
Benjamin Sadler
Harald Krassnitzer
Regie: Ben Verbong
Ascot Elite Home Entertainment

Man muss sich immer wieder in Erinnerung rufen, zu welcher Zeit dieser Film spielt, um die ganze Tragweite der Ereignisse zu begreifen. Wenige Jahre zuvor hatten die Frauen die Trümmer der Welt ihrer Männer beseitigt, aber 1950 gehörten sie selbstredend wieder an den Herd.
Um so leuchtender war gerade für heranwachsende Mädchen das Vorbild einer jungen Österreicherin, die dank ihrer Beharrlichkeit eine männliche Domäne eroberte: Lotte Hass hat in den Fünfzigerjahren als Pionierin des Tauchsports eine Emanzipiertheit vorgelebt, die vielen Frauen Mut machte. Auf der Basis ihrer 1970 erschienen Biografie erzählt Autor Christoph Silber die Geschichte der Wienerin, die mit 22 Jahren erst das Rote Meer und dann das Herz des Meeresforschers Hans Hass eroberte.
Regisseur Ben Verbong ("Das Sams") hat sich im deutschen Kino als Spezialist für märchenhafte Stoffe erwiesen, und so inszeniert er auch den Aufstieg einer jungen Frau aus einfachen Verhältnissen zum umjubelten Star als Aschenputtel-Geschichte. Abgesehen von wenigen Eifersuchtsszenen ist "Das Mädchen auf dem Meersgrund" ein Film zum Wohlfühlen, zumal man sich gar nicht satt sehen kann an all den schönen Bildern, die mit ihren knalligen Farben (Kamera: Christian Datum und Kai Fink) jedem Urlaubsprospekt zur Ehre gereichten: das sattblaue Meer, der tiefblaue Himmel, der leuchtend rote Badeanzug von Lotte Hass, die safrangelben Farben der Häuser im Sudan; und natürlich das schöne Gesicht Yvonne Catterfelds.
Die Geschichte ist sowieso ein Selbstläufer: 1950 bewirbt sich Lotte als Sekretärin beim schon damals prominenten Hans Hass. Sie kann zwar nicht tippen, bekommt den Job aber trotzdem, weil sie vor allem das Herz von Xenophon, der rechten Hand des Forschers, im Sturm erobert. Auf die Expedition ins Rote Meer, wo Hans Hass als erster Taucher überhaupt Filmaufnahmen vom weißen Hai machen will, soll Lotte als Frau natürlich trotzdem nicht mit. Bis ein Filmproduzent genau dies zur Bedingung macht, weil er natürlich weiß, dass die Schöne und das Biest die Menschen scharenweise in die Kinos locken werden.
Harald Krassnitzer hat schon oft genug bewiesen, dass er auch anders kann, aber als gute Seele des Betriebs lässt er seinen ganzen Teddybär-Charme spielen. Lottes Verlobter verwechselt Xenophons Zuneigung zu der jungen Frau mit Liebe und sorgt daher später während der Expedition ins Rote Meer für einen kleinen Eklat. Dabei hat sich seine Freundin längst in den Tauchpionier verliebt, den Benjamin Sadler mit einer reizvollen Mischung versieht: Einerseits ist Hans als Wissenschaftler wie besessen davon, endlich einen weißen Hai zu filmen; andererseits weist er im Umgang mit seinen Mitmenschen bedenkliche Defizite auf. Die Schönheit seiner neuen Mitarbeiterin nimmt er kaum wahr; er hält sie in erster Linie für respektlos, altklug und renitent. Um so sympathischer wirkt er später, wenn er versucht, seine aufkeimenden Gefühle zu verbergen.
Bei aller Kurzweiligkeit der Szenen, in denen sich die Mannschaft (ergänzt um Andreas Schmidt mit lustigem Wiener Akzent) zusammenraufen muss: Im Vergleich zu den Aufnahmen unter Wasser sind sie bloß ein Vorgeplänkel. Grandios ist schon allein das Ballett, das die Fische zu den Klängen von "An der schönen blauen Donau" vorführen; und die Szenen mit dem Hai sorgen naturgemäß für große Spannung. tpg.
Wien 1950. Lotte Baierl ist eine hübsche, junge
Studentin (Yvonne Catterfeld), deren größter Wunsch
es ist, Fotoreporterin zu werden und die Welt zu
bereisen - wie ihr Idol Hans Hass, der Pionier der
Unterwasserwelt. Als Lottes Freund Gerry ihr den Job
als Sekretärin für Hans Hass empfiehlt, sieht sie ihre
Chance - und nutzt sie. Schnell werden ihre Hoffnungen
jedoch enttäuscht. Hass erscheint ihr als ein
pedantischer, knauseriger Mensch, dessen Grundsatz
es ist, niemals eine Frau mit an Bord einer Expedition
zu nehmen.
Doch Lotte gibt ihren Traum nicht auf: Sie lernt Tauchen
und schießt faszinierende Fotos von der
Unterwasserwelt der Wiener Donau. Hass ist
beeindruckt von Lottes Bildern und verliebt sich in sie.
Gesteht ihr jedoch nicht seine Gefühle, sondern weigert
sich gerade deshalb, Lotte mit auf die gefährliche
Expedition zu nehmen. Lotte ist am Boden zerstört.
Aber dann hilft das Schicksal nach. Ein Filmproduzent
findet die Idee von Hass grandios, den weißen Hai als
Erster unter Wasser zu filmen. Doch was, wenn er ihn
nie vor die Kamera bekommt? Ein Kinofilm braucht die
ultimative Garantie für klingelnde Kassen: Eine schöne
Frau! So eine wie Lotte ...
Quelle: Ascot Elite
| Darsteller: | Yvonne Catterfeld | als Lotte Baierl | |
|---|---|---|---|
| Benjamin Sadler | als Hans Hass | ||
| Harald Krassnitzer | als Xenophon | ||
| Manuel Witting | als Luki | ||
| Andreas Schmidt | als Toni | ||
| Raimund Wallisch | als Bertl | ||
| Rafik Boubker | als Kapitän Khalid | ||
| Manfred Schmid | als Filmproduzent Jacobi | ||
| Julia Cencig | als Hannah | ||
| Werner Prinz | als Lottes Vater | ||
| Kitty Speiser | als Lottes Mutter | ||
| Hans Hass | als Hans Hass | ||
| Lotte Hass | als Lotte Hass | ||
| Florentin Groll | als Charles Whitmore | ||
| Ernst A. Grandits | als Moderator | ||
| Fritz von Friedl | als Richter | ||
| Regie: | Ben Verbong | ||
| Buch: | Christoph Silber | ||
| Musik: | Jessica de Rooij | ||
| Kamera: | Mathias Neumann | ||
| Produzent: | Christian Popp | ||
| Sigi Kamml | |||
| Dieter Pochlatko | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts 5.1, Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
Bildformat: 1:1,78/16:9
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