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Das Mädchen mit dem Perlenohrring

Die Geschichte des Mädchens, das dem holländischen Maler Johannes Vermeer für sein berühmtes Gemälde Modell stand. Basierend auf dem Roman von Tracy Chevalier.


Das Mädchen mit dem Perlenohrring

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Erhältlich seit:
03.02.2011

Originaltitel: Girl with a Pearl Earring

Historienfilm/ Drama

Großbritannien/Luxemburg 2003
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 6

Scarlett Johansson
Colin Firth
Cillian Murphy

Regie: Peter Webber
Concorde Home Entertainment

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Die Geschichte des Mädchens, das Kunstgeschichte schrieb.

Griet steht dem Maler Modell für sein berühmtestes Bild (Foto: Concorde) Großansicht

Griet steht dem Maler Modell für sein berühmtestes Bild (Foto: Concorde)

Die 16-jährige Griet (Scarlett Johansson) arbeitet als Hausmädchen bei dem angesehenen holländischen Maler Johannes Vermeer (Colin Firth). Vermeer, der von dem ruhigen und klugen Wesen des Mädchens und von ihrem Verständnis für Licht und Farben angetan ist, entführt sie in die Welt der Malerei.

Zugleich muss sich die protestantische Griet gegen Vermeers chaotische katholische Familie behaupten: Seine eifersüchtige Frau, die hartherzige Schwiegermutter, deren Magd und die sechs Kinder machen ihr das Leben nicht leicht. Außerdem haben der Metzger des Ortes und Vermeers Mäzen ein Auge auf Griet geworfen.

Der schmierige Mäzen Van Ruijven stellt Griet nach (Foto: Concorde) Großansicht

Der schmierige Mäzen Van Ruijven stellt Griet nach (Foto: Concorde)

Inspirierendes Kunstwerk

Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Tracy Chevalier, die sich von dem anonymen Mädchen aus dem Gemälde des holländischen Meisters Johannes Vermeer inspirieren ließ, geht "The Girl with a Pearl Earring" der Frage nach, um wen es sich bei dem Modell auf Vermeers berühmtem Gemälde handelt - und warum sie gemalt wurde.

Newcomerin Scarlett Johansson ("Lost in Translation") glänzt neben Colin Firth und Tom Wilkinson in einem beeindruckenden Ensemblefilm. Beste Unterhaltung garantiert.

Das Mädchen mit dem Perlenohrring

Das Regiedebüt von Peter Webber ist eine intelligente, betörend schöne Adaption von Tracy Chevaliers gleichnamigem Bestseller über den niederländischen Maler Vermeer und das Modell aus einem seiner berühmtesten Gemälde, "Das Mädchen mit dem Perlenohrring". Mit Präzision und sorgfältig gewählten Details malt Webber ein sinnliches und zu Recht mit Oscar-Nominierungen in den Kategorien Beste Kamera, Beste Ausstattung und Bestes Kostümdesign bedachtes Drama mit großartigen Performances von Jungstar Scarlett Johansson und Colin Firth. Ein Sittenbild der europäischen Künstlerwelt vor 340 Jahren mit allen Zutaten für anspruchsvolles Hochglanzkino - nicht nur für das Arthousepublikum.

Wenig ist über den Künstler Johannes Vermeer bekannt und definitiv nichts über die junge Frau, die ihm für sein gefeiertes Gemälde im Jahr 1665 Modell gestanden hat. Der in England lebenden Schriftstellerin Tracy Chevalier gab dies alle Freiheiten für ihre fiktionale Geschichte der 16-jährigen Griet, die im mittelalterlichen Delft für das Familieneinkommen sorgen muss und deshalb als Dienstmagd im Hause Vermeers anheuert. Hier ist das Atelier des Malers der einzige Lichtblick, im Wortsinne, wo der Haushalt mit unzähligen Kindern, einer zänkischen Hausherrin und dem mürrischen Perfektionisten als Patriarch wie die Stadt selbst eher im Chaos versinkt. Es zeigt sich bald, dass Griet Vermeers Künstlerleidenschaft intuitiv teilt; sie gewinnt fast wortlos sein Vertrauen, geht ihm bald im Atelier zur Hand, während sich zugleich Metzgersohn Pieter (Cillian Murphy) um ihre Gunst bemüht und Vermeers Gattin (Essie Davis) das Verhältnis von Künstler und Muse und die längst entstandenen Gerüchte misstrauisch verfolgt. Als der intrigante Mäzen Van Ruijven (Tom Wilkinson) ein Porträt von Griet in Auftrag gibt, droht die angespannte Situation zu eskalieren - erst Recht, weil Vermeers Perfektionsdrang auf Emotionen keine Rücksicht nimmt: Als er darauf besteht, dass Griet auf dem Gemälde einen Perlenohrring seiner Frau trägt und ihr selbst das Ohrloch sticht, erreicht das Drama eine atemberaubenden, schmerzhaften Höhepunkt und zugleich den melancholischen, in sich ruhenden und geheimnisvollen Ausdruck auf dem Gesicht von Scarlett Johansson. Der transportiert perfekt all das, was Autorin Chevalier in dem Gemälde gesehen haben und was den Künstler zweifellos angezogen haben muss. Johansson spielt ihre Rolle anmutig, zurückhaltend, zugleich mit der Demut einer Magd, die ihre Grenzen mehr aus Pflichtbewusstsein gegenüber Vermeer, denn wegen ihrer Gefühle überschreitet. Bisweilen wirkt sie wie ein Stummfilmstar in einem Leinwanddrama, das zugleich dank des ruhigen Schnitts und der hervorragenden Kamera und Lichtsetzung von Eduardo Serra ein Stillleben sein könnte: Jede Einzelaufnahme, mit detailgenauem Szenenbild und Kostümen, wirkt wie ein Gemälde von Vermeer, eine angedeutete Geschichte, die keiner Worte bedarf, eine kunstvolle Komposition aus Licht und Farben, die auf einzigartige Weise für sich spricht. Ein Filmkunstwerk. deg.

Das Mädchen mit dem Perlenohrring

Als Hausmädchen kommt die junge Griet in das Haus des holländischen Malers Johannes Vermeer und ist fasziniert von seinen Werken. Der Künstler spürt sofort Griets Begeisterung und intuitives Verständnis für Malerei. Obwohl die beiden Welten, Bildung und sozialer Stand trennen, fühlen sich Magd und Meister zueinander hingezogen. Das besondere Verhältnis der beiden bleibt nicht unbemerkt und wird von Vermeers Ehefrau mit Eifersuch und Argwohn begutachtet, von Vermeers Schwiegermutter und Mäzen hingegen schamlos für eigene Zwecke ausgenutzt. Heimlich fertigt Vermeer ein Portrait von Griet - eines der größten Meisterwerke aller Zeiten. Doch für den Künstler und seine Muse hat dies fatale Folgen ...

Quelle: Concorde

Entfallene Szenen inkl. Kommentar, Making-of, 2 Audiokommentare, Die Kunst des Filmemachens, Die Anatomie einer Szene, Interviews, Dt. und Original-Kinotrailer

Quelle: Concorde

Darsteller:  Scarlett Johansson   als Griet
  Colin Firth   als Johannes Vermeer
  Cillian Murphy   als Pieter
  Tom Wilkinson   als Van Ruijven
  Essie Davis   als Catharina Vermeer
  Judy Parfitt   als Maria Thins
  Joanna Scanlan   als Magd Tanneke
  Alakina Mann   als Cornelia Vermeer
  David Morissey   als Van Leeuwenhoek
  Anna Popplewell   als Maertge
  Anaïs Nepper   als Lisbeth
  Nathan Nepper   als Baby Johannes
  Christopher McHallem   als Griets Vater
  Gabrielle Reidy   als Griets Mutter
  Leslie Woodhall   als Nachbar
 
Regie:  Peter Webber  
Buch:  Olivia Hetreed  
Musik:  Alexandre Desplat  
Kamera:  Eduardo Serra  
Produzent:  Andy Paterson  
  Anand Tucker  

"Vermeer faszinierte mich schon immer"

Mit seinem Regiedebüt "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" schuf der Engländer Peter Webber ein gefühlvolles Historienepos über Macht, Erotik und Kunst - mit Scarlett Johansson als Muse und Modell des berühmten Malers Johannes Vermeer.

Filmemacher mit Abschluss in Kunstgeschichte: Peter Webber (Foto: Filmfest München 2004) Großansicht

Filmemacher mit Abschluss in Kunstgeschichte: Peter Webber (Foto: Filmfest München 2004)

» Fühlten Sie sich als Newcomer einem Historienprojekt gewachsen?

PETER WEBBER:

Ich habe fünf Jahre als Cutter gearbeitet, anschließend Dokumentationen und TV-Dramen gedreht. Ich bin also nicht von jedem praktischen Wissen unbeleckt. Die Fernseherfahrungen kamen mir zugute. Ich träume seit 15 Jahren von einem richtigen Kinofilm, da durfte ich nicht kneifen.

Ich hatte das Gefühl, meine Bestimmung gefunden zu haben. Und ich habe gelernt, mich nicht über Zeitplan oder Geld zu sorgen, sondern mich auf den Moment zu konzentrieren. Regie heißt, einen Job vor den Augen aller zu erledigen. Mit Schüchternheit kommt man da nicht weiter. Inzwischen bin ich viel offensiver und besser im Kommunizieren.

Historisches Sittengemälde mit dem "Mädchen mit dem Perlenohrring" (Foto: Concorde) Großansicht

Historisches Sittengemälde mit dem "Mädchen mit dem Perlenohrring" (Foto: Concorde)

» Ging alles glatt über die Bühne?

Überraschenderweise ja. Das Schwierigste war die Kälte. Zwei Drehtage bei minus 15 Grad in Luxemburg sind nicht gerade lustig. Ich habe mich völlig unbefangen in die Arbeit gestürzt, im Rückblick scheint mir das allerdings etwas naiv. Aber ich verfolgte konsequent meine Idee, und alle Leute halfen mir.

Durch ein starkes Team wird man selbst auch stärker. Außerdem hatte ich mehr Geld als beim Fernsehen zur Verfügung, das war einfach toll. Bei 48 Drehtagen und einem Neun-Mio.-Dollar-Budget kam ich mir vor, als sei ich wie beim Fußball von der zweiten in die erste Liga gerutscht.

Scarlett Johansson als Muse des Malers (Foto: Concorde) Großansicht

Scarlett Johansson als Muse des Malers (Foto: Concorde)

» Das Projekt soll Ihnen fast zufällig in den Schoß gefallen sein.

Stimmt. Produzent Andy Paterson und ich planten eine Geschichte über Ulrike Meinhoff. Nach 9/11 war klar, dass wir keinen Finanzier für einen Film über Terrorismus finden würden.

Als ich in seinem Büro meine Unterlagen abholte, sah ich eine Reproduktion von "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" und habe mit irgendjemanden darüber gesprochen. Hinter meinem Rücken stand Paterson und hörte zu. Er wusste nichts von meinem Kunstgeschichte-Studium, packte mich bei der Schulter und drückte mir das Drehbuch in die Hand.

Colin Firth als Vermeer bei der Präsentation seines Meisterwerks (Foto: Concorde) Großansicht

Colin Firth als Vermeer bei der Präsentation seines Meisterwerks (Foto: Concorde)

» Was war wichtig für die Erzählweise?

Vermeer faszinierte mich schon immer. Ein Großteil seiner Bilder hat etwas Filmisches mit den eingefangenen Momenten, angedeuteten Geschichten und der Sprache des Lichts. Ich wollte eine intensive Welt der Gefühle schaffen. Der Film sollte "still" sein und eine Ruhe ausstrahlen wie Vermeers Werk. Für den Erfolg war die Chemie zwischen Scarlett Johansson und Colin Firth immens wichtig.

Die beste Stimmung durch Licht, Kostüme und Produktionsdesign nützt nichts, wenn der Zuschauer die Seele der Schauspieler nicht spürt. Mir ging es um eine sehr erotische Atmosphäre, um die Möglichkeit von Liebe in bestimmten Situationen, nicht um dieses "Ruckzuck-ins-Bett-Hüpfen" wie heute.

Peter Webber am Set mit Scarlett Johansson (Foto: Concorde) Großansicht

Peter Webber am Set mit Scarlett Johansson (Foto: Concorde)

» Hat Ihr Film einen Gegenwartsbezug?

Vor allem im Verhältnis zwischen Kunst und Geld, Vermeer und seinem Mäzen, heute Sponsor genannt. Da hat sich nicht viel geändert. Nehmen Sie das Filmbusiness, die Beziehung von Kinokunst und Produzent. Film ist teuer. Wenn ich als Regisseur meine Visionen verwirklichen will, benötige ich einen Produzenten, einen Geldgeber. Und die spielen im negativen Fall ihre Macht aus.

Das ist der Fluch des Mediums. In der britischen Filmindustrie dauert es selbst bei einem kleinen Budget unheimlich lange, bis man die Moneten zusammen und einen Produzenten überzeugt hat. Wer kontinuierlich arbeiten will, kann deshalb Amerikas Filmindustrie kaum vermeiden.

 

Das Mädchen mit dem Perlenohrring in der Fotoshow

 

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