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Kaufvideo
Erhältlich seit:
04.04.2008
Originaltitel: Das Mambospiel
Deutschland 1998
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 16
Corinna Harfouch
Michael Gwisdek
Jürgen Vogel
Regie: Michael Gwisdek
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany
Mit seinem Vorbild Woody Allen verbindet den Schauspieler Regisseur Michael Gwisdek ("Abschied von Agnes") der Drang zu endlosen Monologen über Sex, Sinn und Selbstbetrug. Nur, daß Kreuzberg nicht Manhattan und das Spiel mit Genre und Zitaten nicht unbedingt seine Stärke ist. So hinterließ "Das Mamobspiel", der einzige deutsche Wettbewerbsbeitrag auf der Berlinale, einen reichlich zwiespältigen Eindruck - ein grotesker, irrwitziger Abgesang aufs deutsche Filmschaffen, mal langatmige, mal bitterböse Farce; ein sarkastisches "Ironical", das sich selbst permanent auf die Schippe nimmt.
Gwisdeks Unverfrorenheit kann man als rotzfreche, süffisante Attacke bestaunen oder sich maßlos darüber aufregen. "Und was machste mit den restlichen 90 Minuten? ", fragt der verhinderte Regisseur Martin (Gwisdek) kurz vor Schluß, ehe der anfängliche Krimiplot als Film-im-Film endet. Die Idee stammt von Maria (Corinna Harfouch), seiner Ex- und neuen Lebensgefährtin. Frau, Anfang vierzig, die sich gerade von ihrem jungen Lover (Birkenstock-bieder: Jürgen Vogel) trennt, findet im Papierkorb Geld aus einem Bankraub. Unschlüssig, was sie damit anstellen soll, wankt ihr Martin über den Weg, sternhagelvoll, aber mächtig in Fahrt. Obwohl der unterbeschäftigte Dauerquassler die Welt noch immer nur durch die Kinobrille sieht und ein jahrelang abgehangenes Drehbuch gerade mal wieder umschreibt, flackert die alte Anziehung wieder auf. Bis schließlich Nachkommenschaft gezeugt, eine gemeinsame Bleibe gefunden und das ganze in "bunte Bildchen" umgesetzt ist, muß eine attraktive Blondine (Anna Loos) das Feld räumen und das Problem von Martins Quasi-Tochter Julia, einer Stricherin, die vergewaltigt wurde, Richtung Happy End vorangetrieben werden.
Was nach kreuzbarer Komödie klingt und durch das atmosphärische Setting in wehmütiger Alt-Hippie-Nostalgie auch danach aussieht, kommt durch den ironischen Dauergestus kräftig ins routieren. Kaum eine Einstellung, die ihre Anleihen von Antonioni bis Tarantino nicht vor sich herträgt, kaum ein Dialog, der seine Anspielungen dezent umkleiden würde. Daß nur die Hälfte des vorgesehenen Budgets (insgesamt 2 Millionen) zur Verfügung stand, fällt beim exzessiven Genre-Hopping nicht weiter ins Gewicht. Wer sich auf die schräge Schrulle einlassen kann und Gwisdeks trockenen Humor teilt, versteht auch das Holtertipolter der Handlung als Reverenz an den Nonsens. Ein wilder Tanz für Kinosüchtige, der das große Publikum wohl schon nach wenigen Takten aus dem Rhythmus bringt. led.
Die Schauspieler Martin und Maria sind schon lange kein Paar mehr, haben es ohne einander aber auch nicht gerade weit gebracht. Während er seine Zeit mit Alkohol, zahlreichen Affären und Träumereien vom eigenen Film verbringt, langweilt sie sich mit ihrem jungen Lover. Als Maria überraschend die Beute eines Banküberfalls im Papierkorb findet, nutzt sie die Gelegenheit, ihren Liebhaber loszuwerden, nur um kurz darauf ihrem Ex-Mann über den Weg zu laufen. Die alte Leidenschaft flackert wieder auf und Martin sieht plötzlich die Chance, sein lang gehegtes Drehbuch endlich zu verwirklichen ...
Die turbulente Beziehungskomödie, die ganz nebenbei die deutsche Filmbranche aufs Korn nimmt, war der deutsche Wettbewerbsbeitrag zur Berlinale 1988 und glänzt gleich durch ein ganzes Aufgebot hochkarätiger Stars von Corinna Harfouch, Henry Hübchen und Jürgen Vogel bis hin zu Franziska Petri, Dietmar Bär und Anna Loos.
Quelle: Studiocanal
| Darsteller: | Corinna Harfouch | als Maria | |
|---|---|---|---|
| Michael Gwisdek | als Martin | ||
| Jürgen Vogel | als Gregor | ||
| Uwe Kockisch | als Winne | ||
| Henry Hübchen | als Chris | ||
| Michael Schweighöfer | als Peter | ||
| Franziska Petri | als Julia | ||
| Anna Loos | als Claudia | ||
| Regie: | Michael Gwisdek | ||
| Buch: | Michael Gwisdek | ||
| Musik: | Detlef Petersen | ||
| Kamera: | Roland Dressel | ||
| Produzent: | Hermann Florin | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Untertitel: Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:1,66/4:3
Extras: Presseheft, Werberatschlag, Fotogalerie, Trailer
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