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Das Massaker von Katyn

Kraftvolles und reifes Drama von Altmeister Andrzej Wajda, der das polnische Trauma des Massakers von Katyn aufarbeitet.


Das Massaker von Katyn

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Erhältlich seit:
22.03.2010

Originaltitel: Katyn

Drama/ Kriegsfilm

Polen 2007
Laufzeit: 116 Min.
FSK: ab 16

Maja Ostaszewska
Artur Zmijewski
Andrzej Chyra

Regie: Andrzej Wajda
Pandastorm Pictures

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Das Massaker von Katyn

Die Polin Anna und mit ihr zahlreiche andere Frauen fragen sich, was mit ihren im Krieg verschollenen Ehemännern, Vätern und Söhnen passiert ist. 12.000 Offiziere wurden 1940 im Wald von Katyn von Sowjets hingerichtet. Die Russen bezichtigen jedoch aus Propagandagründen die Nazis des Massakers. Anna hat noch Hoffnung, weil ihr Mann Andrzej nicht auf der Todesliste von Katyn auftaucht - wegen eines Irrtums. Denn Andrzej trug bei seinem Tod den Pullover seines Freundes Jerzy, der nach dem Krieg zurückkehrt.

Altmeister Andrzej Wajda arbeitet in dem für den Auslands-Oscar nominierten, kraftvollen und reifen, mit elegischer Optik und Musik ausgestatteten Drama das polnische Trauma des Massakers von Katyn auf. Dieses dient als Rahmenhandlung, Kern ist die exemplarische Geschichte von der von Maja Ostaszewska intensiv gespielten Anna und ihres Mannes Andrzej. Die Schilderung des Massakers selbst ist erschütternder, quälender und schmerzhafter Schlusspunkt. Meisterhaftes, aber sperriges Kino, das man Cineasten empfehlen sollte.

Das Massaker von Katyn

Kraftvolles und reifes Drama von Altmeister Andrzej Wajda, der das polnische Trauma des Massakers von Katyn aufarbeitet.

Im April 1940 wurden im Wald von Katyn in der Nähe von Smolensk im Auftrag Stalins über 12.000 kriegsgefangene polnische Offiziere vom sowjetischen Geheimdienst NKWD und der Roten Armee hingerichtet, in Massengräber geworfen und verscharrt. Die grauenhafte Wahrheit des kaltblütigen Massakers, 1943 aufgedeckt und von Sowjets wie Nazis für Propagandazwecke missbraucht, wurde jahrzehntelang im Ostblock verschwiegen, im Westen verdrängt. Ab 1989 wurde die Katyn-Lüge Gegenstand historischer Forschungen, die an Hand von Briefen und Tagebüchern der Opfer die Geschichte rekonstruierten.

Polens Meisterregisseur Andrzej Wajda ("Asche und Diamant", "Danton") hat um das Massaker, das die Rahmenerzählung bildet, ein reifes und kraftvolles Drama inszeniert, das weitgehend aus der Perspektive von Anna, Frau eines Offiziers (intensiv: Maja Ostaszewska) und der Frauen, Freunde und Familien erzählt wird, die nicht oder nur tropfenweise über die Schicksale ihrer Ehemänner, Väter und Söhne informiert werden und vergeblich warten. Der Film setzt virtuos mit der Panik von 1939 ein, als sich in Folge des deutsch-russischen Nichtangriffspakts Flüchtlingsströme auf einer Brücke mischen, die einen von den Deutschen, die anderen von den Russen verfolgt. Die universitäre Elite wird nach Deutschland transportiert, polnische Offiziere in die Sowjetunion.

Wajdas Film ist durch die über die Ereignisse hinaus reichende Spurensuche Analyse und Endpunkt der Trauerarbeit. Dramaturgisch effektiv, bestechen die Szenen um Annas Ehemann Andrzej (Arthur Zmijewski), der wegen des ihm von Freund Jerzy (Andrzej Chyra) geschenkten Pullovers als Toter mit falscher Identität in die Katyn-Liste aufgenommen wird, und Jerzy, der nach dem Krieg als Offizier des NKWD mit der Erinnerung nicht fertig wird. Das ausführlich gefilmte Massaker im Finale, ist vom Transport in den wegen der Farbe "Schwarze Marias" genannten Gefangenlastwagen, bis zum Genickschuss (bevorzugte Methode des NKWD) erschütternder, quälender und schmerzhafter Schlusspunkt. Wajdas Meisterwerk wurde als Bester Ausländischer Film für den Oscar nominiert. ger.

Darsteller:  Maja Ostaszewska   als Anna
  Artur Zmijewski   als Andrzej
  Andrzej Chyra   als Jerzy
  Danuta Stenka   als Frau des Generals
  Jan Englert   als General
  Magdalena Cielecka   als Agnieszka
  Pawel Malaszynski   als Pilot
 
Regie:  Andrzej Wajda  
Buch:  Andrzej Wajda  
  Przemyslaw Nowakowski  
  Wladyslaw Pasikowski  
Musik:  Krzysztof Penderecki  
Kamera:  Pawel Edelman  
Produzent:  Michal Kwieczinski  
 

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