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Kaufvideo
Erhältlich seit:
25.11.2011
Originaltitel: Mar adentro
Spanien/Frankreich/Italien 2004
Laufzeit: 126 Min.
FSK: ab 12
Javier Bardem
Belen Rueda
Lola Dueñas
Regie: Alejandro Amenábar
Tobis Home Entertainment GmbH & Co. KG

Der Tod ist für den Spanier Alejandro Amenábar ein Faszinosum. Nach dem düsteren Mystery-Thriller "The Others" greift er in "Mar Adentro" das brisante Thema Sterbehilfe auf. Basierend auf dem Buch von Ramón Sampredo, der seinem Leben bewusst ein Ende setzte, plädiert er ohne pädagogischen Zeigefinger für Selbstbestimmung des Individuums und sorgte damit auf dem Lido für kontroverse Diskussionen und für volle Kassen in den spanischen Kinos.
"Ich bin ins Leben verliebt. Deshalb will ich etwas besseres": Ramón Sampedro wählte im Alter von 55 Jahren den Tod und entfachte damit 1998 eine hitzige Debatte um die Beihilfe zum Suizid. Für den in Chile geborenen Amenábar war es nur logisch, das Schicksal dieser Symbolfigur für den Kampf um ein würdevolles Sterben zu verfilmen, geht es doch um die für ihn existenzielle Beziehung zwischen Mensch und Tod. Und so nimmt er mit auf eine Reise nach Galizien, hinaus auf die See und in die innere Welt eines Mannes, der nach einem Badeunfall vom Hals abwärts gelähmt und 30 Jahre auf die Hilfe von Verwandten und Freunden angewiesen war. Was ihm blieb von der Außenwelt war der Blick aus dem Fenster auf das Meer, die Träume von einem anderen Dasein. Die intellektuelle Juristin Julia unterstützt ihn bei der Auseinandersetzung mit der Justiz, auf der anderen Seite versucht die herzliche und einfache Arbeiterin Rosa ihn von der Wertigkeit eines jeden Lebens zu überzeugen. Wenn Sampredo vor laufender Videokamera Gift trinkt, spart Amenábar auch nicht die quälenden Minuten bis zum Exitus aus. Er nimmt sich die Freiheit, die Charaktere der beiden Frauen neu zu zeichnen bzw. aus verschiedenen anderen zusammenzusetzen, die Ramón umgaben und auch Liebesgefühle für ihn hegten. Weiterhin fokussiert er sich auf das Vater-Sohn ähnliche Verhältnis des Gelähmten zu seinem Neffen, die Beziehung zu seiner Schwägerin und zu seinem Bruder, einem entschiedenen Gegner der Sterbehilfe.
"Mar Adentro" ist weder prätentiöses Rührstück mit massiver musikalischer Unterstützung noch - wie die Deutsche Hospitz Stiftung behauptet - eine unrealistische "Propaganda für Euthanasie", sondern ein aufwühlendes Melodram, das dem Zuschauer zwar Tränen entlockt, aber nie in gefälligen Kitsch abgleitet. Dafür sorgt schon der trockene Humor, der jegliche falsche Sentimentalität relativiert und für die nötige Erdenschwere sorgt. Und wenn der bildverliebte Regisseur mal wieder in Poesie und Kamerafahrten über die galizische Landschaft und das Meer schwelgt, ist es Javier Bardem (verdient mit der Coppa Volpi als Bester Darsteller ausgezeichnet), der mit einer irritierenden Mischung aus Trauer und Selbstironie jeglicher Gefühlsdusselei einen Riegel vorschiebt. mk.
Ins Meer eintauchen, die faszinierenden Farben und Lebensformen bestaunen, Ramón träumt oft davon. Er liebt das Meer, obwohl es ihn fast getötet hat. Vor 27 Jahren sorgte ein Sprung ins Wasser dafür, dass der damals vor Kraft und Lebenslust strotzende junge Mann plötzlich vom Hals abwärts gelähmt war. Seitdem wünscht er sich nichts sehnlicher als den Tod. Doch ohne Hilfe, die ihm von Rechts wegen versagt bleibt, ist Ramón nicht in der Lage, sein Leben zu beenden. Ramon lebt bei seiner Familie, wird liebevoll umsorgt und gepflegt von seiner Schwägerin Manuela und von seinem Neffen Javi wegen seines einzigartigen Humors und seines Verstandes hoch verehrt. Ramóns Bruder José hingegen kann keinerlei Verständnis für dessen Todessehnsucht aufbringen. Anders die engagierte Anwältin Julia, die sich für ihn und seine Sache einsetzen will. Mit ihrer Hilfe bringt er das Buch "Cartas desde el infierno" (Briefe aus der Hölle) heraus. Sie, die selbst mit einer schweren Krankheit zu kämpfen hat, versteht wie kaum jemand sonst seinen Wunsch zu sterben - mit Ausnahme vielleicht von Gené und dem Rechtsanwalt Marc, die beide für die Gesellschaft "Recht auf würdiges Sterben" tätig sind. Die Fabrikarbeiterin Rosa, Mutter zweier Kinder und Moderatorin bei einem kleinen Radiosender, möchte ihm jedoch viel lieber zeigen, wie schön und vielfältig das Leben sein kann, denn sie hat sich in den außergewöhnlichen Mann verliebt und will ihn auf gar keinen Fall verlieren. So viel Zuneigung wird Ramón von allen Seiten entgegengebracht, doch für ihn wird die Frage immer drängender, wer von diesen Menschen ihn wohl genug lieben könnte, um ihm seinen größten Wunsch zu erfüllen: Freiheit.
Quelle: Tobis
Laufzeit des Bonusmaterials: ca. 127 Minuten
- Intro Alejandro Amenábar (Regie)
- Dokumentation "Eine Reise in das Meer in mir"
- Interviews
- Deleted Scenes
- Making Of
- Kinotrailer und TV-Spot
- Storyboards
- Set-Design
- Audiokommentar Alejandro Amenábar
Quelle: Tobis
| Darsteller: | Javier Bardem | als Ramón Sampedro | |
|---|---|---|---|
| Belen Rueda | als Julia | ||
| Lola Dueñas | als Rosa | ||
| Mabel Rivera | als Manuela | ||
| Clara Segura | als Gené | ||
| Celso Bugallo | als José | ||
| Joan Dalmau | als Joaquín | ||
| Alberto Jiménez | als Germán | ||
| Tamar Novas | als Javi | ||
| Francesc Garrido | als Marc | ||
| Josep Maria Pou | als Vater | ||
| Alberto Amarilla | als Bruder Andrés | ||
| Regie: | Alejandro Amenábar | ||
| Buch: | Alejandro Amenábar | ||
| Mateo Gil | |||
| Musik: | Alejandro Amenábar | ||
| Kamera: | Javier Aguirresarobe | ||
| Produzent: | Fernando Bovaira | ||
| Alejandro Amenábar | |||
Das Meer in mir in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts HD 5.1 MA, Spanisch dts HD 5.1 MA
Tonformat: dts HD 5.1 MA
Untertitel: Deutsch, Spanisch, Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:2,35
Extras: Intro, Dokumentation, Interviews, Entfallene Szenen, Making of, Trailer, TV-Spots, Storyboard, Featurette, Audiokommentar
Laufzeit des Bonusmaterials: ca. 127 Minuten
- Intro Alejandro Amenábar (Regie)
- Dokumentation "Eine Reise in das Meer in mir"
- Interviews
- Deleted Scenes
- Making Of
- Kinotrailer und TV-Spot
- Storyboards
- Set-Design
- Audiokommentar Alejandro Amenábar
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