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Leihvideo
Originaltitel: Mercury Rising
USA 1998
Laufzeit: 107 Min.
FSK: ab 16
Bruce Willis
Alec Baldwin
Miko Hughes
Regie: Harold Becker
Universal Pictures Germany

Bruce Willis - ein Actionstar, der seine Erfolgsformel gefunden hat und daher seine Rollentypen zumeist nur geringfügig variiert. Letztlich spielt er in der ihm typischen, cool-spröden Art immer wieder den Jedermann-Held aus "Stirb langsam" - selbst als Bad Guy in dem Suspense-Thriller "Der Schakal" blieb er seinem Einzelkämpfer-Rollenstereotyp weitgehend treu. In dem solide gestrickten Actiondrama "Das Mercury Puzzle" stellt Willis nun erneut eine isolierte Figur dar, die ihren Opponenten als Einmann-Kampfmaschine Paroli bietet.
Als der neunjährige, autistische Junge Simon (Miko Hughes liefert eine recht glaubwürdige Darstellung als Rain Man Jr.) den Mercury-Code der nationalen Sicherheitsbehörde knackt, der zum Test in einem Rätselmagazin untergebracht war, schrillen beim Sicherheitschef Kudrow (Alec Baldwin einmal mehr als Bösewicht mit raspelnder Samtstimme) die Alarmglocken. Nicht nur seine professionelle Reputation, sondern auch das Leben von Tausenden von internationalen Undercover-Agenten steht damit auf dem Spiel. Also schickt der "Patriot" (O-Zitat) einen Killer, um Simon zu beseitigen. Zwar werden seine Eltern ermordet, doch der Junge kann sich verstecken. FBI-Agent Art Jeffries (Willis) - mit obligatorischer von Schuldkomplexen beladenen Vergangenheit - nimmt sich des psychisch gestörten Waisen an und befindet sich fortan ebenfalls im Kreuzfeuer der NSA.
Das Drehbuch nach dem Roman "Simple Simon" von Ryne Douglas Peardon führt mit dem kindlichen, emotional isolierten Protagonisten eine für das Genre ungewöhnliche Figur ein, die parallel zu Willis vereinsamtem FBI-Mann angelegt wurde. Das bleibt der einzige Funke von Originalität. In der Folge begnügt sich Regisseur Harold Becker - ein Suspense-Thriller-Spezialist mit Filmen wie "Sea of Love", "Malice" und "City Hall" - mit der Aneinanderreihung von überraschungslosen, wenn auch soliden Actionsequenzen. Diese reichen von einer Autoverfolgungsjagd auf dem Freeway über eine Konfrontation im U-Bahnwagen zum Showdown auf einem Wolkenkratzerdach, samt ohrenbetäubend routierendem Hubschrauber. Das Drama indes weiß nicht wirklich zu überzeugen. Die Interaktion zwischen dem Agenten und dem Autisten besteht in erster Linie darin, daß Willis das kreischende Kind unter seinen muskulösen Arm klemmt und unverzagt zur Aktion schreitet. Der weibliche Alibi-Part wurde von Kim Dickens ("Zero Effect") übernommen, die als Wildfremde von Jeffries in einem Cafe angeredet wird und buchstäblich durch einen Augenaufschlag zur engsten Vertrauten avanciert. Plausiblität und nervenaufreibende Spannung sollte man sich von dem klischeedurchsetzten Krimireißer also nicht unbedingt erwarten. Bruce-Willis-Fans werden "Das Mercury Puzzle" wohl in erster Linie als leicht verdauliche Zwischenmahlzeit goutieren, bis ihr Lieblingsheld in dem aufwendigen Actionknaller "Armageddon" zu neuer Höchstform aufläuft, wenn er nach "Das fünfte Element" erneut die Erde vor dem Ende bewahren muß. ara.
| Darsteller: | Bruce Willis | als Art Jeffries | |
|---|---|---|---|
| Alec Baldwin | als Lt. Colonel Nicholas Kudrow | ||
| Miko Hughes | als Simon | ||
| Chi McBride | als Tommy B. Jordan | ||
| Kim Dickens | als Stacey | ||
| Robert Stanton | als Dean Crandell | ||
| Bodhi Pine Elfman | als Leo Pedranski | ||
| Carrie Preston | als Emily Lang | ||
| Lindsey Lee Ginter | als Peter Burrell | ||
| John Carroll Lynch | als Martin Lynch | ||
| Peter Stormare | als Shayes | ||
| Kevin Conway | als Lomax | ||
| Kelley Hazen | als Jenny Lynch | ||
| John Doman | als Supervisor Hartley | ||
| Richard Riehle | als Edgar Halstrom | ||
| Regie: | Harold Becker | ||
| Buch: | Lawrence Konner | ||
| Mark Rosenthal | |||
| Musik: | John Barry | ||
| Kamera: | Michael Seresin | ||
| Produzent: | Brian Grazer | ||
| Karen Kehela | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Tschechisch, Ungarisch
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Dänisch, Finnisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Schwedisch
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Making of, Bildergalerie, Nicht verwendete Szenen; Produktionsnotizen, Audiokommentar, Original Kinotrailer
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