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Das Omen - 666

Wiederverfilmung des Horrorklassikers "Das Omen" von 1976, in dem der Sohn Satans um die Weltherrschaft ringt.


Das Omen - 666

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Erhältlich seit:
18.12.2006

Originaltitel: The Omen

Horror

USA 2006
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 16

Liev Schreiber
Julia Stiles
Mia Farrow

Regie: John H. Moore
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Ein Klassiker kehrt zurück: Das neue "Omen" schockt mit modernen Effekten, klassischen Spannungsmomenten und aktuellen Bezügen.

Der Teufel versteckt sich hinter dem Engelsgesicht (Foto: Fox) Großansicht

Der Teufel versteckt sich hinter dem Engelsgesicht (Foto: Fox)

Zugegeben - Neuverfilmungen sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Aber bei "Omen" handelt es sich um einen Sonderfall. Denn hier wird kein B-Picture neu belebt, in dem Serienkiller namenlose Darsteller schlachten, sondern ein echter Klassiker - samt Stars der A-Klasse und ausgefeilter Dramaturgie.

Das Original von 1976 hatte die Schock-Messlatte mit ausgefeilten Tötungsarten höher gelegt. Am außergewöhnlichsten war indes das Konzept: Der Bösewicht war kein Geringerer als der Antichrist selbst, geboren im Körper eines harmlos-pausbäckigen Jungen. Jetzt stellt sich wieder die Frage: Was wird passieren, wenn sich die Prophezeiung erfüllt?

Die liebe Nanny führt Böses im Schilde (Foto: Fox) Großansicht

Die liebe Nanny führt Böses im Schilde (Foto: Fox)

Klassiker in modernem Gewand

Der Regisseur des Remakes, John H. Moore ("Der Flug des Phoenix"), tut genau das Richtige: Er orientiert sich an allen wesentlichen Details des Originals und setzt sie in einer modern-effektvollen Bildsprache um. Ebenso bleibt er den bewährten Besetzungsprinzipien treu.

Unter seinen Schauspielern finden sich renommierte Charakterdarsteller wie Liev Schreiber ("Der Manchurian Kandidat") und Julia Stiles ("Die Bourne Verschwörung") als ahnungslose Pflegeeltern des Höllensprösslings oder Mia Farrow, seit "Rosemaries Baby" erfahren mit Teufelsbälgern, kongenial als Kindermädchen des Belzebuben.

Robert begibt sich auf die Spuren des Bösen (Foto: Fox) Großansicht

Robert begibt sich auf die Spuren des Bösen (Foto: Fox)

Perfektes Timing

Auch die Kenner des Erstlingsfilms werden mit aufregenden Neuwendungen überrascht, sodass die Schockwirkung die gleiche bleibt! Die Effekte sind maßgeschneidert für Filmfans. Dank der stilsicheren Aufbereitung sollte es mit dem Teufel zugehen, wenn der raffinierte Psycho-Thriller nicht auch Nichtcineasten für sich gewinnt. Doch schon allein sein weltweites Startdatum sollte ihm Glück bringen: 6.6.06.

Das Omen - 666

Runde drei Jahrzehnte nach dem Original und pünktlich zum denkbar teuflischsten Starttermin, dem Sechsten Sechsten Sechs, erhebt der Satan in Kindergestalt sein milchgesichtiges Haupt. Viel geändert hat sich dabei nicht.

Dass 666 die Hausnummer des Teufels ist, wissen bibeltreue Christen aus der Offenbarung des Johannes, Musikliebhaber von Iron Maiden und Cineasten aus dem Kino. Kaum ein Horrorfan, der sie nicht gesehen hat, die Geschichte vom Satansbraten Damien und seinem Stiefpapi, dem ewig ahnungslosen US-Botschafter Gregory Peck. Schließlich war "Das Omen" aus dem Jahr 1976 von Richard Donner nicht nur ein wohlfeiles "Exorzist"-Kielwasserprodukt, wie der zeitgenössische Feuilleton-Volksmund wusste, sondern auch ein Bombenerfolg an der Kinokasse, einer der erfolgreichsten Hollywoodfilme der 70er Jahre. Eine ganz schöne Hypothek also, die Regisseur John Moore ("Behind Enemy Lines") da 30 Jahre später schultern muss, bei der glanzvollen Wiederauferstehung des nunmehrigen Klassikers der Genremoderne in der digitalen Gegenwart.

Letztere bietet Anlass zur Apokalypse-Furcht zuhauf, wie sogleich ein einleitender Vortrag klar stellt, der Golfkrieg, Tsunami, Challenger-Katastrophe und ominöses Datum (6.6.6) in schlüssige Reihe stellt. Danach verliert die Frau des künftigen US-Botschafters zu London in einer römischen Gewitternacht ihr Baby, jedenfalls glaubt man das, und Daddy lässt sich vom wenigst vertrauenerweckenden Priester der Filmgeschichte an Ort und Stelle ein Kuckucksei des Teufels unterschieben. Es folgen Wachsen und Reifen des kleinen Rangen (Seamus Davey mit solide verschlagenem Blick), die Ermordung aller nutzlos gewordenen Anwesenden sowie ihr Ersatz durch dem Teufel gewogene Supernannys (Mia Farrow erschreckender als jeder Effekt) bzw. Wachwuffis von der handelsüblichen Höllenhundrasse Rottweiler. Die berufsahnungslosen Eltern (glaubwürdig: Liev Schreiber und Julia Stiles) machen genau so lange irritierte Miene zum bösen Spiel, bis der erste Mordanschlag auf sie selbst stattfindet. Dazwischen tauchen mahnende Warner auf vom Schlage eines verrückten Priesters oder trinkfreudigen Paparazz, denen natürlich auch kein diplomatischer Würdenträger glaubt.

So weit, so teuflisch alte wie neue Story. Doch nicht nur die Geschichte wird praktisch auf die Einstellung genau kopiert, auch die sogenannten kreativen Tode entsprechen dem Original. Das Kindermädchen hängt, der Pressemann wird enthauptet, und Mutti segelt vertikal durchs Foyer. Ja, sogar der Sturm muss wehen, bevor Pete Postlethwaite als Priester von der Kirchturmstange gepfählt wird. Da haben mal welche den Begriff Remake wörtlich genommen.

Den Horrorfan sollte das jedoch nicht stören. Er ist Wiederholungen gewohnt, und während das "Exorzist"-Remake, um auch den alten Vergleich wieder zu bemühen, alles neu und entsetzlich falsch macht, tut "Das Omen" bei seiner Neuauflage häufig das richtige Ding. Die Morde werden mit Phantasie, Stimmung und Sinn für Situationskomik exekutiert. Die sporadischen Schockmomente wirken kalt kalkuliert und funktionieren genau deshalb auf den Punkt. Die ganze Produktion ist strahlend schön designt, opulente Kulissen und Stimmungen können ihre Wirkung entfalten, weil der Film wie sein Vorbild (und im Gegensatz zu 90 Prozent aller modernen Horrorproduktionen) gern im Hellen spielt und nicht durch experimentelle Schnittmontage verkrüppelt wird. Was sich also über den alten "Omen" im guten wie im schlechten sagen ließe, trifft im großen und ganzen auch auf das Remake zu. Und das kann angesichts des damaligen Erfolges eigentlich nur ein gutes Omen sein. ab.

Darsteller:  Liev Schreiber   als Robert Thorn
  Julia Stiles   als Katherine Thorn
  Mia Farrow   als Mrs. Baylock
  David Thewlis   als Jennings
  Michael Gambon   als Carl Bugenhagen
  Pete Postlethwaite   als Father Brennan
  Nikki Amuka-Bird   als Dr. Becker
  Seamus Davey-Fitzpatrick   als Damien Thorn
 
Regie:  John H. Moore  
Buch:  Dan McDermott  
Musik:  Marco Beltrami  
  Jerry Goldsmith  
Kamera:  Jonathan Sela  
Produzent:  Glenn Williamson  
  John H. Moore  

Nach dem Teufel hat keiner gefragt

Der junge Hauptdarsteller Seamus Davey-Fitzpatrick aus dem aktuellen Horrorremake "Das Omen" wurde anscheinend über seine Rolle nicht ganz aufgeklärt.

Kann schon böse gucken: Seamus Davey-Fitzpatrick (Foto: Fox) Großansicht

Kann schon böse gucken: Seamus Davey-Fitzpatrick (Foto: Fox)

Den siebenjährigen Seamus Davey-Fitzpatrick, den kleinen Satansbraten in "Das Omen", hat anscheinend niemand vorher gefragt, ob er in seiner ersten Filmrolle den Sohn des Teufels darstellen wolle. Dies zumindest behauptet seine Filmmami Julia Stiles.

Regisseur John Moore habe lediglich von einem Part gesprochen, in dem von einem Kind und einem Elternpaar die Rede war. "Er hat Seamus nicht verraten, dass er die Ausgeburt des Teufels spielen wird", erklärt Stiles. "John war der Ansicht, dass er zu jung ist, um seine Rolle zu verstehen."

Fleißiger Babystar

"Aber Seamus war richtig brav, als John ihn bat, das Damien-Gesicht aufzusetzen", so die Mutter des teuflischen Bengels weiter. Bekanntschaft mit der Kamera hat der junge Darsteller übrigens schon gemacht: Noch in Windeln war Klein-Seamus bereits der Star verschiedener Werbespots.

 

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