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Leihvideo
Erhältlich seit:
18.12.2006
Originaltitel: The Omen
USA 2006
Laufzeit: 105 Min.
FSK: ab 16
Liev Schreiber
Julia Stiles
Mia Farrow
Regie: John H. Moore
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

Runde drei Jahrzehnte nach dem Original und pünktlich zum denkbar teuflischsten Starttermin, dem Sechsten Sechsten Sechs, erhebt der Satan in Kindergestalt sein milchgesichtiges Haupt. Viel geändert hat sich dabei nicht.
Dass 666 die Hausnummer des Teufels ist, wissen bibeltreue Christen aus der Offenbarung des Johannes, Musikliebhaber von Iron Maiden und Cineasten aus dem Kino. Kaum ein Horrorfan, der sie nicht gesehen hat, die Geschichte vom Satansbraten Damien und seinem Stiefpapi, dem ewig ahnungslosen US-Botschafter Gregory Peck. Schließlich war "Das Omen" aus dem Jahr 1976 von Richard Donner nicht nur ein wohlfeiles "Exorzist"-Kielwasserprodukt, wie der zeitgenössische Feuilleton-Volksmund wusste, sondern auch ein Bombenerfolg an der Kinokasse, einer der erfolgreichsten Hollywoodfilme der 70er Jahre. Eine ganz schöne Hypothek also, die Regisseur John Moore ("Behind Enemy Lines") da 30 Jahre später schultern muss, bei der glanzvollen Wiederauferstehung des nunmehrigen Klassikers der Genremoderne in der digitalen Gegenwart.
Letztere bietet Anlass zur Apokalypse-Furcht zuhauf, wie sogleich ein einleitender Vortrag klar stellt, der Golfkrieg, Tsunami, Challenger-Katastrophe und ominöses Datum (6.6.6) in schlüssige Reihe stellt. Danach verliert die Frau des künftigen US-Botschafters zu London in einer römischen Gewitternacht ihr Baby, jedenfalls glaubt man das, und Daddy lässt sich vom wenigst vertrauenerweckenden Priester der Filmgeschichte an Ort und Stelle ein Kuckucksei des Teufels unterschieben. Es folgen Wachsen und Reifen des kleinen Rangen (Seamus Davey mit solide verschlagenem Blick), die Ermordung aller nutzlos gewordenen Anwesenden sowie ihr Ersatz durch dem Teufel gewogene Supernannys (Mia Farrow erschreckender als jeder Effekt) bzw. Wachwuffis von der handelsüblichen Höllenhundrasse Rottweiler. Die berufsahnungslosen Eltern (glaubwürdig: Liev Schreiber und Julia Stiles) machen genau so lange irritierte Miene zum bösen Spiel, bis der erste Mordanschlag auf sie selbst stattfindet. Dazwischen tauchen mahnende Warner auf vom Schlage eines verrückten Priesters oder trinkfreudigen Paparazz, denen natürlich auch kein diplomatischer Würdenträger glaubt.
So weit, so teuflisch alte wie neue Story. Doch nicht nur die Geschichte wird praktisch auf die Einstellung genau kopiert, auch die sogenannten kreativen Tode entsprechen dem Original. Das Kindermädchen hängt, der Pressemann wird enthauptet, und Mutti segelt vertikal durchs Foyer. Ja, sogar der Sturm muss wehen, bevor Pete Postlethwaite als Priester von der Kirchturmstange gepfählt wird. Da haben mal welche den Begriff Remake wörtlich genommen.
Den Horrorfan sollte das jedoch nicht stören. Er ist Wiederholungen gewohnt, und während das "Exorzist"-Remake, um auch den alten Vergleich wieder zu bemühen, alles neu und entsetzlich falsch macht, tut "Das Omen" bei seiner Neuauflage häufig das richtige Ding. Die Morde werden mit Phantasie, Stimmung und Sinn für Situationskomik exekutiert. Die sporadischen Schockmomente wirken kalt kalkuliert und funktionieren genau deshalb auf den Punkt. Die ganze Produktion ist strahlend schön designt, opulente Kulissen und Stimmungen können ihre Wirkung entfalten, weil der Film wie sein Vorbild (und im Gegensatz zu 90 Prozent aller modernen Horrorproduktionen) gern im Hellen spielt und nicht durch experimentelle Schnittmontage verkrüppelt wird. Was sich also über den alten "Omen" im guten wie im schlechten sagen ließe, trifft im großen und ganzen auch auf das Remake zu. Und das kann angesichts des damaligen Erfolges eigentlich nur ein gutes Omen sein. ab.
| Darsteller: | Liev Schreiber | als Robert Thorn | |
|---|---|---|---|
| Julia Stiles | als Katherine Thorn | ||
| Mia Farrow | als Mrs. Baylock | ||
| David Thewlis | als Jennings | ||
| Michael Gambon | als Carl Bugenhagen | ||
| Pete Postlethwaite | als Father Brennan | ||
| Nikki Amuka-Bird | als Dr. Becker | ||
| Seamus Davey-Fitzpatrick | als Damien Thorn | ||
| Regie: | John H. Moore | ||
| Buch: | Dan McDermott | ||
| Musik: | Marco Beltrami | ||
| Jerry Goldsmith | |||
| Kamera: | Jonathan Sela | ||
| Produzent: | Glenn Williamson | ||
| John H. Moore | |||
Das Omen - 666 in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts, Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch, Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:1,85/16:9
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