DVD Leihvideo

Das Spiel der Macht

Remake von Robert Rossens Politthriller "Der Mann, der herrschen wollte" von 1949 über den spektakulären Aufstieg und Fall eines Instinktpolitikers.


Das Spiel der Macht

Leihvideo

Erhältlich seit:
05.06.2007

Originaltitel: All the King's Men

Drama/ Thriller

USA 2006
Laufzeit: 123 Min.
FSK: ab 12

Sean Penn
Jude Law
Sir Anthony Hopkins

Regie: Steven Zaillian
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Remake von Robert Rossens Politthriller "Der Mann, der herrschen wollte" von 1949 über den spektakulären Aufstieg und Fall eines Instinktpolitikers.

Willie Stark gibt sich als Mann des Volkes (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Willie Stark gibt sich als Mann des Volkes (Foto: Sony Pictures)

Willie Stark (Sean Penn) ist ein aufstrebender Politiker im amerikanischen Süden, der sich mit aller Macht gegen das korrupte politische Establishment stemmt und mit seiner Leidenschaft die Menschen für sich einnimmt. Doch je weiter er sich nach oben kämpft, desto mehr verliert er seine Unschuld.

Als er schließlich den Posten des Gouverneurs inne hat, ist er so wie die, die er bekämpfen wollte. Für noch mehr Macht nimmt Stark inzwischen sogar in Kauf, dass seine Familie zu Schaden kommt.

Steven Zaillian präsentiert sein Remake von Robert Rossens Politthriller "Der Mann, der herrschen wollte" von 1949 über den spektakulären Aufstieg und Fall eines Instinktpolitikers, der auf dem gleichnamigen Roman von Robert Penn Warren basiert.

Jack Burden glaubt anfangs fest an Willie Stark (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Jack Burden glaubt anfangs fest an Willie Stark (Foto: Sony Pictures)

Vorbild oder Illusion?

Kaum kaschiertes Vorbild für die Figur des charismatischen Willie Stark, mit Feuer gespielt von Sean Penn, ist der legendäre Louisiana-Gouverneur Huey P. Newton. Einen beeindruckenden Auftritt liefert Jude Law als desillusionierter Reporter, der Stark zunächst bei seinem Aufstieg unterstützt, um sich dann von ihm abzuwenden.

Das Spiel der Macht

In der zweiten Verfilmung des mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Tatsachenromans "All the King's Men" gefällt Sean Penn als zwielichtiger Südstaatenpolitiker.

Drei Oscars, darunter auch den als Bester Film, gewann 1949 "Der Mann, der herrschen wollte", Robert Rossens Adaption von Robert Penn Warrens Buchvorlage. Als Bester Hauptdarsteller reüssierte damals Broderick Crawford, und auch für Sean Penn, der aktuell den "Boss" Willie Stark spielt, stehen die Chancen für einen zweiten Goldjungen (nach "Mystic River") nicht schlecht. Sollte die bekannt konservative Academy "Das Spiel der Macht" nicht "zufällig" links liegen lassen, sind doch Parallelen zur heutigen US-Politik - siehe Vetternwirtschaft, die Verteufelung Andersdenkender oder schamlose Lügen - nicht zu übersehen. Andererseits zeichnet Steven Zaillian, preisgekrönter Autor von "Schindlers Liste", für Buch und Regie verantwortlich, was wieder für eine Berücksichtigung spricht - genauso wie das schillernde All-Star-Ensemble, dem unter anderem Jude Law, Kate Winslet, Anthony Hopkins, Mark Ruffalo und Patricia Clarkson angehören.

Um Aufstieg und (Beinahe-)Fall eines gnadenlosen Populisten geht es, um einen scharfzüngigen Demagogen, der aus ärmlichsten Verhältnissen stammend ganz nach oben kommt und dort kräftig aufräumen will. Eine schlampig gebaute Schule, die zusammenbricht und drei Leben kostet, sind sein Sprungbrett, der Posten eines Provinzbürgermeisters nur Zwischenstop auf dem Weg zum Chef im Staat. Pate für diesen hemdsärmeligen "Boss" stand der legendäre Huey "Catfish" Long, einst berühmt-berüchtigter Gouverneur von Louisiana. In einer flüssigen Montage, mittels ein paar flammender Ansprachen, zeichnet Zaillian Starks Weg zur Macht. Führt Jude Law als desillusionierten Journalisten Jack Burden (!) ein, der den begnadeten Redner ermuntert, in die Politik einzusteigen und fortan als dessen Chronist fungiert. Doch der einstige Idealist berauscht sich am Erfolg, vergisst seine Wähler, lässt sich mit den falschen Leuten ein, etwa dem lokalen Mobster Tiny Duffy, den James Gandolfini in souveräner Tony-Soprano-Manier gibt. Es dauert nicht lange, da formieren sich die politischen Widersacher und holen zum Gegenschlag aus.

Hier wechselt die Perspektive des Dramas. Burden, den Law zurückgenommen anlegt, rückt in den Fokus des Interesses. Er soll brisantes Material gegen Starks Opponenten sammeln und wird dabei mit der eigenen Vergangenheit konfrontiert - mit der von ihm verachteten Südstaaten-High-Society, seinem Pflegevater, einem mächtigen Richter (Hopkins), sowie seiner Jugendliebe Anne (Winslet). Das Werk verliert etwas an Stringenz, John Grishams Gerichtsthriller lassen von Ferne grüßen, während das politische Moment hinters gesellschaftspolitische zurücktritt. Was nicht allzu schwer ins Gewicht fällt, gelingt es Zaillian doch gut, eine klassische Film-noir-Atmosphäre aufzubauen, die Mangrovenwälder geheimnisvoll rauschen zu lassen. Unbedingt auch ein Verdienst des vorzüglichen Produktionsdesigns von Patrizia von Brandenstein ("Amadeus"), die ein perfektes 50er-Jahre-Setting kreiert hat - obwohl die Story ursprünglich in den 30ern angesiedelt ist -, das in den fahlen, in gedeckten Farben gehalten Bildern von Kameramann Pawel Edelman ("Ray") seine perfekte Entsprechung findet. Was man von James Horners ("Titanic") Bombast-Score wiederum nicht behaupten kann. geh.

Darsteller:  Sean Penn   als Willie Stark
  Jude Law   als Jack Burden
  Sir Anthony Hopkins   als Richter Irwin
  Kate Winslet   als Anne Stanton
  Mark Ruffalo   als Adam Stanton
  James Gandolfini   als Tiny Duffy
  Patricia Clarkson   als Sadie Burke
 
Regie:  Steven Zaillian  
Buch:  Steven Zaillian  
Musik:  James Horner  
Kamera:  Pawel Edelman  
Produzent:  Mike Medavoy  
  Arnold W. Messer  
  Steven Zaillian  
  Ken Lemberger  
 

Das Spiel der Macht in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Sean Penn

Nach kleinen Rollen in TV-Filmen und im Theater debütierte Penn 1981 in "Die Kadetten von Bunker Hill" an der Seite von Tom Cruise. Der Durchbruch...

 

Star

Jude Law

"Mein Vater baut Schiffe, und ich segle damit." Der Satz aus "Der talentierte Mr. Ripley" trifft auf eine Reihe von Personen zu, die der britische...