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Kaufvideo
Erhältlich seit:
03.08.2010
Originaltitel: All the King's Men
USA 2006
Laufzeit: 128 Min.
FSK: ab 12
Sean Penn
Jude Law
Sir Anthony Hopkins
Regie: Steven Zaillian
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

In der zweiten Verfilmung des mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Tatsachenromans "All the King's Men" gefällt Sean Penn als zwielichtiger Südstaatenpolitiker.
Drei Oscars, darunter auch den als Bester Film, gewann 1949 "Der Mann, der herrschen wollte", Robert Rossens Adaption von Robert Penn Warrens Buchvorlage. Als Bester Hauptdarsteller reüssierte damals Broderick Crawford, und auch für Sean Penn, der aktuell den "Boss" Willie Stark spielt, stehen die Chancen für einen zweiten Goldjungen (nach "Mystic River") nicht schlecht. Sollte die bekannt konservative Academy "Das Spiel der Macht" nicht "zufällig" links liegen lassen, sind doch Parallelen zur heutigen US-Politik - siehe Vetternwirtschaft, die Verteufelung Andersdenkender oder schamlose Lügen - nicht zu übersehen. Andererseits zeichnet Steven Zaillian, preisgekrönter Autor von "Schindlers Liste", für Buch und Regie verantwortlich, was wieder für eine Berücksichtigung spricht - genauso wie das schillernde All-Star-Ensemble, dem unter anderem Jude Law, Kate Winslet, Anthony Hopkins, Mark Ruffalo und Patricia Clarkson angehören.
Um Aufstieg und (Beinahe-)Fall eines gnadenlosen Populisten geht es, um einen scharfzüngigen Demagogen, der aus ärmlichsten Verhältnissen stammend ganz nach oben kommt und dort kräftig aufräumen will. Eine schlampig gebaute Schule, die zusammenbricht und drei Leben kostet, sind sein Sprungbrett, der Posten eines Provinzbürgermeisters nur Zwischenstop auf dem Weg zum Chef im Staat. Pate für diesen hemdsärmeligen "Boss" stand der legendäre Huey "Catfish" Long, einst berühmt-berüchtigter Gouverneur von Louisiana. In einer flüssigen Montage, mittels ein paar flammender Ansprachen, zeichnet Zaillian Starks Weg zur Macht. Führt Jude Law als desillusionierten Journalisten Jack Burden (!) ein, der den begnadeten Redner ermuntert, in die Politik einzusteigen und fortan als dessen Chronist fungiert. Doch der einstige Idealist berauscht sich am Erfolg, vergisst seine Wähler, lässt sich mit den falschen Leuten ein, etwa dem lokalen Mobster Tiny Duffy, den James Gandolfini in souveräner Tony-Soprano-Manier gibt. Es dauert nicht lange, da formieren sich die politischen Widersacher und holen zum Gegenschlag aus.
Hier wechselt die Perspektive des Dramas. Burden, den Law zurückgenommen anlegt, rückt in den Fokus des Interesses. Er soll brisantes Material gegen Starks Opponenten sammeln und wird dabei mit der eigenen Vergangenheit konfrontiert - mit der von ihm verachteten Südstaaten-High-Society, seinem Pflegevater, einem mächtigen Richter (Hopkins), sowie seiner Jugendliebe Anne (Winslet). Das Werk verliert etwas an Stringenz, John Grishams Gerichtsthriller lassen von Ferne grüßen, während das politische Moment hinters gesellschaftspolitische zurücktritt. Was nicht allzu schwer ins Gewicht fällt, gelingt es Zaillian doch gut, eine klassische Film-noir-Atmosphäre aufzubauen, die Mangrovenwälder geheimnisvoll rauschen zu lassen. Unbedingt auch ein Verdienst des vorzüglichen Produktionsdesigns von Patrizia von Brandenstein ("Amadeus"), die ein perfektes 50er-Jahre-Setting kreiert hat - obwohl die Story ursprünglich in den 30ern angesiedelt ist -, das in den fahlen, in gedeckten Farben gehalten Bildern von Kameramann Pawel Edelman ("Ray") seine perfekte Entsprechung findet. Was man von James Horners ("Titanic") Bombast-Score wiederum nicht behaupten kann. geh.
Der charismatische Südstaatenpolitiker "Boss" Willie Stark (SEAN PENN) hat es weit gebracht. Unaufhörlich steigt der populäre Demagoge die Karriereleiter immer weiter hinauf und tritt mehr und mehr ins Rampenlicht. Der einst nicht minder idealistische, nun aber verbitterte Ex-Reporter Jack Burden (JUDE LAW) ist Stark dabei unfreiwillig eine große Hilfe auf seinem steilen Weg nach oben. Doch dort "oben" herrschen Korruption und Verrat, ist kein Platz für Idealismus. Das muss Willie Stark am eigenen Leib erfahren. Zunehmend verliert er seine anfängliche Unschuld und wird genauso korrupt wie all diejenigen, die er zuvor so vehement verfolgt hat. Nach seinem spektakulären Aufstieg erlebt der Politiker einen tiefen Fall. Absolute Macht korrumpiert absolut - eine Erkenntnis, die bald zur bitteren Wahrheit für Willie wird ...
Kurzbewertung:
Steven Zaillian (1993, Oscar[r] für die Beste Drehbuchadaption, Schindlers Liste) schrieb basierend auf Robert Penn Warrens Pulitzer-Preis-gekröntem Meisterwerk von 1946 das Drehbuch und führte auch Regie. In dem erstklassig besetzten Drama brillieren Oscar[r]-Preisträger Sean Penn (Mystic River), Jude Law (Hautnah), Kate Winslet (Vergiß mein nicht!), James Gandolfini (8 MM - Acht Millimeter), Mark Ruffalo (Collateral), Patricia Clarkson (Dogville) und Oscar[r]- Preisträger Anthony Hopkins (Das Schweigen der Lämmer).
Quelle: Sony Pictures
| Darsteller: | Sean Penn | als Willie Stark | |
|---|---|---|---|
| Jude Law | als Jack Burden | ||
| Sir Anthony Hopkins | als Richter Irwin | ||
| Kate Winslet | als Anne Stanton | ||
| Mark Ruffalo | als Adam Stanton | ||
| James Gandolfini | als Tiny Duffy | ||
| Patricia Clarkson | als Sadie Burke | ||
| Regie: | Steven Zaillian | ||
| Buch: | Steven Zaillian | ||
| Musik: | James Horner | ||
| Kamera: | Pawel Edelman | ||
| Produzent: | Mike Medavoy | ||
| Arnold W. Messer | |||
| Steven Zaillian | |||
| Ken Lemberger | |||
Das Spiel der Macht (Thrill Edition) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch PCM 5.1, Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch, Hindi
Bildformat: 1:1,85/1080p
Star
Sean Penn
Nach kleinen Rollen in TV-Filmen und im Theater debütierte Penn 1981 in "Die Kadetten von Bunker Hill" an der Seite von Tom Cruise. Der Durchbruch...
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