DVD Leihvideo

Das Streben nach Glück

Erhebendes Drama mit komödiantischen Elementen über einen alleinerziehenden und vom Glück verlassenen New Yorker, der in San Francisco mit seinem Sohn ein neues Leben beginnt.


Das Streben nach Glück

Leihvideo

Erhältlich seit:
22.05.2007

Originaltitel: The Pursuit of Happyness

Drama

USA 2006
Laufzeit: 113 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Will Smith
Thandie Newton
Jaden Smith

Regie: Gabriele Muccino
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(2 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Locker, humorvoll und menschlich anrührend: Kassenmagnet Will Smith als glückloser Alleinerziehender, der den Glauben an eine bessere Zukunft nicht aufgibt.

Privat hat Chris auch kein Glück (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Privat hat Chris auch kein Glück (Foto: Sony Pictures)

Seit "Independence Day" ist Will Smith auf extrem erfolgreiche Blockbuster abonniert. Eine Serie, die nicht abreißt und zuletzt mit "Hitch - der Date Doktor" wieder Millionen ins Kino lockte. So reibt man sich verwundert die Augen, den König von Action- und Komödienhits diesmal in einer ernsten Rolle zu sehen.

Richtig: Smith ist ins seriöse Charakterfach umgezogen. Die Straßen von San Francisco in den 80ern sind Schauplatz eines Abstiegs in die Armut. Obwohl es Chris Gardener (Smith) nicht an Grips und Fähigkeiten als Verkäufer mangelt, ist er finanziell am Ende. Und er hat einen fünfjährigen Sohn, Chris Jr. (Will Smiths eigener Sohn Jaden Smith in seinem überzeugenden Filmdebüt), den er versorgen muss, aber nicht kann. Mutter Linda (Thandie Newton) hat sie beide aus Verzweiflung verlassen.

Chris zerreißt sich, um seinen Sohn zu versorgen (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Chris zerreißt sich, um seinen Sohn zu versorgen (Foto: Sony Pictures)

Anfang von ganz unten

Nun ist Chris arbeitslos, und als seine Reserven völlig aufgebraucht sind, fliegen er und sein Sohn zu allem Überfluss auch noch aus der Wohnung - und landen schließlich im Obdachlosenasyl. Doch er gibt nicht auf. Zäh beißt er sich durch, bis er bei einer angesehenen Maklerfirma ein Praktikum ergattert.

So herzerwärmend war Will Smith noch nie: Das bewegende Drama ist eine komödiantisch aufgelockerte Ode an die Menschlichkeit.

Das Streben nach Glück

Vom Leben am Boden und der Sehnsucht, endlich auch einmal zu schweben erzählt dieses in mancher Hinsicht ungewöhnliche Hollywooddrama: es hat einen italienischen Regisseur, ein echtes Vater-Sohn-Duo als Mittelpunkt und die richtige Mischung aus Wirklichkeit und Wunder.

"Inspiriert von einer wahren Geschichte" - ein solches über die Credits gelegtes Entree bedeutet in der Traumfabrik häufig, dass man starke Stories bis auf den Kern skelettiert und dann mit eigenen Zusätzen für den Großmarkt konsumierbar macht. Auch "Das Streben nach Glück" folgt dem Aufstieg des Brokers Chris Gardner nicht minutiös. Doch viele zentrale Eckpunkte sind erhalten, viele Eingriffe verständlich und manche Auslassungen sinnvoll, weil selbst die Wahrheit mitunter zu kitschig märchenhaft wirken kann. Weil man sich auf eine harmonische Vater-Sohn-Beziehung konzentriert, bleiben Gardners traumatische mit seinem Stiefvater und andere Brutalerfahrungen, wie die Vergewaltigung durch ein Gangmitglied, ausgespart. Wichtig aber ist: der Zorn, der hinter seinem natürlichen Charme wohnt, bleibt spür- und wird in Momenten starker Verzweiflung auch sichtbar. David Conrad, Autor des ebenfalls gefühlsklimatisch gut eingestellten "Weather Man", und Regisseur Gabriele Muccino ("Ein letzter Kuss") fangen Stimmungen gut ein, ohne das volle Orchester einzusetzen. Deshalb findet man Szenen, in den Huren mit Herz dem verzweifelten Vater Geld zustecken, hier nicht, obwohl Gardner sie so erlebt hat. Und auch die Klimax, die emotionale Erlösung des Helden, ist für einen Studiofilm recht zurückhaltend. Bevor es dazu kommt, bedeutet "Das Streben nach Glück" erst einmal einen kontinuierlichen Absturz. Mit angegrauten Haaren spielt Will Smith Chris Gardner, der sich im San Francisco des Jahres 1981 mit dem Verkauf eines medizinischen Messgeräts durchschlägt. Es ist ein Leben in der Phantomzone des amerikanischen Traums - man kann seine Profiteure, die vielen scheinbar glücklichen Gesichter, sehen, bleibt aber in der eigenen bitteren Existenz gefangen. Man ist unsichtbar, wie der Obdachlose, der in der Ouvertüre des Films mitten auf der Straße schläft. Chris hat eine Frau, die dem Druck von Finanzen und enttäuschten Hoffnungen irgendwann nicht mehr standhält und die Familie verlässt - eine undankbare Rolle für Thandie Newton. Chris wird sich um den 5-jährigen Christopher (gespielt vom Smiths eigenem Sohn) jetzt allein kümmern, wird seine Mietwohnung verlieren, in der Toilette einer U-Bahnstation und im Obdachenlosenheim schlafen, wird ganz unten ankommen, aber immer den Blick nach oben behalten. Denn parallel zu diesem zermürbenden Absturz vollzieht sich der beschwerliche Aufstieg. Durch Wortgewandtheit, Beharrlichkeit, Charme und auch Intelligenz, verdeutlicht durch ein dramaturgisch gut nutzbares Bild, das Speedknacken eines Rubik Cube, gelangt er in ein begehrtes, aber unbezahltes Programm für Broker-Trainees. Während er versucht der Eine zu werden, der schließlich übernommen wird, muss er weitere Hinkelsteine, die ihm das Leben vor die Füße wirft, aus dem Weg räumen und die Fassade aufrechterhalten, damit niemand seine wahre Situation erkennt. Muccinos Film steckt voller kleiner hektischer Spannungsszenen, in denen man mitfiebert, ob Gardner dies auch gelingt. Nicht mal in "Running Man" musste die Hauptfigur rennen wie hier, wodurch auch der Zuschauer unter Strom gesetzt wird. Will Smith bewährt sich körperlich und emotional, zeigt seine reifste Leistung nach "Ali". Nicht zuletzt ihm ist das Hoch zu verdanken, das auch uns am Ende aus einem Film schweben lässt, der an die Nebenwirkungen der Reaganomics erinnert. Der Film will nicht Hubert Selby, sondern ein Märchen sein, macht aber dennoch deutlich, dass Streben und Glück nicht immer so harmonisch korrelieren. kob.

Darsteller:  Will Smith   als Christopher Gardner
  Thandie Newton   als Linda
  Jaden Smith   als Christopher
  Brian Howe   als Jay Twistle
  James Karen   als Martin Frohm
  Dan Castellaneta   als Alan Frakesh
  Kurt Fuller   als Walter Ribbon
  Takayo Fischer   als Mrs. Chu
 
Regie:  Gabriele Muccino  
Buch:  Steve Conrad  
Musik:  Andrea Guerra  
Kamera:  Phedon Papamichael  
Produzent:  Todd Black  
  Jason Blumenthal  
  Will Smith  
  James Lassiter  
  Steve Tisch  

Will Smith ist Hollywoods Machthaber

Im letzten Jahr spielte Will Smith eine Legende - jetzt ist er selbst eine. Laut dem Forbes-Magazin ist er in Hollywood nicht nur der bestverdienende, sondern auch der wertvollste Star.

Keiner kann ihm in Hollywood in Sachen "Starfaktor" das Wasser reichen: Will Smith (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Keiner kann ihm in Hollywood in Sachen "Starfaktor" das Wasser reichen: Will Smith (Foto: Kurt Krieger)

Bei den Gebrüdern Grimm ist er grau, vierbeinig und störrisch, in Hollywood schwarz, zweibeinig und immer gut gelaunt - der Goldesel. In der Filmmetropole hat er sogar einen Namen: Will Smith. In einer neuen Bestenliste des Wirtschaftsmagazins Forbes wurde der Star aus "Hancock" zum wertvollsten Schauspieler Hollywoods gekürt. In einer Skala von eins bis zehn bekam der 40-Jährige die Höchstnote. Damit übertraf er Kollegen wie Johnny Depp, Leonardo DiCaprio, Angelina Jolie und Brad Pitt auf die Plätze, die sich den gemeinsamen zweiten Platz teilen.

Dahinter folgt Tom Hanks. George Clooney, Denzel Washington, Matt Damon und Jack Nicholson komplettieren die Top Ten. Der Wert wurde ermittelt aus verschiedenen Faktoren, wie der Fähigkeit, die Finanzierung eines Projekts zu ermöglichen, der Erfolg an der Kinokasse und die Wirkung auf unterschiedliche Zuschauerschichten. Forbes-Manager John Burman glaubt Will Rezept zu kennen: "Er kann einfach alles - vom Popfilm über 'Ali' zu 'Sieben Leben' und 'Das Streben nach Glück'. Er kann in allen Welten spielen. Ich glaube, den Leuten gefällt es einfach, ihn auf der Leinwand zu sehen."

 

Das Streben nach Glück in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Weitere Videos

Hoch Runter
 

Star

Will Smith

Der Kumpel schlechthin. Frohnatur, Sprücheklopfer mit Herz, frechem Charme und der Fähigkeit, sich mit Leutseligkeit aus jedem Schlamassel...

 

Star

Thandie Newton

Die Trance-Frau. In ihren Augen ist immer Nacht. Die zarte dunkelhäutige Schönheit mit Ahnungen von Abgründen und Trauer im feinziselierten...