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Das Urteil - Jeder ist käuflich

Starbesetzte Grisham-Verfilmung über einen großangelegten Gerichtsprozess gegen einen amerikanischen Waffenfabrikanten.


Das Urteil - Jeder ist käuflich

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Erhältlich seit:
25.06.2010

Originaltitel: Runaway Jury

Thriller/ Drama

USA 2003
Laufzeit: 128 Min.
FSK: ab 12

John Cusack
Gene Hackman
Dustin Hoffman

Regie: Gary Fleder
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Dustin Hoffman und Gene Hackman als erbitterte Widersacher in einem Justiz-Thriller nach John Grisham.

Dustin Hoffman will die Allmacht der Waffenindustrie brechen. Gene Hackman hat sich an sie verkauft (Foto: Fox) Großansicht

Dustin Hoffman will die Allmacht der Waffenindustrie brechen. Gene Hackman hat sich an sie verkauft (Foto: Fox)

Das amerikanische Rechtssystem ist eine andere Welt. Millionen Dollar Schadensersatz gehen an kranke Raucher, Anwälte sind populär wie Popstars. Und über "schuldig" oder nicht entscheiden die Geschworenen in der "Jury", zufällig ausgewählte und demokratisch legitimierte Normalbürger.

Oder etwa nicht? Das ist die Kernfrage im neuesten, spektakulären und spekulativen Hollywood-Thriller nach einer Vorlage von John Grisham, dem Bestseller-Superstar der Justizromane ("Die Firma", "Die Pelikan Akte").

Ein Mann wurde bei einem Amoklauf erschossen, seine Frau verklagt mit Hilfe des integeren Anwalts Wendall Rohr (Dustin Hoffman) den Hersteller der Schusswaffe.

Manipuliert: Geschworener Nick (Foto: Fox) Großansicht

Manipuliert: Geschworener Nick (Foto: Fox)

Nach allen Seiten offen

Rankin Fitch (Gene Hackman), ein zwielichtiger Jury-Berater, arbeitet für die Verteidigung der Waffen-Industrie. Sein Motto: "Gerichtsurteile sind zu wichtig, um sie Geschworenen zu überlassen". Mit High-Tech und einer geheimen Überwachungszentrale manipuliert er die Auswahl der Geschworenen.

Aber er hat nicht mit Nick Easter (John Cusack) gerechnet. Der "Geschworene No. 9" hat sich in die Jury eingeschmuggelt und macht den Anwälten beider Seiten klar, dass er das Urteil in jede Richtung lenken kann.

Allein das Filmduell der alten Freunde Hoffman gegen Hackman ist eine Klasse für sich - trickreicher Thrill bis zum überraschenden Finale.

Das Urteil - Jeder ist käuflich

"Gerichtsverhandlungen sind zu wichtig, um sie Geschworenen zu überlassen." Dieser Leitspruch stammt von einem der Protagonisten in der ersten John-Grisham-Romanverfilmung seit fünf Jahren, bei der das Urteil der Geschworenen in der einen Präzedenzfall setzenden Schadensersatzklage einer Witwe nach dem Motto "Justiz ist blind für den Höchstbietenden" zum Verkauf steht. Als Opponenten innerhalb des Justizsystems stehen sich Gene Hackman und Dustin Hoffman gegenüber. Es ist die erste Zusammenarbeit der beiden seit ihrer Jugend befreundeten Oscar-Gewinner. Aufgemischt wird ihr konventioneller Gut-gegen-Böse-Konflikt mit den persönlich motivierten Machenschaften des Geschworenen Nummer neun John Cusack und seiner Komplizin in Gestalt von Rachel Weisz.

Ursprünglich 1997 bei Warner mit anderem Regisseur und Schauspielern geplant, landete der brisante Justizthriller schließlich bei Fox. Als Regisseur für das von vier Drehbuchautoren adaptierte Skript engagierte man Gary Fleder, der mit dem Krimi "Sag kein Wort" zuletzt einen veritablen Hit verbuchte. Er wartet mit einer effektiven, Suspense-reichen und technisch versierten Inszenierung auf, doch wirkt die Story oftmals konstruiert und funktioniert als Thesenpapier ebenso gut wie als Justizthriller. Zwar hielt sich Fleder eng an die Vorlage, doch anders als im Roman wird nicht die Tabak-, sondern die Schusswaffenindustrie angeklagt, da die Realität die Fiktion in Sachen Tabak längst überholt hatte. Zu Beginn steht ein Prolog, in dem ein gefeuerter Börsenmakler Amok läuft und ein Dutzend ehemaliger Kollegen erschießt. Einer davon ist der Mann von Celeste Wood, die zwei Jahre später den Hersteller der halbautomatischen Tatwaffe verklagt. Ihr Anwalt ist der idealistische Wendall Rohr (Hoffman), dessen Solidarität mit dem kleinen Mann sich schon an seinem schlecht sitzenden Anzug ablesen lässt. Im Kontrast dazu ist der vom Angeklagten hinzugezogene "Jury-Konsultant" Rankin Fitch (Hackman) makellos gekleidet und ausschließlich von Geld motiviert. Fitch leitet eine High-Tech-Operation, die bereits im Vorfeld die Vergangenheit der potentiellen Geschworenen durchleuchtet, um mögliches Erpressungsmaterial aufzudecken und damit ihre Entscheidung beim Verfahren zu beeinflussen. Einer dieser Jurymitglieder ist der undurchsichtige Nick Easter (Cusack), der seine eigenen Pläne hat. Seine Freundin Marlee (Weisz) bietet sowohl Rohr als Fitch für die Summe von zehn Millionen Dollar durch Nicks Einfluss auf die Jury jeweils einen Schuld- oder Freispruch an. Ein gefährliches Spiel mit doppelten Boden beginnt.

Als Highlight wird die in einer Toilette stattfindende Konfrontation zwischen Hackman und Hoffman angelegt. Beide sind erwartungsgemäß hervorragend, leichte Oberhand hat allerdings Hackman (nach "Die Firma" und "Die Kammer" bereits zum dritten Mal in einer Grisham-Verfilmung), der selbst banale Dialogzeilen mit resoluter Autorität versieht. Auch bei den Nebendarstellern finden sich mit Bruce McGill, Bruce Davidson und Jeremy Piven hochkarätige Mitspieler. Leider sind trotz angestrengtem "suspension of disbelief" manche Plotwendungen nur mit großem Wohlwollen des Publikums akzeptabel. Ob das Urteil des Publikums zugunsten dieses in allen Belangen professionell realisierten Edelkrimis ausfällt, hängt wohl in erster Linie davon ab, ob die Zuschauer willens sind, über die etwas unglücklichen Haken und Ösen der Handlung hinweg zu blicken, und sich dafür voll und ganz dem Glanz des Staraufgebots hinzugeben. ara.

Das Urteil - Jeder ist käuflich

Schauplatz New Orleans, kurz vor Beginn eines spektakulären Prozesses. Ein Waffenkonzern hat den skrupellosen Jury-Berater Rankin Fitch engagiert, um die Schadensersatzklage einer Witwe, deren Mann bei einem Attentat erschossen wurde, abzuwenden. Ein Präzedenzfall mit drohenden Milliardenverlusten für die Waffenindustrie droht, wenn es nicht gelingt, die Geschworenen zu einem Freispruch zu bewegen. Fitch ist bereit bis zum Äußersten zu gehen, um den Sieg davonzutragen, auch bis hin zum Einsatz unlauterer Mittel.

Sein Gegenspieler, der moralisch integere Wendall Rohr (Dustin Hoffman) als Anwalt der Klägerin, hält nichts von Überwachung und Einschüchterung der Geschworenen. Im Zentrum der Handlung aber steht der schwer zu durchschauende Nick Easter (John Cusack), Mitglied der Geschworenen-Jury mit ganz eigenen Plänen in diesem explosiven Prozess, sowie die geheimnisvolle, attraktive Marlee (Rachel Weisz), die außerhalb des Gerichts sowohl der einen als auch der anderen Seite anbietet, die Jury-Entscheidung gegen einen Millionenbetrag in deren Sinne kaufen zu können. Ein gefährliches Spiel mit doppeltem Boden um die alles entscheidenden Stimmen der Jury beginnt...

Quelle: Fox

" Audiokommentar von Regisseur Gary Fleder
" Nicht verwendete Szenen (Nick ruft Marlee aus dem Hotel an, Korruptionsverdacht, )
" Audiokommentar zu ausgewählten Szenen (Der Waschraum: Dustin Hoffman, Die Bar: Gene Hackman)
" Untersuchung einer Szene: Hackman & Hoffman zusammen
" Aus dem Ärmel: Hackman & Hoffman im Ge-spräch
" Das Ensemble: Schauspielkunst, Making-Of "Das Urteil"
" Licht & Schatten: Kamera
" Eine Version von New Orleans: Ausstattung
" Rhythmus: Die Kunst des Schnitts

Quelle: Fox

Darsteller:  John Cusack   als Nick Easter
  Gene Hackman   als Rankin Fitch
  Dustin Hoffman   als Wendall Rohr
  Rachel Weisz   als Marlee
  Bruce Davison   als Durwood Cable
  Bruce McGill   als Judge Harkin
  Jeremy Piven   als Lawrence Green
  Nick Searcy   als Doyle
  Stanley Anderson   als Henry Jankle
  Cliff Curtis   als Frank Herrera
  Nestor Serrano   als Janovich
  Leland Orser   als Lamb
  Jennifer Beals   als Vanessa Lembeck
  Gerry Bamman   als Herman Grimes
  Joanna Going   als Celeste Wood
  Bill Nunn   als Lonnie Shaver
  Juanita Jennings   als Loreen Duke
  Marguerite Moreau   als Amanda Monroe
  Nora Dunn   als Stella Hulic
  Guy Torry   als Eddie Weese
  Rusty Schwimmer   als Millie Dupree
  Margo Moorer   als Kaufman
  David Dwyer   als Birk
  Michael Arata   als Raines
  Rhoda Griffis   als Rikki Coleman
  Fahnlohnee R. Harris   als Sylvia Deshazo
  Corri English   als Lydia Deets
  Jason Davis   als Phillip Savelle
  Xuan van Nguyen   als Henry Wu
  Douglas M. Griffin   als Terry Docken
  Carol Sutton   als Lou Dell
  Deneen Tyler   als Rezeptionistin
  Zach Hanner   als Ted
  Andrea Powell   als Deborah
  Ted Manson   als Pulaski
  David Jensen   als Shamburg
  Lori Heuring   als Maxine
  Adella Gauthier   als Voodooshop-Verkäuferin
  Afemo Omilami   als SUV Fahrer
  Barret O'Brien   als Techie
  Ned Bellamy   als Jerome
  Orlando Jones   als Russell
  Gary Grubbs   als Dobbs
  Joe Chrest   als Owens
  Stuart Greer   als Kincaid
  Mark Jeffrey Miller   als Vaughn
  Luis Guzmán   als Jerry Fernandez
 
Regie:  Gary Fleder  
Buch:  Brian Koppelman  
  David Levien  
  Rick Cleveland  
  Matthew Chapman  
Musik:  Christopher Young  
Kamera:  Robert Elswit  
Produzent:  Arnon Milchan  
  Gary Fleder  
  Christopher Mankiewicz  
 

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