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Leihvideo
Erhältlich seit:
19.08.2004
Originaltitel: Runaway Jury
USA 2003
Laufzeit: 123 Min.
FSK: ab 12
John Cusack
Gene Hackman
Dustin Hoffman
Regie: Gary Fleder
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

"Gerichtsverhandlungen sind zu wichtig, um sie Geschworenen zu überlassen." Dieser Leitspruch stammt von einem der Protagonisten in der ersten John-Grisham-Romanverfilmung seit fünf Jahren, bei der das Urteil der Geschworenen in der einen Präzedenzfall setzenden Schadensersatzklage einer Witwe nach dem Motto "Justiz ist blind für den Höchstbietenden" zum Verkauf steht. Als Opponenten innerhalb des Justizsystems stehen sich Gene Hackman und Dustin Hoffman gegenüber. Es ist die erste Zusammenarbeit der beiden seit ihrer Jugend befreundeten Oscar-Gewinner. Aufgemischt wird ihr konventioneller Gut-gegen-Böse-Konflikt mit den persönlich motivierten Machenschaften des Geschworenen Nummer neun John Cusack und seiner Komplizin in Gestalt von Rachel Weisz.
Ursprünglich 1997 bei Warner mit anderem Regisseur und Schauspielern geplant, landete der brisante Justizthriller schließlich bei Fox. Als Regisseur für das von vier Drehbuchautoren adaptierte Skript engagierte man Gary Fleder, der mit dem Krimi "Sag kein Wort" zuletzt einen veritablen Hit verbuchte. Er wartet mit einer effektiven, Suspense-reichen und technisch versierten Inszenierung auf, doch wirkt die Story oftmals konstruiert und funktioniert als Thesenpapier ebenso gut wie als Justizthriller. Zwar hielt sich Fleder eng an die Vorlage, doch anders als im Roman wird nicht die Tabak-, sondern die Schusswaffenindustrie angeklagt, da die Realität die Fiktion in Sachen Tabak längst überholt hatte. Zu Beginn steht ein Prolog, in dem ein gefeuerter Börsenmakler Amok läuft und ein Dutzend ehemaliger Kollegen erschießt. Einer davon ist der Mann von Celeste Wood, die zwei Jahre später den Hersteller der halbautomatischen Tatwaffe verklagt. Ihr Anwalt ist der idealistische Wendall Rohr (Hoffman), dessen Solidarität mit dem kleinen Mann sich schon an seinem schlecht sitzenden Anzug ablesen lässt. Im Kontrast dazu ist der vom Angeklagten hinzugezogene "Jury-Konsultant" Rankin Fitch (Hackman) makellos gekleidet und ausschließlich von Geld motiviert. Fitch leitet eine High-Tech-Operation, die bereits im Vorfeld die Vergangenheit der potentiellen Geschworenen durchleuchtet, um mögliches Erpressungsmaterial aufzudecken und damit ihre Entscheidung beim Verfahren zu beeinflussen. Einer dieser Jurymitglieder ist der undurchsichtige Nick Easter (Cusack), der seine eigenen Pläne hat. Seine Freundin Marlee (Weisz) bietet sowohl Rohr als Fitch für die Summe von zehn Millionen Dollar durch Nicks Einfluss auf die Jury jeweils einen Schuld- oder Freispruch an. Ein gefährliches Spiel mit doppelten Boden beginnt.
Als Highlight wird die in einer Toilette stattfindende Konfrontation zwischen Hackman und Hoffman angelegt. Beide sind erwartungsgemäß hervorragend, leichte Oberhand hat allerdings Hackman (nach "Die Firma" und "Die Kammer" bereits zum dritten Mal in einer Grisham-Verfilmung), der selbst banale Dialogzeilen mit resoluter Autorität versieht. Auch bei den Nebendarstellern finden sich mit Bruce McGill, Bruce Davidson und Jeremy Piven hochkarätige Mitspieler. Leider sind trotz angestrengtem "suspension of disbelief" manche Plotwendungen nur mit großem Wohlwollen des Publikums akzeptabel. Ob das Urteil des Publikums zugunsten dieses in allen Belangen professionell realisierten Edelkrimis ausfällt, hängt wohl in erster Linie davon ab, ob die Zuschauer willens sind, über die etwas unglücklichen Haken und Ösen der Handlung hinweg zu blicken, und sich dafür voll und ganz dem Glanz des Staraufgebots hinzugeben. ara.
| Darsteller: | John Cusack | als Nick Easter | |
|---|---|---|---|
| Gene Hackman | als Rankin Fitch | ||
| Dustin Hoffman | als Wendall Rohr | ||
| Rachel Weisz | als Marlee | ||
| Bruce Davison | als Durwood Cable | ||
| Bruce McGill | als Judge Harkin | ||
| Jeremy Piven | als Lawrence Green | ||
| Nick Searcy | als Doyle | ||
| Stanley Anderson | als Henry Jankle | ||
| Cliff Curtis | als Frank Herrera | ||
| Nestor Serrano | als Janovich | ||
| Leland Orser | als Lamb | ||
| Jennifer Beals | als Vanessa Lembeck | ||
| Gerry Bamman | als Herman Grimes | ||
| Joanna Going | als Celeste Wood | ||
| Bill Nunn | als Lonnie Shaver | ||
| Juanita Jennings | als Loreen Duke | ||
| Marguerite Moreau | als Amanda Monroe | ||
| Nora Dunn | als Stella Hulic | ||
| Guy Torry | als Eddie Weese | ||
| Rusty Schwimmer | als Millie Dupree | ||
| Margo Moorer | als Kaufman | ||
| David Dwyer | als Birk | ||
| Michael Arata | als Raines | ||
| Rhoda Griffis | als Rikki Coleman | ||
| Fahnlohnee R. Harris | als Sylvia Deshazo | ||
| Corri English | als Lydia Deets | ||
| Jason Davis | als Phillip Savelle | ||
| Xuan van Nguyen | als Henry Wu | ||
| Douglas M. Griffin | als Terry Docken | ||
| Carol Sutton | als Lou Dell | ||
| Deneen Tyler | als Rezeptionistin | ||
| Zach Hanner | als Ted | ||
| Andrea Powell | als Deborah | ||
| Ted Manson | als Pulaski | ||
| David Jensen | als Shamburg | ||
| Lori Heuring | als Maxine | ||
| Adella Gauthier | als Voodooshop-Verkäuferin | ||
| Afemo Omilami | als SUV Fahrer | ||
| Barret O'Brien | als Techie | ||
| Ned Bellamy | als Jerome | ||
| Orlando Jones | als Russell | ||
| Gary Grubbs | als Dobbs | ||
| Joe Chrest | als Owens | ||
| Stuart Greer | als Kincaid | ||
| Mark Jeffrey Miller | als Vaughn | ||
| Luis Guzmán | als Jerry Fernandez | ||
| Regie: | Gary Fleder | ||
| Buch: | Brian Koppelman | ||
| David Levien | |||
| Rick Cleveland | |||
| Matthew Chapman | |||
| Musik: | Christopher Young | ||
| Kamera: | Robert Elswit | ||
| Produzent: | Arnon Milchan | ||
| Gary Fleder | |||
| Christopher Mankiewicz | |||
Das Urteil - Jeder ist käuflich in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Audiokommentar, 7 Featurettes, Nicht verwendete Szenen
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