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Das Versprechen

1961 versuchen Konrad und Sophie gemeinsam aus der DDR zu fliehen. Doch nur Sophie gelingt die Flucht. Nach dem Fall der Mauer könnten die beiden endlich wieder zusammen kommen. Doch in 28 Jahren ist viel passiert. Deutsch-deutsche Geschichte von Margarethe von Trotta packend inszeniert.


Das Versprechen

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Erhältlich seit:
22.08.2008

Originaltitel: Das Versprechen

Drama

Deutschland/Frankreich/Schweiz 1994
Laufzeit: 111 Min.
FSK: ab 6

Corinna Harfouch
Meret Becker
August Zirner

Regie: Margarethe von Trotta
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Das Versprechen

Im Herbst 1961, kurz nach dem Mauerbau, versuchen Sophie und Konrad durch die Kanalisation nach Westberlin zu kommen. Doch nur Sophie gelingt die Flucht. In den folgenden 28 Jahren sehen sich die Liebenden nur vier Mal. Bei einem Treffen in Prag wird Sophie schwanger, der Sohn wächst ohne Vater auf. Erst im Spätherbst 1989, nach dem Fall der Mauer, könnten Sophie und Konrad endlich ein gemeinsames Leben beginnen. Doch inzwischen haben beide längst einen neuen Partner gefunden...

Mit ihrer auf Tatsachen beruhenden Love Story läßt Margarethe von Trotta drei Jahrzehnte deutsch-deutscher Vergangenheit Revue passieren. Dabei vermeidet es die renommierte Regisseurin ("Die bleierne Zeit"), ihr Epos als nüchternes Polit-Drama zu inszenieren, und präsentiert vielmehr großes Gefühlskino. Das exzellent agierende Darsteller-Ensemble um Corinna Harfouch ("Irren ist männlich") und August Zirner ("Stadtgespräch") verhalf diesem ambitionierten Werk zu einem Achtungserfolg im Kino.

Das Versprechen

Als der englische Produzent David Puttnam vor drei Jahren während einer Diskussion in München irritiert fragte, "Warum macht ihr Deutschen keinen Film über eure jüngste Vergangenheit? Ich verstehe nicht, warum es in Deutschland keine Filme gibt, die einem das Herz brechen", da schrieben Peter Schneider und Margarethe von Trotta bereits an einem Drehbuch, das genau diese Forderungen erfüllte. Anstoß zu dieser packenden Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der deutschen Teilung gab der italienische Produzent Felice Laudadio, der Sylvester 1989/90 den Jubel und die Aufbruchstimmung in Berlin erlebt hatte. Nach anfänglichem Zögern ließ Margarethe von Trotta die Idee eines Liebesfilms mit stark politischem Hintergrund nicht mehr los. In "Das Versprechen" führt sie den Zuschauer durch starke Emotionen an die Geschichte heran, erzählt von einer fast aussichtslosen Liebe in der Zeit zwischen Mauerbau und Mauerfall von 1961 bis 1989. Sie präsentiert Menschen aus Fleisch und Blut, die lachen, lieben, leiden, Helden des Alltags in ihrer Schwäche und Stärke, mit denen man sich leicht identifizieren kann. Ausgangspunkt ist die Frage, was mit zwei Menschen passiert, die sich ein Leben miteinander versprochen haben und dann durch einen Zufall und die politischen Verhältnisse getrennt werden. Da entschließt sich ein verliebtes Paar, Sophie und Konrad, durch die Kanalisation nach Westberlin zu fliehen. Doch Konrad stolpert über seine Schnürsenkel, wird von einem Armeewagen überrascht und muß die Flucht aufgeben. In knapp 28 Jahren sehen sich die Liebenden nur viermal. Nach einem Treffen in Prag wird Sophie schwanger, der Sohn kommt ohne Vater auf die Welt. Jeder findet einen anderen Partner, sie in West-, er in Ostberlin. Dennoch kann der Verlust an Gemeinsamkeit das Verlangen nicht zerstören. Im Freudentaumel der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 sehen sie sich wieder. Aus der Ferne kreuzen sich ihre Blicke, in denen alles zu lesen ist - Wehmut, Trauer, Hoffnung. Blicke, die mitten ins Herz treffen. Nach diesem Film kann man die permanente Krise des deutschen Films getrost für einen Moment vergessen. Denn Margarethe von Trottas Meisterwerk, das die internationalen Filmfestspiele in Berlin eröffnet, legt die Meßlatte hoch. Sie präsentiert kraftvolles Gefühlskino, bisher eine Rarität in deutschen Landen. Da stimmt einfach alles: Die Intensität der Schauspieler (vor allem Corinna Harfouch als erwachsene, Meret Becker als junge Sophie), die emotionale Spannung, die dichte Atmosphäre. Von Trotta verteilt keine Schuldzuweisungen, zeichnet ihre Figuren mit Liebe: Konrad (August Zirner/Anian Zoller) als Träumer, der sich anpaßt und in ein Schneckenhaus zurückzieht, Sophie als die stärkere, die aktiv handelt, Position bezieht. Der einzig wirklich Böse ist ein Stasi-Mann, gespielt von Hark Bohm. Margarethe von Trotta, die einige Jahre in Italien gelebt hat, packt das Thema couragiert an, der diffizile Spagat zwischen Gefühl und Geschichte gelingt ihr souverän. Was im negativen Fall ein trockenes Polit-Elaborat in der Tradition des Autorenfilms hätte werden können, entwickelt sich zum grandiosen Plädoyer für die Utopie der Liebe, für den Sieg der Emotionen über die Politik - zum Weinen schön. Endlich ein großer deutscher Liebesfilm mit internationalem Format, der auch ein breites Publikum erreichen kann, ohne Qualität und Anspruch aufzugeben. mk.

Das Versprechen

Als Sophie und Konrad im Herbst 1961 mit ihren Freunden durch die Kanalisation nach Westberlin flüchten wollen, bleibt Konrad wegen eines offenen Schnürsenkels zurück und wird geschnappt. Getrennt durch die Mauer nimmt das Leben der jungen Liebenden einen völlig unterschiedlichen Verlauf. In 28 Jahren gelingen ihnen nur vier Treffen: bei einer der heftigen Begegnungen wird Sophie schwanger. Doch Konrad kann nicht raus und Sophie will nicht mehr rein in die DDR. Ihr Sohn wird geboren und es folgen Jahre das Schweigens - bis am 9. November 1989 die Mauer fällt ...

Quelle: Studiocanal

Erinnerungen von Margarethe vonTrotta und Eberhard Junkersdorf, Fotogalerien, Pressematerial als PDF, Biografien, Trailer

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Corinna Harfouch   als Sophie
  Meret Becker   als junge Sophie
  August Zirner   als Konrad
  Anian Zollner   als junger Konrad
  Jean-Yves Gautier   als Gerard
  Eva Mattes   als Barbara
  Suzanne Ugé   als junge Barbara
  Hans Kremer   als Harald
  Pierre Besson   als junger Harald
  Tina Engel   als Sophies Tante
  Otto Sander   als Professor Lorenz
  Prof. Hark Bohm   als Müller
  Heiko Senst   als Wolfgang
  Ulrike Krumbiegel   als Elisabeth
  Sven Lehmann   als Max
  Udo Kroschwald   als Müller (jung)
  Dieter Mann   als Konrads Vater
  Simone von Zglinicki   als Konrads Mutter
  Monika Hansen   als Sophies Mutter
  Klaus Piontek   als Sophies Stiefvater
  Wolfgang Winkler   als Stasi-Mann in Schule
  Franz Viehmann   als Stasi-Mann bei Gericht
  Philippe Morier-Genoud   als Rüblander
  Ruth Glöss   als Konrads Großmutter
  Noëlla Dussart   als Helenka
  Anka Baier   als Monika
  Horst Hiemer   als Gefängnisdirektor
  Waltraut Kramm   als Führerin
  Marco Bahr  
  Jens-Uwe Bogadtke  
  Barbara Dittus  
  Christina Große  
  Christine Harbort  
  Christoph Jacobi  
  Heike Jonca  
  Uwe Karpa  
  Karl Kranzkowski  
  Thomas Lawinky  
  Frank Lienert  
  Madeleine Lierck-Wien  
  Thilo Mandel  
  Dino Nolting  
  Peter Planitzer  
  René Reinhardt  
  Bernd-Uwe Reppenhagen   als Grenzoffizier
  René Schubert  
  Steffen Steglich  
 
Regie:  Margarethe von Trotta  
Buch:  Peter Schneider  
  Margarethe von Trotta  
  Felice Laudadio  
Musik:  Jürgen Knieper  
Kamera:  Franz Rath  
Produzent:  Eberhard Junkersdorf  
 

Das Versprechen in der Fotoshow

 

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Features

 

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Corinna Harfouch

Ihr hellwacher Blick sticht ins Auge, weil er Neugier, Skepsis, Belustigung, Spott und gnadenlose Verachtung vermittelt, selten Hingabe...

 

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Meret Becker

Die Kindfrau des deutschen Films der 90er-Jahre, überrascht Meret Becker als kantige Lolita weniger mit verführerischer zielsicherer Strategie...