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Das Waisenhaus

Nach klassischen Suspense-Vorbildern angelegter Thriller über ein geisterhaftes Waisenhaus.


ohne Abbildung

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Erhältlich seit:
02.09.2011

Originaltitel: El Orfanato

Thriller/ Horror

Spanien/Mexiko 2007
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 16

Belen Rueda
Fernando Cayo
Roger Príncep

Regie: Juan Antonio Bayona
Senator Home Entertainment

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Juan Antonio Bayona eroberte bereits Spanien im Sturm (erfolgreichster Film 2007) mit seinem unter die Haut gehenden Suspense-Thriller.

Laura kehrt an den Ort ihrer Kindheit zurück (Foto: Senator) Großansicht

Laura kehrt an den Ort ihrer Kindheit zurück (Foto: Senator)

Der Name Guillermo del Toro ("Pans Labyrinth", "Hellboy", "Blade II") ist Musik in den Ohren von Filmfans weltweit. Jetzt steht der Mystery-Spezialist als ausführender Produzent hinter dem perfekt gestalteten Suspense-Thriller des Spaniers Juan Antonio Bayona.

Das überrascht nicht, denn thematisch wie stilistisch sind bei "Das Waisenhaus" deutliche Parallelen zu den Werken des mexikanischen Vorzeige-Regisseurs auszumachen - seien es die Kinder, die sich in ihrer eigenen (Traum-)Welt verlieren, die starken, wenn auch verletzlichen Frauen oder der Hang zu übernatürlichem Thrill.

Laura will mit ihrem Sohn ein normales Leben im ehemaligen Waisenhaus führen (Foto: Senator) Großansicht

Laura will mit ihrem Sohn ein normales Leben im ehemaligen Waisenhaus führen (Foto: Senator)

Zurück ins alte Heim

Als Geistervilla funktioniert das titelgebende, inzwischen aufgelöste Waisenhaus. Eine ehemalige Bewohnerin, die ebenso hübsche wie tatkräftige Laura, einfühlsam und nuanciert gespielt von der ausdrucksstarken Belén Rueda ("Das Meer in mir"), kehrt mit ihrem Mann und ihrem krankem Sohn Simon ins Haus ihrer Jugend zurück.

Sie will das Heim wiedereröffnen, zum Ort der Freude machen, Spielkameraden für den sensiblen Sohn finden. Und die stellen sich auch schnell ein - aber sind sie lebendig oder existieren sie nur in der Einbildung des Jungen? Bevor Laura dies herausfinden kann, verschwindet Simon während der Eröffnungsfeier und Geister der Vergangenheit tauchen auf...

Ist es ein Geist oder doch ein echtes Kind? (Foto: Senator) Großansicht

Ist es ein Geist oder doch ein echtes Kind? (Foto: Senator)

Suspense ohne High-Tech

Wie del Toro zuletzt bei "Pans Labyrinth" oder Alejandro Amenábar bei seinem Nicole-Kidman-Grusler "The Others" spielt Bayona mit dunklen Vorstellungen von Schuld und Sühne. Dass er gleichzeitig zeitgenössisch-brisante, zwischenmenschliche Themen wie die Sorge um Kinder zur Sprache bringt, macht diese Suspense-Mischung so prickelnd.

Bayona liebt die sorgfältige Inszenierung, setzt auf durchkomponierte, farbentsättigte Bilder (Kamera: Óscar Faura), spielt geschickt mit der Erwartungshaltung des Publikums und beweist, dass mit althergebrachten Stilmitteln wie Licht und Schatten genauso viel Effekt zu erzielen ist wie mit jedem guten Großrechner. So sucht man, bis auf einen computergenerierten Leuchtturmstrahl, der wie der Suchscheinwerfer eines Polizeihubschraubers Licht ins dunkle Kinderzimmer bringt, vergeblich nach moderner Leinwand-High-Tec, während einem im Kinosessel die Handflächen feucht werden.

Die Schatten der Vergangenheit holen Laura ein (Foto: Senator) Großansicht

Die Schatten der Vergangenheit holen Laura ein (Foto: Senator)

Realität oder Einbildung?

Zwischen Sein und Schein balanciert dieser ungewöhnliche Thriller, der seinen Schrecken aus dem Unerklärlichen zieht. Mustergültig im nervzerrenden Tondesign, mit unglaublichem Gespür fürs richtige Timing, mit perfekter Ausstattung und allen notwendigen Versatzstücken des Genres zieht Bayona den Zuschauer in seine Schattenwelt. Ob Haus oder Höhle am Meer, weiter Garten oder belebte Stadt, überall herrscht Bedrohung, Sicherheit scheint es nirgendwo zu geben - oder bildet sich Laura alles einfach nur ein?

Ganz zu Recht vertrat dieses außergewöhnliche Werk, das bereits auf Festivals in Cannes, Toronto, New York und Sitges begeisterte, Spanien bei der Auswahl für den Auslands-Oscar 2007.

Das Waisenhaus

Juan Antonio Bayona beweist mit seinem Spielfilmdebüt, dass unter die Haut gehender Suspense auch heute noch mit klassischen Kinomitteln machbar ist.

Dass Guillermo del Toro bei diesem formidablen Erstling des Spaniers Juan Antonio Bayona als ausführender Produzent in Erscheinung tritt, überrascht wenig. Thematisch wie stilistisch sind bei "Das Waisenhaus" Parallelen zu den Werken des mexikanischen Vorzeige-Regisseurs auszumachen: Beispielsweise die Kinder, die sich in ihrer eigenen (Traum-)Welt verlieren, die starken, wenn auch verletzlichen Frauen und - vielleicht am offensichtlichsten - der Hang zum klassischen Schauerstück bzw. (übernatürlichen) Horror. Wie del Toro bei "Pans Labyrinth" oder Alejandro Amenábar bei "The Others" spielt Bayona mit viktorianischen Vorstellungen von Schuld und Sühne, während er gleichzeitig zeitgenössisch-brisante Themen wie Kindsmissbrauch, Post-Feminismus und die Auswirkungen omnipräsenter Überwachung zur Sprache bringt. Dabei interessiert er sich vor allem für die formalen Regeln der Gattung, setzt auf durchkomponierte, farbentsättigte Bilder, spielt geschickt mit der Erwartungshaltung des Publikums und beweist, dass mit althergebrachten Stilmitteln wie Licht und Schatten genauso viel Effekt erzielt werden kann, wie mit jedem noch so guten Großrechner.

So sucht man, bis auf einen (wohl) computergenerierten Leuchtturmstrahl, vergeblich nach High-Tech, derweil einem wie einst bei Robert Wises "Bis das Blut gefriert" die Handflächen feucht werden. Als Geistervilla funktioniert hier das titelgebende, inzwischen aufgelöste Waisenhaus, wo zu Zeiten des Franco-Regimes Ungeheuerlichkeiten geschahen. Eine ehemalige Bewohnerin, die ebenso hübsche wie tatkräftige Laura - einfühlsam und nuanciert gespielt von der großartigen Belén Rueda ("Das Meer in mir") - kehrt mit ihrem Mann und deren kranken Kind Simon zum Ort ihrer Jugend zurück. Sie will das Heim wiedereröffnen, Spielkameraden für den sensiblen Sohn finden. Und die findet der auch schnell - aber sind sie lebendig oder existieren sie nur in seiner Einbildung? Bevor Laura dies herausfinden kann, ist Simon verschwunden und Geister der Vergangenheit tauchen dafür auf. Zwischen Sein und Schein balanciert dieser ungewöhnliche Thriller, der das Laute meidet und seinen Schrecken aus dem Unerklärlichen zieht. Mit einem unglaublichen Gespür fürs richtige Timing, mit perfekter Ausstattung und allen notwendigen Versatzstücken des Genres lockt Bayona einen in seine gruselige Schattenwelt. Ganz zu recht vertritt dieses im besten Wortsinn altmodische Werk Spanien bei der Auswahl für den Auslands-Oscar 2007. geh.

Das Waisenhaus

Laura (Belén Rueda) kehrt mit ihrem siebenjährigen Sohn Simón (Roger Príncep) an den Ort zurück, an dem sie aufgewachsen ist: ein verlassenes Waisenhaus, das sie nun wieder zum Leben erwecken will. Aber es wird ihr unheimlich, als ihr Sohn von unsichtbaren Freunden erzählt, die er gar nicht kennen dürfte: Ihre alten Waisenhausfreunde! Als Simon plötzlich spurlos verschwindet und nicht wieder auftaucht, macht Laura diese Geister dafür verantwortlich und begibt sich auf die Spur einer schrecklichen Tragödie...

Quelle: Senator

Darsteller:  Belen Rueda   als Laura
  Fernando Cayo   als Carlos
  Roger Príncep   als Simón
  Mabel Rivera   als Pilar
  Montserrat Carulla   als Benigna
  Andrés Gertrudix   als Andrés
  Edgar Vivar   als Balaban
  Geraldine Chaplin   als Aurora
 
Regie:  Juan Antonio Bayona  
Buch:  Sergio G. Sánchez  
Musik:  Fernando Velazquez  
Kamera:  Oscar Saura  
Produzent:  Guillermo Del Toro  
  Álvaro Augustín  
  Mar Targarona  
  Sandra Hermida  
 

Das Waisenhaus in der Fotoshow

 

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