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Kaufvideo
Erhältlich seit:
03.09.2010
Originaltitel: Das weiße Band
Deutschland/Österreich/Frankreich/Italien 2009
Laufzeit: 138 Min.
FSK: ab 12
Christian Friedel
Ernst Jacobi
Leonie Benesch
Regie: Michael Haneke
Warner Home Video Germany

Goldene Palme für Michael Haneke: In einem trügerisch ruhigen Horrorfilm deckt er die Grausamkeiten auf, die Menschen sich in einem kleinen Dorf antun.
Das Timing hätte nicht kurioser sein können. Während beim 62. Festival de Cannes noch über "Inglourious Basterds" debattiert wurde, konfrontierte Michael Haneke die Filmkritik mit einem deutschen Schrecken ganz anderer Art: Die bevorzugte Waffe des Österreichers ist nunmal nicht der Baseballschläger, sondern das Skalpell. So sublim und bedächtig wie in der deutsch-österreichisch-französisch-italienischen Koproduktion "Das weiße Band", federführend produziert von X Filme Creative Pool, hat er es allerdings noch nie geführt. "Eine deutsche Kindergeschichte" lautet der Untertitel des in wunderbarem Schwarzweiß gedrehten Films, der Haneke erstmals in die Vergangenheit führt, in ein kleines protestantisches Dorf im Norden des Landes, das in Kürze in den Ersten Weltkrieg eintreten wird. Und tatsächlich sind es die Kinder, die einem am meisten leid tun, während die Männer Brutalität ausüben und die Frauen fliehen, wenn sie können.
Meisterlich zeigt der Österreicher, der in Cannes zuvor für "Die Klavierspielerin" den Großen Preis der Kritik und für "Caché" den Regiepreis erhalten hatte, den Alltag in dem Ort, banal, langweilig, scheinbar unauffällig. Ohne sich für eine Hauptfigur zu entscheiden, bewegt sich die Geschichte von Hof zu Hof, etabliert die Strukturen in der Gemeinde, die mit scheinbar unzusammenhängenden Ereignissen konfrontiert wird - ein Reitunfall des Doktors, ein tödliches Unglück einer Arbeiterin, ein Junge wird vermöbelt, ein anderer gequält, Brandstiftung und Selbstmord kommt dazu. Aus der Sicht des unbedarften Dorflehrers erzählt, entfaltet "Das weiße Band" seinen Sog langsam, aber unaufhaltsam: Fast unmerklich deckt Haneke die Grausamkeiten und Brutalitäten auf, die das Zusammenleben in dem Dorf definieren. Wirkten die Unfälle anfänglich wie Fremdkörper, die der Gemeinde wie eine Gefahr von Außen aufoktroyiert werden, realisiert man mehr und mehr, dass sie Ausdruck dessen sind, was hier Alltag ist. Entsprechend werden die Geheimnisse nicht aufgelöst in diesem Horrorfilm des undefinierten Schreckens: "Das weiße Band" will keine Antworten geben, es ist ein Film über eine Stimmung, über das Wesen der Menschen zu einer ganz bestimmten Zeit, die gewisse geschichtliche Entwicklungen unter anderem erst ermöglicht. Es ist der präziseste Film, der jemals über etwas Vages gedreht wurde - und als solches durchaus hypnotisierend, ohne dass Haneke das Tempo jemals erhöhen oder den Rhythmus beschleunigen müsste. Ein Mysterium, weitaus weniger direkt und zwingend als Hanekes elektrisierender Cannes-Vorgänger "Caché", das erst durch seine Rätselhaftigkeit Antworten gibt. ts.
Ein Dorf im protestantischen Norden Deutschlands. 1913/14. Vorabend des Ersten Weltkriegs. Die Geschichte des vom Dorflehrer geleiteten Schul- und Kirchenchors. Seine kindlichen und jugendlichen Sänger und deren Familien: Gutsherr, Pfarrer, Gutsverwalter, Hebamme, Arzt, Bauern - ein Querschnitt eben. Seltsame Unfälle passieren und nehmen nach und nach den Charakter ritueller Bestrafungen an. Wer steckt dahinter?
Quelle: Warner Home Video
| Darsteller: | Christian Friedel | als Der Lehrer | |
|---|---|---|---|
| Ernst Jacobi | als die Stimme des alten Lehrers | ||
| Leonie Benesch | als Eva | ||
| Ulrich Tukur | als Der Gutsherr | ||
| Ursina Lardi | als Frau des Gutsherrn | ||
| Fion Mutert | als Sigi, der älteste Sohn des Gutsherrn | ||
| Michael Kranz | als Der Hauslehrer | ||
| Burghart Klaußner | als Pfarrer | ||
| Steffi Kühnert | als Frau des Pfarrers | ||
| Maria-Victoria Dragus | als Klara, Tochter des Pfarrers | ||
| Leonard Proxauf | als Martin, Sohn des Pfarrers | ||
| Thibault Serie | als Gustl, der kleine Bruder | ||
| Josef Bierbichler | als Verwalter | ||
| Enno Trebs | als Georg, Verwaltersohn | ||
| Theo Trebs | als Ferdinand, Verwaltersohn | ||
| Janina Fautz | als Erna, Verwaltertochter | ||
| Rainer Bock | als Arzt | ||
| Susanne Lothar | als Hebamme | ||
| Roxane Duran | als Anna, Tochter des Arztes | ||
| Miljan Chatelain | als Rudi, Sohn des Arztes | ||
| Eddy Grahl | als Karli, Sohn der Hebamme | ||
| Branko Samarovski | als Bauer | ||
| Birgit Minichmayr | als Frieda, Tochter des Bauern | ||
| Kai Malina | als Karl, Sohn des Bauern | ||
| Sebastian Hülk | als Max, der älteste Sohn des Bauern | ||
| Aaron Denkel | als Kurti, Sohn des Bauern | ||
| Kristina Kneppek | als Else | ||
| Stephanie Amarell | als Sophie | ||
| Bianca Mey | als Paula | ||
| Mika Ahrens | als Willi | ||
| Detlev Buck | als Evas Vater | ||
| Regie: | Michael Haneke | ||
| Buch: | Michael Haneke | ||
| Kamera: | Christian Berger | ||
| Produzent: | Stefan Arndt | ||
| Prof. Dr. Veit Heiduschka | |||
| Margaret Ménégoz | |||
| Andrea Occhipinti | |||
Das weiße Band (Einzel-DVD) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:1,85/16:9
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