DVD Leihvideo

Das wilde Leben

Verfilmung der gleichnamigen Biografie von 68er-Sexsymbol Uschi Obermaier.


Das wilde Leben

Leihvideo

Erhältlich seit:
03.08.2007

Originaltitel: Das wilde Leben

Drama

Deutschland 2007
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 12

Natalia Avelon
Matthias Schweighöfer
David Scheller

Regie: Achim Bornhak
Warner Home Video Germany

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Verfilmung der gleichnamigen Biografie von 68er-Sexsymbol Uschi Obermaier.

Uschi Obermeier macht, was sie will (Foto: Warner) Großansicht

Uschi Obermeier macht, was sie will (Foto: Warner)

Der Münchner Teenager Uschi Obermaier (Natalia Avelon) verdreht in den Sechzigern den Männern den Kopf. Bald schon steigt sie zum begehrten Top-Model auf, erscheint auf dem Cover des Playboy und wird zum Sex-Symbol der 68er-Generation.

Sie zieht in die berühmte "Kommune 1" in Berlin ein und beginnt eine Beziehung mit Rainer Langhans (Matthias Schweighöfer). Der gibt ihr jedoch nicht die Freiheiten, die er sich selbst nimmt. Affären mit Rockstars wie Keith Richards (Alexander Scheer) und Mick Jagger (Victor Noren) folgen. Doch bald schon lernt Uschi die Schattenseiten des Ruhms kennen.

Mit Dieter Bockhorn erlebt sie die echte Liebe (Foto: Warner) Großansicht

Mit Dieter Bockhorn erlebt sie die echte Liebe (Foto: Warner)

Bewegtes Stück Zeitgeschichte

Kinodebütant Achim Bornhak verfilmte die gleichnamige Biografie von Uschi Obermaier mit der Neuentdeckung Natalia Avelon in der Hauptrolle. Das Porträt eines bewegten Lebens, produziert von Eberhard Junkersdorf ("Die Blechtrommel"), in dem des Weiteren Matthias Schweighöfer und David Scheller zu sehen sind, lässt gleichzeitig ein wichtiges Kapitel deutscher Zeitgeschichte wiederaufleben.

Das wilde Leben

Die von 70er Jahre Sex-Symbol Uschi Obermaier autorisierte Verfilmung ihrer bewegten Vergangenheit bietet vor allem im ersten Teil hohen Unterhaltungswert.

Fast 40 Jahre ist sie nun schon her, die 68er Revolution, die eigentlich gar keine war und dennoch so viel veränderte. Vielleicht nicht so sehr auf politischer Ebene, trotzdem tat sich in Sachen Lebensgefühl und Lebenseinstellung eine ganze Menge. Eine, die nie einen Hehl daraus gemacht hat, sich mehr für die sexuelle Umwälzung interessiert zu haben, ist Uschi Obermaier. Wenige Monate nach ihrem 60. Geburtstag kommt nun "Das wilde Leben" in die Kinos, ein von ihr autorisiertes und während der Dreharbeiten begleitetes Biopic über die stürmischen 60er und nicht weniger aufregenden 70er Jahre. Ihr Mitwirken hatte für die Filmemacher fraglos den Vorteil, sämtliche Informationen aus erster Hand zu bekommen, aber auch den Nachteil, Ereignisse könnten beschönigt oder verschwiegen worden sein. Doch Newcomer-Regisseur Achim Bornhak und Produzenten-Veteran Eberhard Junkersdorf hatten sowieso in erster Linie Entertainment im Sinn und nicht akribische Authentizität.

Diese Rechnung geht insbesondere in der ersten Hälfte des Films auf, wenn Teenager Uschi (Natalia Avelon, mindestens so apart wie das Original) gegen die Eltern rebelliert, erste Nacktfotos von sich machen lässt, eines Tages die Koffer packt und nach Berlin geht, weil sich da etwas rührt. Prompt wird sie Mitglied der Kommune 1. Sprüche wie "Unter den Talaren der Muff von 1000 Jahren" lassen die unpolitische Uschi allerdings kalt, erwärmen kann sie sich dagegen für das Prinzip der freien Liebe und deren Verfechter Rainer Langhans (Matthias Schweighöfer, zeigt diesmal auch körperlich, was er zu bieten hat). Doch weil Langhans zum eifersüchtigen Bock avanciert, kehrt das Topmodel, von Fritz Teufel (großartig zynisch: Milan Peschel) spöttisch Untermaier genannt, der Kommune den Rücken, verlustiert sich bei einer Parallel-Affäre mit Mick Jagger und Keith Richards, um schließlich im Hamburger Kiez zu landen. Dort trifft sie in dem Abenteurer und Kneipier Bockhorn (David Scheller) die Liebe ihres Lebens.

Wenn Uschi dann mit Bockhorn im Spezial-Luxus-Bus auf Weltreise geht, durch Indien und Mexiko tourt, wird "Das wilde Leben" zahm. Die Komödie weicht dem Road Movie, deftiger Sprachwitz melancholischen Zwischentönen. Dennoch haben Bornhak und sein junger Kameramann Benjamin Dernbecher, der auch "Die wilden Kerle 4" fotografierte, einige Male den richtigen Ton, das richtige Bild getroffen. Das gilt insbesondere für die Schauplätze Berlin und Hamburg. Auch bei der Besetzung der Nebenrollen gab es mit Milan Peschel und dem Österreicher Georg Friedrich, der Bockhorns besten Kumpel Lurchi spielt, zwei Volltreffer. Und Natalia Avelon macht Uschi Obermaier in Sachen Freizügigkeit ernsthaft Konkurrenz und bringt auch deren einfach strukturierte Intelligenz adäquat rüber. Nur mit deren bayerisch-breitem Sprachduktus hat sie Probleme, rutscht bei den Off-Kommentaren ins Hochdeutsche ab. Zu guter Letzt wird "Das wilde Leben" dann auch noch zur unfreiwilligen Hommage an den italienischen Produzenten Carlo Ponti. Denn dieser hatte Obermaier einst einen Deal über zehn Filme angeboten, nachdem er sie in Rudolf Thomes "Rote Sonne" gesehen hatte. Wie im richtigen Leben so im Film lehnte der Freigeist ab. Heute lebt Uschi in Kalifornien und entwirft Schmuck. lasso.

Darsteller:  Natalia Avelon   als Uschi Obermaier
  Matthias Schweighöfer   als Rainer Langhans
  David Scheller   als Dieter Bockhorn
  Alexander Scheer   als Keith Richards
  Victor Noren   als Mick Jagger
 
Regie:  Achim Bornhak  
Buch:  Achim Bornhak  
  Olaf Krämer  
Kamera:  Benjamin Dernbecher  
Produzent:  Eberhard Junkersdorf  
  Dietmar Güntsche  

Web-Lieblinge Ferres und Schweighöfer

Diese Stars standen in der Gunst der User von Deutschlands erfolgreichstem Filmdienst im vergangenen Jahr ganz oben.

Waren dieses Jahr im Fokus des Web-Interesses: Veronica Ferres und Matthias Schweighöfer (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Waren dieses Jahr im Fokus des Web-Interesses: Veronica Ferres und Matthias Schweighöfer (Foto: Kurt Krieger)

Deutschlands kompetentestes Filmpublikum, die KINO.DE-User, haben entschieden und klickten 2007 Veronica Ferres und Matthias Schweighöfer jeweils auf den Most-Wanted-Thron in der Kategorie "Bester Schauspieler/-in National". "Es ist immer schön, Jury-Preise zu gewinnen. Aber über diese Auszeichnung freue ich mich besonders", bekennt das Superweib und fügt hinzu: "Schließlich zeigt sie wie eine Einschaltquote das direkte Interesse der Filmfans an meiner Arbeit. Dafür möchte ich mich bei den Usern von KINO.DE ganz herzlich bedanken.".

Ferres löst damit Heike Makatsch ab, die im letzten Jahr noch die Nase vorn hatte. Anja Kling verbuchte die zweithäufigsten Seitenaufrufe. Als Drittplatzierte komplettiert Jessica Schwarz die illustre Starriege.

Bei den Herren ergab sich ebenfalls eine neue Rollenverteilung. "Keinohrhasen"-Star Matthias Schweighöfer überzeugte mit den beiden Leinwandwerken "Fata Morgana" und "Das wilde Leben". Damit löst der 26-jährige Aufsteiger Deutschlands Kino-und bisherigen Klick-König Til Schweiger ab, der diesmal auf dem zweiten Platz landete. Daniel Brühl kletterte in der Usergunst auf den dritten Rang.

Die Topklicks der User

KINO.DE, das im deutschsprachigen Raum führende Onlineportal für Kino und Film, ermittelt über das ganze Jahr die Topklicks der User und kann so ein aussagekräftiges Stimmungsbild über die interessantesten Kino- und Filmthemen zeichnen. "Most Wanted" sind die Stars, deren Portraits, News, Fotoshows und Filmbesprechungen die meisten Klicks erhalten. Einmal im Jahr werden die von der KINO.DE-Gemeinde begehrtesten Stars und Filme mit dem "Most Wanted"-Award ausgezeichnet.

"Most Wanted" der Kinofilme waren 2007 "Harry Potter und der Orden des Phönix" (international) und "Keinohrhasen" (national), die sich gegen "Planet Terror", "Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt" (international) sowie "Die wilden Hühner und die Liebe" und "Lissi und der wilde Kaiser" (national) durchsetzten.

Bei den internationalen Mimen waren diesmal Orlando Bloom und Keira Knightley die Sympathieträger. Da hatten Angelina Jolie und Jessica Alba bei den Damen und Johnny Depp und Brad Pitt bei den Herren das Nachsehen.

 

Das wilde Leben in der Fotoshow

 

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Natalia Avelon

Polnisch-deutsche Schauspielerin und Sängerin. Noch während sie Erfahrungen mit Nebenrollen in Fernsehfilmen und Serien sammelte, wurde sie...

 

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Matthias Schweighöfer

Er hat alles drauf, was ein Teen und Twen an Verführungskünsten aufbieten kann: vom sanften Unschuldsblick über die...