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Das zweite Wunder von Loch Ness

Fortsetzung des Familienfilms "Das Wunder von Loch Ness" von 2007.


Das zweite Wunder von Loch Ness

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Erhältlich seit:
30.09.2010

Originaltitel: Das zweite Wunder von Loch Ness

Abenteuer

Deutschland 2010
Laufzeit: 95 Min.
FSK: ab 12

Hans-Werner Meyer
Lukas Schust
Nina Kronjäger

Regie: Michael Rowitz
Highlight Communications (Deutschland)

Bild 1 von 21

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Das zweite Wunder von Loch Ness

Fortsetzungen leiden in der Regel unter dem Manko, bloß ein Aufguss zu sein: Meist wird die Geschichte nur deshalb weitergeführt, weil der erste Film so erfolgreich war. Also setzt der Sender erneut auf die gleichen Zutaten. Letztlich besteht die Qualität darin, wie geschickt sie variiert werden.

"Das zweite Wunder von Loch Ness" unterscheidet sich daher nur unwesentlich vom ersten Film, der Sat.1 vor zwei Jahren über 17 Prozent der Marktanteile bescherte: Held der Handlung ist wieder der kleine Tim (Lukas Schust), ein schrecklich altkluges Kind, das im wirklichen Leben keine Freunde hätte. Allerdings ist seine Mutter mittlerweile gestorben; Lisa Martinek taucht nur auf einem Foto auf. Das hat den Vorteil, dass Regisseur Michael Rowitz, der das Drehbuch gemeinsam mit Mathias Lösel schrieb, den männlichen Helden in eine neue Romanze schicken kann. Zuerst muss Tim seinen Vater (Hans-Werner Meyer) aber erst mal aus dem Abgrund holen, in dem er, meist alkoholisiert, seit dem Tod der Gattin steckt. Was liegt da näher als eine Reise zu jenem Ort, an dem sich die Familie einst wiederfand. Erneut tun sich rund ums schottische Loch Ness (in Wirklichkeit ein Drehort in Tirol) einige mysteriöse Dinge, und als Tim im Schloss eines vermeintlich grimmigen Einheimischen (Thomas Fritsch erneut als Zauberer Merlin) eine geheimnisvolle Karte findet, ist alsbald auch Oki (wieder gesprochen von Rufus Beck) an seiner Seite. Der Gnom mit den Kulleraugen war schon im ersten Teil der Star des Films. Er ist der Hüter des Seeungeheuers; die Karte führt Tim zu jenem Ort, an dem das legendäre Tier alle zweihundert Jahre ein Ei legt. Der gleichfalls steinalte Oki wüsste natürlich auch allein, wie man die Stelle findet. Die Karte ist also nur dazu da, damit sie von finsteren Gegenspielern gestohlen werden kann. Die Ganoven sind eine Gruppe von Großwildjägern, die allerdings eher wie typische Kinofilmsöldner aussehen. Immerhin werden sie von Jasmin Schwiers angeführt, die sonst meist das nette Mädchen von Nebenan spielen muss. In ihrer ersten Schurkenrolle ist sie ziemlich sexy und hatte zudem hörbaren Spaß daran, lauthals rumzufluchen. Serge Falck war, gleichfalls als Bösewicht, schon im ersten Film dabei, hat sich aber von der Witzfigur zum Zyniker hochgearbeitet. Und weil Nina Kronjäger als mürrische Taxi- und Bootsfahrerin Gefallen an Tims Vater Eric findet, gibt es auch wieder einen romantischen Erzählstrang.

Die Autoren haben sich einige hübsche Details einfallen lassen. So muss beispielsweise Meyer missmutig mit Tropenhelm und Hawaiihemd durch die kühlen Highlands stapfen, weil Eric davon ausging, die Urlaubsreise führe in den Süden. Die optischen Effekte sind durchweg überzeugend. Ausgerechnet die Spannungselemente sind jedoch überschaubar. Teil eins hatte nicht nur größere Abenteuer zu bieten, sondern beinahe zwangsläufig auch die originellere Geschichte. Aber weil Tim am Ende zum Babysitter für Nessies Ei erkoren wird, wird es wohl auch ein drittes Wunder von Loch Ness geben. tpg.

Darsteller:  Hans-Werner Meyer   als Eric
  Lukas Schust   als Tim
  Nina Kronjäger   als Emma
  Jasmin Schwiers   als Sheila
  Thomas Fritsch   als Cedric
  Serge Falck   als Paul
  Jaymes E. Butler   als Jimmy
  Alina Freund   als Lara
 
Regie:  Michael Rowitz  
Buch:  Mathias Lösel  
  Michael Rowitz  
Kamera:  Dietmar Koelzer  
Produzent:  Christian Becker  
 

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