
Um Nazi-Verbrecher Franz Kindler zu finden, lässt die US-Polizei den Gefangenen Meinike entkommen, der den ihn verfolgenden Inspektor Wilson in die Kleinstadt Harper, Connecticut führt, wo sich Kindler als Professor Charles Rankin eine bürgerliche Existenz aufgebaut hat und vor der Heirat steht. Rankin ermordet Meinike. Die Beweise gegen ihn werden erdrückender, als Wilson Rankins Frau einweiht. Rankin will sie töten und einen Unfall vortäuschen, stürzt aber, vom Racheengel des Glockenturms durchbohrt, in die Tiefe.
Orson Welles' erfolgreichster Film in Hollywood war eine Auftragsarbeit, deren Anfangssequenzen geschnitten wurden. Ein kluger Anti-Nazi-Film und der erste Spielfilm nach dem Krieg, in den Wochenschauaufnahmen aus Kzs und Nazi-Gräuel montiert wurden. Drehbuchautor Victor Trivas, Produzent Sam Spiegel und Komponist Bronislaw Kaper mussten 1933 aus Deutschland fliehen. Orson Welles bringt in Inszenierung und in der Hauptrolle als Kindler die nötige Ambivalenz ein, um das übliche Gut-Böse-Schema zu brechen.