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Dawn of the Dead

Remake des Horror-Meilensteins von George Romero um Zombies, die eine Hand voll Menschen in einem Supermarkt heimsuchen.


Dawn of the Dead (Director's Cut)

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Erhältlich seit:
07.10.2010

Horror/ Action

USA 2004
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 18 (keine Jugendfreigabe)

Sarah Polley
Ving Rhames
Jake Weber

Regie: Zack Snyder
Universal Pictures Germany

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Wenn es keinen Platz mehr in der Hölle gibt, wandeln die Toten eben auf der Erde - im Remake des Horror-Klassikers.

Ein Einkaufszentrum dient als Festung (Foto: UIP) Großansicht

Ein Einkaufszentrum dient als Festung (Foto: UIP)

Amerika, in der nahen Zukunft. Eine unerklärte Seuche hat die Weltbevölkerung dahingerafft. Aber die Toten sind nicht wirklich tot, sondern Zombies, die sich aus ihren Gräbern befreien und auf der Suche nach noch lebendem Menschenfleisch die letzten bewohnten Gegenden bedrohen.

Chaos und Panik brechen aus, Katastrophenpläne nutzen wenig, im Nu ist die Zivilisation überrannt. Vier junge Leute aus Wisconsin zählen zu den wenigen Überlebenskünstlern: Sie verschanzen sich in einer prall gefüllten Shopping Mall. Vorerst...

Zombies sind nicht gerade zimperlich, wenn's ums Essen geht (Foto: UIP) Großansicht

Zombies sind nicht gerade zimperlich, wenn's ums Essen geht (Foto: UIP)

Auferstehung des Klassikers

Ein knappes Vierteljahrhundert nachdem George A. Romero den Klassiker des Horrorkinos schuf, lässt Zack Snyder die Untoten wieder auferstehen und die gesamte Menschheit bedrohen. Dabei hält er sich eng an die Originalversion von 1978.

Mit dabei im illustren Gruselkabinett: Sarah Polley, Ving Rhames und Mekhi Phifer. Wenn's nur halb so heftig wird wie damals, dann ist Anschnallen empfohlen.

Dawn of the Dead (Director's Cut)

Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, werden die Zombies die Leinwand bevölkern: 25 Jahre nach George A. Romeros meisterlichem Polit-Horror "Zombie", dem zweiten Teil seiner legendären "Dead"-Trilogie, schickt nun Videoclipregisseur Zack Snyder einen versprengten Trupp Überlebender in den Schutz eines Einkaufszentrums, von wo aus man sich des Ansturms zahlloser Untoter zu erwehren versucht. Auch wenn "Dawn of the Dead" nicht so radikal ist wie das unabhängig produzierte Original, ist diese Mixtur aus hartem Splatter, greifbarer Paranoia und intelligent politischem Subtext doch deutlich erfolgreicher mit ihrer Übersetzung eines Genre-Meilensteins der 70er Jahre in die heutige Zeit als Marcus Nispels plakatives "Texas Chainsaw Massacre", das Update von "Blutgericht in Texas".

Denn "Dawn of the Dead" reizt nicht nur sein immenses Schockpotenzial aus, sondern erinnert sich auch daran, wie gerade im Horror der Siebziger vorexerziert wurde, dass man umso effektiver ist, je intensiver die Bilder unter die Haut gehen. Diese Albtraum-Vision einer Zivilisation am Rande des Untergangs erlaubt es sich, so ernst und unerhört zu sein, dass sie aktuelle Existenzängste der Generation 9/11 aufgreift und in einem apokalyptischen Szenario verstärkt: Hier wird tatsächlich ohne Zugeständnisse vom Ende der Menschheit erzählt, wie es bereits Romero in seiner zeitlosen Konsum- und Gesellschaftssatire aus dem Jahr 1979 gewagt hatte. "Dawn of the Dead" ist anno 2004 weniger präzise und zynisch, aber macht seine blutige Arbeit allemal gut und erlaubt es sich auch, neue Akzente zu setzen.

Das wird bereits in dem furiosen Intro des Films klar, das sich deutlich vom Original abhebt, das den Zuschauer unvermittelt mit der Hölle auf Erden vertraut machte. Snyder beginnt mit einer vermeintlich heilen Vorstadtidylle und hebt sie nur in nur zehn Minuten irreversibel aus den Angeln. Die Krankenschwester Ana muss nach einem Arbeitstag, in dem verblüffend viele Menschen mit infizierten Bisswunden ins Krankenhaus eingeliefert wurden, wie Zuhause ihre zu einem Zombie gewordene Tochter ihren Mann beißt, der nur wenige Minuten später als Zombie Ana angreift. Diese Zombies haben nichts mit Romeros im albtraumartigen Zeitlupentempo taumelnden Ghouls zu tun. Wie in Danny Boyles durchaus vergleichbaren "28 Days Later" sind sie blitzschnell. Und noch etwas ist sofort klar: Hier ist die Gewalt roh und knapp. Brutal und ungeschminkt. In letzter Sekunde gelingt Ana die Flucht aus ihrer Nachbarschaft, in dem die Untoten ein Massaker anrichten. Sie tut sich zunächst mit dem Polizisten Kenneth zusammen und später drei weiteren Überlebenden. Zu Fünft suchen sie Zuflucht in einem abgeriegelten Einkaufszentrum, in dem sie sich mit drei Sicherheitsbeamten arrangieren müssen. Bei Romero ist das auf vier Figuren beschränkte Szenario Ausgangspunkt für schmerzhafte Betrachtungen über das menschliche Verhalten unter Stress. Snyder bleibt bei dieser schwächsten Passage seines Films oberflächlicher, auch weil noch einmal acht weitere Flüchtige zu den ersten Acht stoßen und er sich auf eine überflüssige Nebengeschichte mit einem durchgeknallten Schwarzen und seiner hochschwangeren russischen Frau einlässt.

Mit einer brillanten Idee bringt er seine Jahreszeit der lebenden Toten wieder auf Trab. Während Romero die klaustrophobische Szenerie des Einkaufszentrums nie verlässt und den fragilen Frieden von einer eindringenden Bande Rocker zerstören lässt, dreht Snyder den Spieß um. Inspiriert von "Mad Max 2" lässt er seine Helden die Flucht in zwei zu fahrenden Festungen umfunktionierten Bussen in Richtung Hafen antreten, von wo aus man sich in einem Segelboot absetzen will. Die Sequenz ist der Höhepunkt des überzeugenden Films. Und sie hätte als Variation zum Original durchaus länger ausfallen dürfen. Dass der Film auch mit Beginn des Abspanns noch nicht zu Ende ist, gehört zum Gesamtkonzept, den Zuschauer immer wieder auf dem falschen Fuß zu erwischen. Dass die Darsteller mit Ausnahme der wunderbar starken Sarah Polley wenig Gelegenheit erhalten, ihr Können unter Beweis zu stellen, fällt im allgemeinen Chaos nicht negativ auf: Der Film ist der Star - und das spielt Snyder mit ultimativer Konsequenz aus: So nachhaltig erschreckend kann Horror auch heute noch sein. ts.

Dawn of the Dead (Director's Cut)

Eine Seuche rafft die Menschheit dahin. Doch die Toten finden keine Ruhe. Von ihrem Hunger nach Fleisch getrieben erheben sie sich und machen Jagd auf die Überlebenden. Nur wenige können sich retten und suchen Schutz in einem verlassenen Einkaufszentrum. Doch die Untoten haben die Witterung aufgenommen und die Zuflucht wird zu einem klaustrophoben Albtraum ...

Quelle: Universal Pictures

Darsteller:  Sarah Polley   als Ana
  Ving Rhames   als Kenneth
  Jake Weber   als Michael
  Mekhi Phifer   als Andre
  Ty Burell   als Steve
  Michael Kelly   als CJ
  Kevin Zegers   als Terry
  Michael Barry   als Bart
  Lindy Booth   als Nicole
  Jayne Eastwood   als Norma
  Boyd Banks   als Tucker
  Inna Korobkina   als Luda
  R.D. Reid   als Glen
  Kim Poirier   als Monica
  Matt Frewer   als Frank
  Scott H. Reiniger   als General
  Tom Savini   als Sheriff
  Ken Foree   als Evangelist
 
Regie:  Zack Snyder  
Buch:  James Gunn  
Musik:  Tyler Bates  
Kamera:  Matthew F. Leonetti  
Produzent:  Richard P. Rubinstein  
  Marc Abraham  
  Eric Newman  

Zombies wollen frisches Fleisch

Eigentlich wollte Regisseur George A. Romero mit "Diary of the dead" seinen Zombie-Zyklus beenden. Nun arbeitet er doch an einem sechsten Teil.

Von Zombies bekommt George A. Romero nicht genug (Foto: UIP) Großansicht

Von Zombies bekommt George A. Romero nicht genug (Foto: UIP)

Die Planungen zu "Something of the dead", so der Arbeitstitel, haben bereits begonnen. Das verriet der Meister des Horrorfilms, George A. Romero, persönlich. Allerdings handele es sich nicht um eine direkte Fortsetzung zu seinem letzten Thriller "Diary of the dead" von 2007. "Die Handlung beginnt etwa drei Wochen nach den Ereignissen des letzten Teils", so der Regisseur. "Diesmal geht es um die Herausbildung zweier Stämme: auf der einen Seite die Lebenden, auf der anderen Seite die lebenden Toten."

In letzten Teil, "Diary of the dead", begleitete Romero mit subjektiver Kamera eine Gruppe Studenten, die angesichts der plötzlichen Invasion von Untoten auf das Anwesen eines wohlhabenden Freundes fliehen. Dort verbarrikadierten sie sich vor den nahenden Zombies in einem Sicherheitsraum. Ähnlich wie im Romero-Remake "Dawn of the Dead" von Zack Snyder versucht in "Something of the dead" ein Teil der Gruppe per Boot eine einsame, angeblich sichere Insel zu erreichen.

Unterwasserzombies greifen an

Der sechste Teil wird ebenfalls die subjektive Kameraperspektive beibehalten. Diesmal will man dazu ganz neue Formen der Zombie-Attacken bieten. "Wir drehen Szenen mit Unterwasserzombies", hieß es von Seiten der Produktionsfirma. "Diese Zombies können schwimmen. Sie greifen die Menschen an den Beinen und ziehen sie unterwasser... Es macht riesig Spaß!"

Ob und wann "Something of the dead" einen deutschen Starttermin bekommt, steht noch nicht fest. Garantiert ist ein deutscher Kinostart nicht, denn schon Romeros letzter Zombiethriller "Diary of the dead" kam bei uns weder in die Lichtspielhäuser noch ist ein Termin für eine DVD-Veröffentlichung in Sicht.

 

Dawn of the Dead (Director's Cut) in der Fotoshow

 

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