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Kaufvideo
Erhältlich seit:
07.10.2010
USA 2004
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 18 (keine Jugendfreigabe)
Sarah Polley
Ving Rhames
Jake Weber
Regie: Zack Snyder
Universal Pictures Germany

Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, werden die Zombies die Leinwand bevölkern: 25 Jahre nach George A. Romeros meisterlichem Polit-Horror "Zombie", dem zweiten Teil seiner legendären "Dead"-Trilogie, schickt nun Videoclipregisseur Zack Snyder einen versprengten Trupp Überlebender in den Schutz eines Einkaufszentrums, von wo aus man sich des Ansturms zahlloser Untoter zu erwehren versucht. Auch wenn "Dawn of the Dead" nicht so radikal ist wie das unabhängig produzierte Original, ist diese Mixtur aus hartem Splatter, greifbarer Paranoia und intelligent politischem Subtext doch deutlich erfolgreicher mit ihrer Übersetzung eines Genre-Meilensteins der 70er Jahre in die heutige Zeit als Marcus Nispels plakatives "Texas Chainsaw Massacre", das Update von "Blutgericht in Texas".
Denn "Dawn of the Dead" reizt nicht nur sein immenses Schockpotenzial aus, sondern erinnert sich auch daran, wie gerade im Horror der Siebziger vorexerziert wurde, dass man umso effektiver ist, je intensiver die Bilder unter die Haut gehen. Diese Albtraum-Vision einer Zivilisation am Rande des Untergangs erlaubt es sich, so ernst und unerhört zu sein, dass sie aktuelle Existenzängste der Generation 9/11 aufgreift und in einem apokalyptischen Szenario verstärkt: Hier wird tatsächlich ohne Zugeständnisse vom Ende der Menschheit erzählt, wie es bereits Romero in seiner zeitlosen Konsum- und Gesellschaftssatire aus dem Jahr 1979 gewagt hatte. "Dawn of the Dead" ist anno 2004 weniger präzise und zynisch, aber macht seine blutige Arbeit allemal gut und erlaubt es sich auch, neue Akzente zu setzen.
Das wird bereits in dem furiosen Intro des Films klar, das sich deutlich vom Original abhebt, das den Zuschauer unvermittelt mit der Hölle auf Erden vertraut machte. Snyder beginnt mit einer vermeintlich heilen Vorstadtidylle und hebt sie nur in nur zehn Minuten irreversibel aus den Angeln. Die Krankenschwester Ana muss nach einem Arbeitstag, in dem verblüffend viele Menschen mit infizierten Bisswunden ins Krankenhaus eingeliefert wurden, wie Zuhause ihre zu einem Zombie gewordene Tochter ihren Mann beißt, der nur wenige Minuten später als Zombie Ana angreift. Diese Zombies haben nichts mit Romeros im albtraumartigen Zeitlupentempo taumelnden Ghouls zu tun. Wie in Danny Boyles durchaus vergleichbaren "28 Days Later" sind sie blitzschnell. Und noch etwas ist sofort klar: Hier ist die Gewalt roh und knapp. Brutal und ungeschminkt. In letzter Sekunde gelingt Ana die Flucht aus ihrer Nachbarschaft, in dem die Untoten ein Massaker anrichten. Sie tut sich zunächst mit dem Polizisten Kenneth zusammen und später drei weiteren Überlebenden. Zu Fünft suchen sie Zuflucht in einem abgeriegelten Einkaufszentrum, in dem sie sich mit drei Sicherheitsbeamten arrangieren müssen. Bei Romero ist das auf vier Figuren beschränkte Szenario Ausgangspunkt für schmerzhafte Betrachtungen über das menschliche Verhalten unter Stress. Snyder bleibt bei dieser schwächsten Passage seines Films oberflächlicher, auch weil noch einmal acht weitere Flüchtige zu den ersten Acht stoßen und er sich auf eine überflüssige Nebengeschichte mit einem durchgeknallten Schwarzen und seiner hochschwangeren russischen Frau einlässt.
Mit einer brillanten Idee bringt er seine Jahreszeit der lebenden Toten wieder auf Trab. Während Romero die klaustrophobische Szenerie des Einkaufszentrums nie verlässt und den fragilen Frieden von einer eindringenden Bande Rocker zerstören lässt, dreht Snyder den Spieß um. Inspiriert von "Mad Max 2" lässt er seine Helden die Flucht in zwei zu fahrenden Festungen umfunktionierten Bussen in Richtung Hafen antreten, von wo aus man sich in einem Segelboot absetzen will. Die Sequenz ist der Höhepunkt des überzeugenden Films. Und sie hätte als Variation zum Original durchaus länger ausfallen dürfen. Dass der Film auch mit Beginn des Abspanns noch nicht zu Ende ist, gehört zum Gesamtkonzept, den Zuschauer immer wieder auf dem falschen Fuß zu erwischen. Dass die Darsteller mit Ausnahme der wunderbar starken Sarah Polley wenig Gelegenheit erhalten, ihr Können unter Beweis zu stellen, fällt im allgemeinen Chaos nicht negativ auf: Der Film ist der Star - und das spielt Snyder mit ultimativer Konsequenz aus: So nachhaltig erschreckend kann Horror auch heute noch sein. ts.
Eine Seuche rafft die Menschheit dahin. Doch die Toten finden keine Ruhe. Von ihrem Hunger nach Fleisch getrieben erheben sie sich und machen Jagd auf die Überlebenden. Nur wenige können sich retten und suchen Schutz in einem verlassenen Einkaufszentrum. Doch die Untoten haben die Witterung aufgenommen und die Zuflucht wird zu einem klaustrophoben Albtraum ...
Quelle: Universal Pictures
| Darsteller: | Sarah Polley | als Ana | |
|---|---|---|---|
| Ving Rhames | als Kenneth | ||
| Jake Weber | als Michael | ||
| Mekhi Phifer | als Andre | ||
| Ty Burell | als Steve | ||
| Michael Kelly | als CJ | ||
| Kevin Zegers | als Terry | ||
| Michael Barry | als Bart | ||
| Lindy Booth | als Nicole | ||
| Jayne Eastwood | als Norma | ||
| Boyd Banks | als Tucker | ||
| Inna Korobkina | als Luda | ||
| R.D. Reid | als Glen | ||
| Kim Poirier | als Monica | ||
| Matt Frewer | als Frank | ||
| Scott H. Reiniger | als General | ||
| Tom Savini | als Sheriff | ||
| Ken Foree | als Evangelist | ||
| Regie: | Zack Snyder | ||
| Buch: | James Gunn | ||
| Musik: | Tyler Bates | ||
| Kamera: | Matthew F. Leonetti | ||
| Produzent: | Richard P. Rubinstein | ||
| Marc Abraham | |||
| Eric Newman | |||
Dawn of the Dead (Director's Cut) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts 5.1, Englisch dts HD 5.1 MA, Spanisch dts 5.1, Italienisch dts 5.1, Portugiesisch dts 5.1, Russisch dts 5.1
Tonformat: dts
Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch, Griechisch, Koreanisch, Mandarin, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Thai
Bildformat: 1:2,35/16:9
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