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Dead Man Walking

Ein auf Fakten beruhendes, ans Herz gehendes Drama über die Beziehung zwischen einer Nonne und einem zum Tode verurteilten Mörder.


Dead Man Walking (Oscar-Edition)

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Erhältlich seit:
01.02.2007

Drama

USA 1995
Laufzeit: 117 Min.
FSK: ab 12

Susan Sarandon
Sean Penn
Robert Prosky

Regie: Tim Robbins
Universal Pictures Germany

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Dead Man Walking (Oscar-Edition)

Die Nonne Helen Prejean erhält einen Brief von dem verurteilten Mörder Matthew Poncelet. Trotz mangelnder Erfahrung in derlei Dingen beschließt sie, Poncelet seelischen Beistand zu leisten. Zug um Zug lernt sie dabei den Mensch hinter der Maske des eiskalten Täters kennen, sucht aber auch Kontakt zu den Familien der Opfer, um deren Situation zu verstehen. Zwar kann sie Poncelets Hinrichtung nicht verhindern, doch erreicht sie mit ihrer Arbeit schließlich sowohl beim Mörder als auch bei den Eltern der Opfer ein Umdenken.

Tim Robbins ("The Player") inszenierte dieses ebenso packende wie bewegende Drama um Schuld und Sühne als flammende Anklage gegen die Todesstrafe, obgleich er wohltuenderweise die Situation der Opfer nicht übergeht und für den Wunsch nach Rache unter den Hinterbliebenen durchaus Verständnis zeigt. Sean Penn ("Carlito's Way") und Robbins Ehefrau Susan Sarandon ("Thelma & Louise") übertreffen sich selbst in diesem exzellenten Kinohighlight, das mit 750.000 Besuchern zu den Gewinnern der Wintersaison 1995/96 zählt.

Dead Man Walking (Oscar-Edition)

Ein kurzer Film über das Töten: Fernab von billiger Rhetorik, Polemik und falscher Sentimentalität ist Tim Robbins' zweite Regiearbeit ein seltenes Juwel in Hollywoods Massenbetrieb: Ein auf Fakten beruhendes, aufregendes und ans Herz gehendes Drama über die komplexe Beziehung zwischen einer Nonne und einem zum Tode verurteilten Mörder und Vergewaltiger, das einfachen Antworten aus dem Weg geht - der kompromißloseste und zugleich passionierteste amerikanische Film zu einem unbequemen Thema. Es ist ein weiter Weg, den Tim Robbins' seit seinem Regiedebüt "Bob Roberts" im Jahr 1992 zurückgelegt hat. Ideologische Schönfärberei oder liberale Reden sucht man vergebens in "Dead Man Walking", der auf der 1993 erschienenen Autobiografie der Nonne Schwester Helen Prejean aus New Orleans und ihren Erfahrungen als spirituelle Begleiterin im Todestrakt eines Südstaatengefängnisses beruht. Robbins' Lebensgefährtin Susan Sarandon spielt diese außergewöhnliche Frau mit ungeschminkter Intensität. Sie verurteilt die Verbrechen dieser Männer, nicht aber die Männer selbst. Eine große Leistung, denn ihr Schützling Matthew Poncelet - Sean Penn in einer ungewöhnlich fein modulierten Vorstellung, die einmal mehr beweist, warum er als bester Schauspieler seiner Generation gilt - ist beileibe kein Waisenknabe, der nur aufgrund eines Justizirrtums in die Todeszelle gewandert ist: Er ist ein Mörder, Vergewaltiger, Rassist mit Hakenkreuz-Tätowierungen, ein Mann, dessen Leben von Haß dominiert wird und der nun auf seine Exekution wartet. In einer Anzahl von in erster Linie in entlarvenden Großaufnahmen gehaltenen Begegnungen zwischen der Schwester und Matthew gelingt Robbins das Kunststück, den Unflätigkeiten speienden Redneck als vollständigen Charakter zu zeichnen, als Menschen mit Seele, Ängsten und Gefühlen, ohne ihn jedoch jemals sympathisch werden zu lassen. Denn der Regisseur wirbt im gleichen Maße um Verständnis für die ohnmächtige Wut der Eltern der Opfer. Als Schwester Helen im Gerichtssaal von ihnen attackiert wird, wie sie es mit ihrem katholischen Gewissen vereinbaren kann, ein Monster wie Poncelet zu unterstützen, geht sie dazu über, auch ihnen Trost zu spenden. Ihr Besuch im Haus dieser gebrochenen, einfachen Menschen ist ebenso erschütternd und sensibel inszeniert wie das letzte Zusammentreffen von Matthew, seiner Mutter und seinen drei Brüdern im Gefängnis einen Tag vor seiner Hinrichtung. Weil Robbins weiß, welch leicht entzündbares Thema er einer Packung Nitroglyzerin gleich in Händen hält, gibt er allen Seiten viel Raum für ihre Belange. Keine Figur dieses faszinierenden Death-Row-Dramas gerät zur Karikatur. Und wenn der in seiner offensichtlichen Emotion stets um Sachlichkeit bemühte Robbins schließlich doch ein eigenes Argument gegen die Todesstrafe ins Feld führt, dann ist es der bis ins letzte Detail geschilderte Akt der bestialischen Hinrichtung selbst. Die Bilder des ritualisierten Staatsmordes, von der entmenschlichenden Ankündigugng eines Wärters, daß ein toter Mann seinen letzten Gang antritt (daher der Titel), bis zur mit bürokratischer Präzision ausgeführten tödlichen Injektion, gegengeschnitten mit Schwarzweiß-Rückblenden von Matthews Verbrechen, können niemanden kalt lassen. Tief im Herzen ist "Dead Man Walking" ein Film über Vergeben, Erlösung und die universelle Macht des Glaubens. Gerade weil endlose Diskussionen über die Todesstrafe ausgespart werden, ist Robbins' wunderbarer Beitrag zum Thema - immer wieder untermalt mit fantastischen Songs von u. a. Eddie Vedder und Bruce Springsteen - der gegenwärtig definitive. ts.

Dead Man Walking (Oscar-Edition)

Diese aufwühlende, auf einer wahren Begebenheit basierende Geschichte, schildert die intensive Beziehung zwischen Schwester Helen Prejean (Susan Sarandon) und Matthew Poncelet (Sean Penn), der nach dem brutalen Mord an einem jungen Liebespaar zum Tode verurteilt auf die Hinrichtung wartet. Helen Prejean, die für Poncelet zum einzigen Quell seelischen Beistands während des Countdowns zur Hinrichtung wird, gerät unversehens in einen Strudel sich überstürzender Ereignisse.

Ein Oscar[r]-prämiertes, bewegendes Drama mit Susan Sarandon und Sean Penn in den Hauptrollen.

Quelle: Universal Pictures

Darsteller:  Susan Sarandon  
  Sean Penn  
  Robert Prosky  
  Raymond J. Barry  
  R. Lee Ermey  
  Celia Weston  
  Lois Smith  
  Scott Wilson  
  Roberta Maxwell  
 
Regie:  Tim Robbins  
Buch:  Tim Robbins  
Musik:  David Robbins  
Kamera:  Roger Deakins  
Produzent:  Jon Kilik  
  Tim Robbins  
  Rudd Simmons  

Kompromisslos zur Spitze

Sean Penn gehört seit geraumer Zeit zum besten, was Hollywood zu bieten hat. Vor der Kamera. Hinter der Kamera. Und obendrein auf politischem Parkett. Und zieht auch mit 50 sein Ding durch - ohne Kompromisse. Da kann man nur gratulieren.

Einer der begnadetsten Schauspieler seiner Generation: Sean Penn Großansicht

Einer der begnadetsten Schauspieler seiner Generation: Sean Penn

Es gab Zeiten, da war Sean Penn wahrscheinlich berühmter, als er heute ist. Permanent bevölkerte er die Schlagzeilen. Aber nicht, weil er auf der Leinwand und in seinen Rollen brillierte. Sondern weil er mit Madonna verheiratet war. Weil er sich fast täglich mit Paparazzi anlegte. Und weil er nach einer Prügelattacke für 30 Tage hinter Gitter wanderte. Am Ende dieses Kapitels wollte er nie wieder vor eine Kamera treten. Zum Glück konnte er sich das nicht leisten. Und das ist wortwörtlich zu nehmen.

Denn auch wenn sein Talent nie in Frage gestellt wurde - auf die wirklich guten Gagen musste Sean Penn lange warten. Allerdings störte ihn das nicht sonderlich. Denn die Rollen, die er spielte, hielten dafür seinen eigenen Ansprüchen stand. Das Honorar war zweitrangig. Wenn überhaupt. Für die Hauptrolle in Woody Allens "Sweet and Lowdon" beispielsweise soll Penn gerade mal 2.000 Dollar pro Drehwoche erhalten haben. Ihm war das egal. Er wollte die Rolle, gab alles und erhielt seine zweite Oscar-Nominierung. Die erste hatte er vier Jahre zuvor für "Dead Man Walking" erhalten - normalerweise steigt ab so einem Moment der Marktwert eines Schauspielers.

"I am Sam": Die Rolle als geistig zurückgebliebener Vater im Sorgerechtsstreit brachte Sean Penn die dritte Oscar-Nominierung Großansicht

"I am Sam": Die Rolle als geistig zurückgebliebener Vater im Sorgerechtsstreit brachte Sean Penn die dritte Oscar-Nominierung

Anspruch und Anerkennung

Mit ziemlicher Sicherheit dürfte das bei Penn auch der Fall gewesen sein. Allerdings ist er eben auch der Idealtypus jenes Schauspielers, der einen hochdotierten Blockbusterjob zu Gunsten eines ambitionierten Leinwandprojekts ablehnt. Beispiele gibt es viele: "21 Gramm", "U-Turn - Kein Weg zurück", "Der schmale Grat", "The Game": Alles Filme, die in Sachen Kassenerfolg unter "Ferner liefen" einzusortieren sind, im Gedächtnis der Filmgemeinde jedoch dauerhaft verankert sind. Für "Ich bin Sam", der ebenfalls in diese Kategorie einsortiert werden kann, gab es dann die dritte Oscar-Nominierung.

Überhaupt die Sache mit den Nominierungen. Nicht nur als Schauspieler, auch als Regisseur ist Sean Penn immer wieder Kandidat für die renommiertesten Auszeichnungen. Fünf Mal stand er in den letzten 20 Jahren hinter der Kamera. Jedes einzelne Werk - von "Indian Runner" bis "Into the Wild" - ging ins Rennen um die bedeutendsten Filmpreise. Die Bestsellerverfilmung "Into the Wild", für die er zehn Jahre um die Filmrechte gekämpft hatte, ist mit insgesamt drei Auszeichnungen in São Paulo, Rom und Palm Springs sein größter Erfolg - wie gesagt: hinter der Kamera.

Den ersten Oscar gab es für "Mystic River" (hier an der Seite von Kevin Bacon) Großansicht

Den ersten Oscar gab es für "Mystic River" (hier an der Seite von Kevin Bacon)

Rebel with a cause

Denn nach drei erfolglosen Oscar-Nominierungen folgten 2003 für "Mystic River" und 2008 für "Milk" die beiden langverdienten Auszeichnungen als bester männlicher Hauptdarsteller. Die Phase zwischen den beiden Auszeichnungen steht in Penns Biografie für das öffentliche Ausleben seines politischen Engagements. Ob auf der Leinwand mit "Attentat auf Richard Nixon", "Die Dolmetscherin" und "Das Spiel der Macht" oder im realen Leben als laut bekennender Bush-Kritiker, Iran-Korrespondent und aktiver Helfer für die Opfer von Hurrikan Katrina in New Orleans oder des Haiti-Erdbebens: Penn ist nicht nur Perfektionist, er ist ein Idealist. Und er steht für das, was er sagt und was er tut. Ob ihm das nun Lorbeeren einbringt, oder nicht.

 

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Susan Sarandon

Seit sie 1975 in der "Rocky Horror Picture Show" als Janet erste Aufmerksamkeit erregte, ist Susan Sarandon aus dem Kino nicht mehr...

 

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Sean Penn

Nach kleinen Rollen in TV-Filmen und im Theater debütierte Penn 1981 in "Die Kadetten von Bunker Hill" an der Seite von Tom Cruise. Der Durchbruch...