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Death Proof - Todsicher

Quentin Tarantinos Beitrag zum "Grind House"-Double-Feature, in dem er Kurt Russell als todbringenden PS-Ritter von der Leine lässt.


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Erhältlich seit:
15.12.2008

Originaltitel: Grindhouse: Death Proof

Thriller/ Action

USA 2007
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 16

Kurt Russell
Sydney Tamiia Poitier
Vanessa Ferlito

Regie: Quentin Tarantino
Senator Home Entertainment

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Im neuen Hit von Quentin Tarantino jagt Kurt Russells Motormaniac heiße Frauen, bis Girlpower ihn von der Straße holt.

Stuntman Mike in cooler Pose (Foto: Senator) Großansicht

Stuntman Mike in cooler Pose (Foto: Senator)

Der Kult geht weiter! Nach "Pulp Fiction" und "Kill Bill" legt der coole, gefeierte Guru des modernen US-Kinos noch einen Gang zu. Mit einer hochtourigen Hommage an schräge Road-Movies der Seventies, mit einer Liebeserklärung an Verkanntes, Vergessenes, Verführerisches - wie eine Gruppe scharfer Frauen, die gerne flirten, sich Männer aber auch vom süßen Leib halten können.

DJane Jungle Julia (Sydney Poitier) ist eine von ihnen, tourt gerade mit ihrer Clique durch die Kneipen von Austin. Die Mädels haben Spaß und jeden ihrer Bewunderer mit frecher Lippe unter Kontrolle.

Jung, hip und sexy: Die Stuntfrauen Kim und Zoë führen die Mädels-Gang an (Foto: Senator) Großansicht

Jung, hip und sexy: Die Stuntfrauen Kim und Zoë führen die Mädels-Gang an (Foto: Senator)

Auf dem Highway ist die Hölle los

Bis Stuntman Mike (Kurt Russell) mit seinem Narbengesicht auftaucht. Der unheimliche Typ hat ein teuflisches Hobby. Nachts auf dem Highway, wenn die Frauen angetrunken davonfahren, zeigt er es ihnen. Fegt sie samt Auto mit seinem unfallsicheren Musclecar von der Straße - in einem Horror-Crash.

Als der Psychopath aber einmal zu oft Lust auf gebrochene Knochen kriegt, erteilt ihm Stuntgirl Zoe mit ihren Freundinnen eine Lektion fürs Leben. In der furiosesten Cross-Country-Verfolgungsjagd der Filmgeschichte rauschen zwei Speedcars mit Vollgas durch die holprige Pampa, geht Zoe Bell, Uma Thurmans Stuntdouble in "Kill Bill", auf der Motorhaube eines Dodge Challenger durch die Hölle und anschließend auf Rachekurs. Oh, Boy, da klopft das Herz, macht Adrenalin Überstunden.

Death Proof - Todsicher (Steelbook)

Mit dem mit einem Maximum an Fanliebe zusammengestellten Doppelfilm huldigen die beiden Kultregisseure Quentin Tarantino und Robert Rodriguez dem Genre des Exploitationfilms.

Bizarre B-Movies waren ihre cineastische Muttermilch und entscheidender Ausgangspunkt ihrer nunmehr langjährigen Freundschaft. Nun taten sich die Regisseure der modernen Klassiker "Pulp Fiction" bzw. "Sin City" für ein Double-Feature im Stil billiger Genrefilme der Siebzigerjahre zusammen. Vorgeführt wurde das häufig exzessiv übersteigerte Genregebräu aus Sex, Gewalt, Action und Horror damals in zumeist heruntergekommenen Kinos, die als "Grindhouses" bezeichnet wurden - das Äquivalent zu den Schmuddel- und Bahnhofskinos in Deutschland. Angereichert mit fiktiven Trailern mit bezeichnenden Titeln wie "Machete" oder "Werewolf Women of the SS", optisch psychedelischen Übergangseinblendungen, bewusst zerkratztem Film, fehlenden Szenen und knisterndem Projektor-Sound schufen Tarantino und Rodriguez nun mit peniblem Auge (und Ohr) für Authentizität eine faszinierende Hommage.

Zuerst an den Start dieses knapp dreistündigen Thrillrides geht in der US-Fassung des Projekts "Desperado" Rodriguez mit seinem (unter anderem) an George Romeros Zombie-Trilogie angelehnten Splatterthriller "Planet Terror". Mit eiternden Pusteln übersäte Untote gehen in Texas auf Menschenfang. Ins Blutgericht gegen sie ziehen der örtliche Sheriff (Michael Biehn), der gerechte Gangster El Wray (Freddy Rodriguez), die verheulte Stripperin Cherry Darling (Rose McGowan) und die sexy Narkoseärztin Dakota (Marley Shelton). In ausgedehnten Cameo-Auftritten geben sich zudem Bruce Willis als grimmiger General einer Armee von "Toxic Avengers", "Lost"-Star Naveen Andrews als abgeschnittene Hoden sammelnder Wissenschaftler und Tarantino himself als unflätiger Vergewaltiger die Ehre. Inmitten dieser Sammlung von schrägen Typen ist es jedoch McGowans Cherry, die mit ihrer Maschinengewehr-Beinprothese den bleibendsten Eindruck hinterlässt. Nach ca. 85 Minuten findet die fidel blut- und eiterspritzende Splatterorgie ihr emotionsgetränktes Ende, woraufhin der Schockfaktor sogleich mit drei augenzwinkernd hartgesottenen Trailern, darunter "Hostel"-Regisseur Eli Roths "Thanksgiving", erneut angekurbelt wird.

Für Tarantinos hochtouriges Rennfahrt/Rache-Segment "Death Proof" ("Fluchtpunkt San Francisco" diente als eine der Inspirationen) werden Ton und Tempo zunächst einen Gang zurückgeschaltet. Tarantinos Talent für Dialoge (und Soundtracks!) kommt gewohnt zum Einsatz, als eine Gruppe von drei Freundinnen (Sydney Poitier, Vanessa Ferlito, Jordan Ladd) auf dem Weg zu ihrer Lieblingskneipe quengelig über Männer und Drogen diskutiert. Sie palavern und bechern, was das Zeug hält, und als der vernarbte Stuntman Mike (ein knochentrockener Kurt Russell) auf den Plan tritt, erscheint er als sympathisch-umgänglicher Zeitgenosse. Doch der Schein trügt, wie die arglose Pam (erneut McGowan) mit fatalen Folgen feststellen muss, als sie in seinen aufgemotzten und (für ihn) todessicheren Chevy Nova einsteigt. Im Anschluss gibt es eine wahnwitzige Frontalkollision zu sehen, deren brutal-brachialer Blut- und Blechsalat voll auf den Magen geht. Sobald er selbst wieder verheilt ist, nimmt Killer Mike eine weitere Gruppe von Frauen ins Visier, die er zu Tode zu schikanieren trachtet. Doch mit dem aus Rosario Dawson, Tracie Thomas und Zoe Bell (Uma Thurmans Stuntdouble in den "Kill Bill"-Filmen als sie selbst) bestehenden Trio, hat er sich die Falschen ausgesucht, da sie nach der Fasson von "Die Satansweiber von Tittfield" den Spieß umdrehen. Ihr Todesrennen mit Mike in ihrem Dodge Challenger über enge Landstraßen darf als eine der aufregendsten Autoverfolgungsjagden der letzten Zeit gelten - vor allem in der Hinsicht, dass es sich hier um echte Stunts handelt und nicht mit CGI-Effekten gemogelt wurde.

Fraglich ist einzig, wer außer eingeschworenen Filmfans Details wie diese wirklich zu schätzen weiß. In Deutschland kommen die beiden Filme nach ihrer Premiere in Cannes in längeren Versionen nacheinander in die Kinos. ara.

Death Proof - Todsicher (Steelbook)

Texas. Hier sind die Straßen lang und einsam. Das ideale Jagdrevier für den Serienkiller Stuntman Mike (KURT RUSSELL). Mit seinem Muscle Car macht sich Mike auf die Jagd nach hübschen, jungen Mädels. In einer Bar lernt er die heiße texanische DJane Jungle Julia (SYDNEY TAMIIA POITIER) und ihre attraktiven Freundinnen (VANESSA FERLITO, JORDAN LADD und ROSE MCGOWAN) kennen. Sie trinken, flirten und albern herum, nicht ahnend, dass der Tod schon lauert.


Einige Zeit später genießen drei andere Frauen ihre freie Zeit. Zoë (ZOE BELL), Kim (TRACIE THOMS) und Abernathy (ROSARIO DAWSON) arbeiten beim Film und haben für ein paar Tage drehfrei. Bei einem Highspeed-Spielchen stößt das Frauen-Trio auf Mike. Doch diese Girls durchschauen schnell, mit welchem Typen sie es zu tun haben. Sie drehen den Spieß um und gehen zum Angriff über. Ein Road-Duell auf Leben und Tod beginnt...

Quelle: Senator

Darsteller:  Kurt Russell   als Stuntman Mike
  Sydney Tamiia Poitier   als Jungle Julia
  Vanessa Ferlito   als Arlene
  Jordan Ladd   als Shanna
  Tracie Thoms   als Kim
  Rosario Dawson   als Abernathy
  Zoe Bell   als Zoe
  Mary Elizabeth Winstead   als Lee
  Rose McGowan   als Pam
  Eli Roth   als Dov
  Omar Doom   als Nate
  Michael Parks   als Earl McGraw
  Jonathan Loughran   als Jasper
  Marley Shelton   als Dakota McGraw
 
Regie:  Quentin Tarantino  
Buch:  Quentin Tarantino  
Kamera:  Quentin Tarantino  
Produzent:  Quentin Tarantino  
  Elisabeth Avellán  
  Robert Rodriguez  
  Erica Steinberg  

Tarantino bangt um seinen neuen Film

Wer Zuschauer von sechs bis 66 vor die Leinwand lockt, kann damit am meisten Geld verdienen.

Fällt gerade auf die Nase: Quentin Tarantino (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Fällt gerade auf die Nase: Quentin Tarantino (Foto: Kurt Krieger)

Diese goldene Regel gilt in Hollywood, seit 1968 das System der Altersbeschränkung für Kinofilme eingeführt wurde: Vor allem bei Blockbustern wie den "Fluch der Karibik"-Filmen wird versucht, den Gewalt- und Sexpegel möglichst klein zu halten, damit mehr Leute den Film ansehen können und wollen.

Genau das hat Regisseur Quentin Tarantino in seinem neuen Tandem-Projekt mit Robert Rodriguez offenbar versäumt: Ihre beiden "Grindhouse"-Filme "Death Proof" und "Planet Terror" sind nicht nur eine konsequente Hommage an das Schmuddelkino der 70er, sondern auch extrem brutal und sexuell explizit. Und dafür bekommen die beiden jetzt mächtig Ärger mit Amerikas Kino-Moralwächtern.

Die befanden nämlich, dass die Filme unbedingt die Einstufung NC-17 verdienen, im Klartext: Keiner unter 17 Jahren darf sie sehen, Ausweiskontrolle inklusive. Ein Todesstoß für jeden Film, dessen Macher auf den großen Boxoffice-Erfolg hoffen.

Nackte Tatsachen und viel Blut

Stein des Anstoßes sind dabei weniger die (auch brutalen) Hauptfilme als vielmehr die Pausenunterhaltung zwischen den beiden Werken. Denn in den extra gedrehten Pseudo-Trailern für fiktive Trash-Filme geht es ordentlich zur Sache: Mal wird eine Familie an Thanksgiving von einem Messermörder dahingerafft, mal ist ein extrem dicker Mann zu sehen, der gerade genüsslich ein Baby auffrisst.

Auch mit dabei: durchwegs barbusige Frauen im Nazi-KZ, denen wie Vieh Hakenkreuze auf den nackten Körper gebrannt werden. Insider sind sich sicher, dass hier großzügigst die Schere angesetzt werden muss, wenn der Film im Kino von mehr als nur ein paar Volljährigen gesehen werden soll.

 

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