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Deep Blue Sea

Horror-Actioner, der mit seiner bloßen Power an Effekten überzeugt, Wendungen zählen mehr als Subtilität und Logik in der "Der weiße Hai"-Variante.


Deep Blue Sea

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Erhältlich seit:
09.08.2001

Action/ Thriller

USA 1999
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 16

Thomas Jane
Saffron Burrows
Samuel L. Jackson

Regie: Renny Harlin
Warner Home Video Germany

Bild 1 von 16

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Deep Blue Sea

Auf einer Forschungsstation mitten in den endlosen Weiten des Pazifiks arbeitet ein Team von Medizinern und Meeresbiologen fieberhaft an einem Medikament gegen die Alzheimersche Krankheit, basierend auf Zellen von genetisch erzeugten, hochintelligenten Riesenhaien. Ausgerechnet als ein wichtiger Gast vom Festland anrückt und des weiteren ein aufkommender Sturm Teile der künstlichen Insel unter Wasser setzt, machen sich die fressgierigen Forschungsobjekte selbständig und nehmen ihre Schöpfer ins Visier.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis findige Filmemacher im Zuge des (Tier-)Horror-Revivals den immer noch höchst gefürchteten Weißen Hai wieder entdecken und an den Neustart schicken würden. Nun hat Renny Harlin, seines Zeichens Virtouse des effektgeladenen Actionbombast ("Cliffhanger", "The Long Kiss Goodnight"), zugeschlagen und schickt den mittlerweile Ozean-erfahrenen Samuel L. Jackson ("Sphere") an der Seite hoffnungsfroher Jungstars unter menschenvertilgende Flossenfrankensteins.

Deep Blue Sea

So wie Regisseur Renny Harlin das Subgenre des Hochgebirgs-Actionfilms mit "Cliffhanger - Nur die Starken überleben" bereits auf seine muskelbepackte Essenz reduzierte, hat der Exil-Finne nun mit seiner technisierten "Der weiße Hai"-Variante das Unterwasser-Gegenstück geschaffen. Geboten wird wieder aufregende, absolut atemlose Suspense-Popcorn-Unterhaltung mit einem wortkargen Muskelmann als Protagonisten, wobei dem ununterbrochenen Actionthrill der Vortritt gegenüber einer logisch wasserdichten Handlung gegeben wurde.

Die strikt für den glatten Actionablauf konstruierte Handlung ist auf der schwimmenden Forschungsinsel Aquatica angesiedelt, wo Dr. Susan McAlester (Geena-Davis-Lookalike Saffron Burrows aus "Wing Commander") an Haien experimentiert, um einen Heilstoff für Alzheimer zu entwickeln. Gleich zu Beginn kann eine der Monsterbestien entkommen und in einer Verneigung vor dem Spielberg-Klassiker ein Segelboot mit zwei jungen Pärchen angreifen. Doch die Bikini-Häschen können unangeknabbert entkommen, was bereits einen Ausblick auf die unberechenbare Trefferquote der zwölf Meter langen, torpedoschnellen Riesenhaie gibt. Darin liegt zugleich mit der größte Reiz des körperbetonten Actionreißers: Die Opfer werden immer wieder zu den unerwartetsten Momenten zu Fischfutter, während sie zahlreiche an sich klischeehafte Gefahrenmomente unbeschadet überstanden können. Als die durch die Experimente "intelligenter gemachten" Haie die Forschungsstation auseinandernehmen und ein Unwetter ("Abyss" läßt nicht nur in diesem Moment grüßen) den Kontakt zur Außenwelt abreißen läßt, werden die Gänge geflutet und die Crew muß sich nun vor dem Wasser und den Menschenfressern retten. Die buntzusammengewürfelte Mannschaft setzt sich neben Burrows aus dem Christopher-Lambert-Verschnitt Thomas Jane als Haipfleger (eine Verbeugung vor der Robert-Shaw-Figur aus "Der weiße Hai"), Samuel L. Jackson als in Überlebensfragen erfahrenen Finanzier, Michael Rapaport als Mechaniker, Stellan Skarsgard als brillanten Wissenschaftler und Rapper LL Cool J als bibelfesten Koch (er hat die besten Dialogzeilen, und man darf fast vermuten, daß er sie selbst improvisiert hat), die nach dem üblichen "Zehn kleine Negerlein"-Schema einer nach dem anderen das Zeitliche segnen. Selbst die Auswahl der Überlebenden hält eine Überraschung parat.

Thomas Jane empfiehlt sich mit seiner coolen Leinwandpräsenz als neue Actionhoffnung, die auch beim weiblichen Publikum ankommen wird. Die eigentlichen Stars sind allerdings die weitgehend digital realisierten Killerkreaturen, die als Mischung aus der Wildheit des T. Rex und der Intelligenz der Raptoren aus "Jurassic Park", zumeist durchaus furchteinflößend wirken, doch aber stets als Computereffekte zu erkennen sind. Daß das der Spannung keinen Abbruch tut, ist ein Verdienst Harlins, für den Subtilität ein Fremdwort ist, dem aber in punkto agilem Powerkino bestenfalls John McTiernan das Wasser reichen kann. Wenn Harlin sich mit einem Schulterzucken durch die Exposition schwindelt, um so schnell wie möglich zum großen Fressen zu kommen und einen Film zu schaffen, der im Endeffekt wenig mehr ist als eine unablässige Variation der genialen Küchensequenz aus "Jurassic Park", dann trifft er den Geschmack des Actionfans anno 1999 hundertzwanzigprozentig. ara.

Darsteller:  Thomas Jane   als Carter Blake
  Saffron Burrows   als Dr. Susan McAlester
  Samuel L. Jackson   als Russell Franklin
  Jacqueline McKenzie   als Janice Higgins
  Michael Rapaport   als Tom Scoggins
  Stellan Skarsgård   als Jim Whitlock
  LL Cool J   als Sherman "Preacher" Dudley
  Aida Turturro   als Brenda Kerns
 
Regie:  Renny Harlin  
Buch:  Duncan Kennedy  
  Donna Powers  
  Wayne Powers  
Musik:  Trevor Rabin  
Kamera:  Stephen F. Windon  
Produzent:  Akiva Goldsman  
  Tony Ludwig  
  Alan Riche  

Comeback für den "weißen Hai"?

Hollywood schreckt wirklich vor nichts zurück - nicht einmal vor einem fünften Teil der "Weißen Hai"-Reihe. Wie diverse Quellen vermelden, erwägt Universal offenbar ein Comeback des legendären Ozeanbeißers.

Ja der Haifisch, der hat Zähne...

Ja der Haifisch, der hat Zähne...

Seit seinem letzen Abenteuer "Die Abrechnung" versetzt Universals Monstermaul allenfalls noch die Besucher des hauseigenen Vergnügungsparks in Angst und Schrecken - doch vielleicht kehren die wohl berühmtesten Kiefer der Filmgeschichte ja bald auf die Leinwand zurück.

Wie aus Hollywood zu hören ist, liegt den Studiobossen nämlich bereits ein passables Drehbuch vor, das die "Deep Blue Sea"-Autoren Duncan Kennedy and Donna Powers verfasst haben. Als Regisseur wird der Franzose Jeannot Szwarc gehandelt, der 1978 schon Teil 2 inszenierte.

Wer - neben dem Hai - die Hauptrolle spielen soll, ist noch unklar. Vielleicht bekommt ja tatsächlich Roy Scheider die Chance, nach den vergangenen, eher weniger erfolgreichen Jahren noch einmal aus den Niederungen Hollywoods emporzusteigen - schließlich dürfte keiner dem großen Weißen so schön die Zähne ziehen, wie sein alter Kieferorthopäde Martin Brody. Wie? Brody ist irgendwo zwischen Teil Zwei und Drei gestorben? Macht nichts, der Hai war schließlich auch nie echt...

 

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Features

 

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Saffron Burrows

Schön, stark und verführerisch. Oft hat sie nur wenige Szenen, doch mit ihrer feinen transparenten Haut, den nachgezogenen schmalen...

 

Star

Samuel L. Jackson

Als eleganter, mit Bibelzitaten und gewaltiger Donnerstimme rhetorisch und mit dem Colt tödlich überzeugender Killer ist er in "Pulp...