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Déjà Vu - Wettlauf gegen die Zeit

Visuell polierter Thriller über eine virtuelle Zeitmaschine, mit der sich ein Terroranschlag aufklären und vielleicht sogar verhindern lässt.


Déjà Vu - Wettlauf gegen die Zeit

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Erhältlich seit:
10.05.2007

Originaltitel: Déjà Vu

Thriller/ Science Fiction

USA 2006
Laufzeit: 127 Min.
FSK: ab 12

Denzel Washington
Paula Patton
Val Kilmer

Regie: Tony Scott
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Unter der Regie von Action-Spezialist Tony Scott versucht Denzel Washington, die Gegenwart zu retten - in der Vergangenheit!

Hat Carlin etwa gerade ein Déjà vu? (Foto: Buena Vista) Großansicht

Hat Carlin etwa gerade ein Déjà vu? (Foto: Buena Vista)

Eine gewaltige Detonation ist die Initialzündung für einen der packendsten Thriller des Jahres. Nun sind Explosionen für Filme von Hollywood-Sprengmeister Jerry Bruckheimer nichts Besonderes. Doch im visuell überwältigend inszenierten und hochklassig besetzten "Déjà Vu" schleudert der schreckliche Terror-Anschlag auf eine Fähre in New Orleans die Spuren, denen Sonderermittler Doug Carlin (Denzel Washington) nachgehen muss, eben nicht nur in drei, sondern gleich in vier Dimensionen.

Denn bei den Ermittlungen stößt Carlin auf eine rätselhafte Nachricht, die ihn selbst mit der Frau in Verbindung bringt, deren Wagen die Explosion auslöste. Als ihr toter Körper am Strand angespült wird, sucht der Cop nach Verbindungen zwischen dem Mord und dem Fährunglück.

Ein Bombenanschlag auf eine Fähre führt Ermittler Carlin zu Agent Pryzwarre (Foto: Buena Vista) Großansicht

Ein Bombenanschlag auf eine Fähre führt Ermittler Carlin zu Agent Pryzwarre (Foto: Buena Vista)

Vergangenheit oder Zukunft?

Den Wissenschaftlern eines FBI-Teams unter Leitung von Agent Pryzwarre (Val Kilmer) gelingt es, ein Zeitfenster zu öffnen, das vier Tage in die Vergangenheit zurück reicht. Was sie dort sehen, könnte bei der Aufklärung helfen. Aber es hat auch Auswirkungen auf die Realität, und zwar auf Vergangenheit, Gegenwart - und Zukunft.

Wieder einmal erweist sich Regisseur Tony Scott, bereits zum sechsten Mal mit Bruckheimer im Bunde, als bombastischer Bilderstürmer, der sowohl die Grenzen des Genres als auch die der Physik zu Randnotizen degradiert. Von der ersten bis zur letzten Sekunde spannt der vor Suspense und Action berstende Thriller einen Spannungsbogen, der den Zuschauer magnetisch in seinen Bann zieht.

Sci-Fi vermischt sich mit dem Zeitbezug einer Welt in Terror-Angst, Mystery mit klassischer Dramaturgie. Garantiert löst dieser Thriller kein Déjà Vu beim Publikum aus. Chapeau, Tony Scott!

Déjà Vu - Wettlauf gegen die Zeit

Nach dem Dämpfer von "Domino" markiert ein Actionthriller mit Sci-Fi-Touch Tony Scotts Rückkehr zum Hi-Tech-Entertainment.

Zum sechsten Mal kommt es zur Powerpaarung mit Produzent Jerry Bruckheimer, zum dritten Mal steht Denzel Washington hinter Scotts Kamera. Auslöser für dieses Veteranentreffen ist ein Drehbuch, das Bruckheimer fünf Millionen Dollar und eine visuell gewohnt glanzpolierte Umsetzung wert war. "Déjà Vu" ist dabei nicht ausgeschlossen, wenn sich Vorläufer wie "Frequency" oder "Minority Report" bruchstückhaft in Erinnerung rufen. Doch mehr als absolute Originalität aktivierte Bruckheimers Hitsensor wohl der Zeitbezug, die Verwundbarkeit Amerikas und die futuristische dramaturgische Note, die in Zeiten des Terrors Hoffnung offeriert. "Déjà Vu" ist aus dem Gefühl von Ohnmacht geboren, signalisiert aber verschlüsselt, dass Passivität keinen Ausweg bietet.

Medium für diesen Gedanken ist Bombenspezialist und ATF-Agent Doug Carlin (Washington), der in New Orleans die Explosion einer voll besetzten Fähre aufklären soll. Schnell entdeckt er Indizien für einen terroristischen Hintergrund und die Bedeutung einer am Ufer gefundenen Frauenleiche für die Ermittlung des Täters. Claire (Paula Patton) starb zwei Stunden vor der Detonation - von dem Mann entführt und ermordet, der auch die Bombe legte. In ihrer Wohnung sucht Carlin Hinweise auf den Unbekannten und entdeckt Mysteriöses. Ohne es sich erklären zu können, findet er auf ihrem Anrufbeantworter eine Nachricht von sich und darüber hinaus den mit Magnetbuchstaben arrangierten Schriftzug "Du kannst sie retten."

Wie die Tote, diese Hinweise und das Attentat zusammenhängen, entschlüsselt sich im Laufe des Plots, der sein Sci-Fi-Element kurz nach Carlins Wohnungsvisite einführt. Einem Spezialistenteam ist es gelungen, virtuell ein Fenster in die Vergangenheit zu öffnen. Dank einer revolutionären Hi-Tech-Entwicklung kann man exakt 4 1/2 Tage zurückschauen, innerhalb eines limitierten Radius' jeden Ort, jede Person in intimster Nähe beobachten. Den anfallenden Technobabble um Wurmlöcher, gedehnten Raum und parallele Universen kann man als Zuschauer, der schließlich auch schon die Kalibrierung von Warpspulen akzeptiert hat, auf den Kern reduzieren: eine innovative Zeitmaschine. Weil das Team um Carlin sich auf die letzten Tage Claires konzentriert, ihr dabei über große Screens bis unter die Dusche folgen kann, erfüllt sich in diesen Sequenzen ein Voyeurstraum, mit dem schon Paul Verhoevens "Hollow Man" spielte. Gleichzeitig thematisiert Scott damit nach "Staatsfeind Nr. 1" erneut Totalüberwachung, die jetzt jedoch größere Rechtfertigung erfährt.

Unverändert blieb sein stilistisches Arsenal von Blitzzooms, Speedschwenks, Digitricks und agiler Kamera, um den Zuschauer in den Film zu ziehen. Weil Beobachten ein zu passives Element für einen Thriller ist, findet das Skript Möglichkeiten zum Ausbruch. So wird der entdeckte, aber außer Reichweite geratene Täter von Washington mit einer mobilen Version des Systems auf der Straße verfolgt und gejagt. Und schließlich kann Carlin sogar körperlich in die Vergangenheit reisen, um die schöne Frau vom Bildschirm und vielleicht auch die anderen Opfer vor ihrem Schicksal zu retten. Auch wenn mit der Überwindung der physikalischen Gesetze auch die der Logik außer Kraft gesetzt werden und "Déjà Vu" wie die meisten Zeitreisefilme ein Gehirnverdreher ohne Auflösungsgarantie ist, unterhält Scotts glänzend besetzter Film spannend und visuell ansprechend. Zumindest in diesem Universum. kob.

Darsteller:  Denzel Washington   als Doug Carlin
  Paula Patton   als Claire Kuchever
  Val Kilmer   als Agent Pryzwarre
  James Caviezel   als Carroll Oerstadt
  Adam Goldberg   als Denny
  Elden Henson   als Gunnars
  Erika Alexander   als Shanti
  Bruce Greenwood   als Jack McCready
  Rich Hutchman   als Agent Stalhut
  Matt Craven   als Minuti
  Donna W. Scott   als Beth
  Elle Fanning   als Abbey
 
Regie:  Tony Scott  
Musik:  Harry Gregson-Williams  
Kamera:  Paul Cameron  
Produzent:  Jerry Bruckheimer  

"Ich bin stolz, dass wir dort gedreht haben"

In dem Thriller "Déjà Vu - Wettlauf gegen die Zeit" begibt sich Denzel Washington auf eine Zeitreise, um Hunderte Menschen zu retten. Dabei trifft er auf seine Traumfrau, gespielt von Newcomerin Paula Patton.

Sie treffen das erste Mal in einer brenzligen Situation aufeinander: Denzel Washington und Paula Patton (Foto: Buena Vista) Großansicht

Sie treffen das erste Mal in einer brenzligen Situation aufeinander: Denzel Washington und Paula Patton (Foto: Buena Vista)

» Warum haben Sie sich für "Déjà Vu - Wettlauf gegen die Zeit" entschieden?

DENZEL WASHINGTON: "Déjà Vu" war eine großartige Möglichkeit, wieder mit Tony Scott und Jerry Bruckheimer zu arbeiten. Außerdem fand ich das Drehbuch sehr spannend. Tony nannte die Geschichte Science Fact, weil sie die Möglichkeiten der Überwachung von Menschen aufzeigt - wie weit diese mittlerweile entwickelt ist und wie weit sie noch gehen könnte.

» Mrs. Patton, in "Déjà Vu" haben Sie Ihre erste große Filmrolle. Wie haben Sie reagiert, als Sie erfahren haben, dass Sie engagiert wurden?

PAULA PATTON: Oh Gott, ich habe jeden angerufen, den ich kenne, geweint und geschrieen. Ich konnte einfach nicht glauben, dass es wahr ist. Ich habe ständig meine Agentin zurückgerufen, ob ich den Job auch wirklich noch habe. Ich konnte es nicht glauben, bis ich am Set stand und dann dachte ich nur noch: 'Werde jetzt nicht gefeuert und enttäusche sie nicht.'

Agent Carlin muss sich mit dem komplexen Thema Zeitreise auseinandersetzen (Foto: Buena Vista) Großansicht

Agent Carlin muss sich mit dem komplexen Thema Zeitreise auseinandersetzen (Foto: Buena Vista)

» Wie lief die Zusammenarbeit mit Denzel Washington?

Patton: Es war unglaublich aufregend und eine wirklich wertvolle Erfahrung für mich. Ich finde Denzel ist einer der großartigsten Schauspieler und die Möglichkeit, mit ihm zu Arbeiten war unbeschreiblich. Ich habe so viel gelernt. Auch wenn es am Anfang etwas einschüchternd war, mit all diesen Leuten zu arbeiten, die diesen Job schon so viel länger als ich machen.

» Im Film wird viel über die komplizierte Technologie des Zeitreisens gesprochen, haben Sie alles verstanden?

Washington: Nein. Und meine Figur Agent Carlin muss das auch nicht. Ihm geht es wie dem Publikum und er sagt auch im Film: 'Ich hab keine Ahnung, von was ihr hier redet.'

Patton: Ich habe auch nicht wirklich eine Ahnung davon.

 

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