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Kaufvideo
Erhältlich seit:
05.07.2006
Originaltitel: Kiss the Girls
USA 1997
Laufzeit: 111 Min.
FSK: ab 16
Morgan Freeman
Ashley Judd
Cary Elwes
Regie: Gary Fleder
Paramount Home Entertainment

Die ungebrochene Kino-Popularität gewiefter Serienkiller bescherte dem Kriminalthriller "Denn zum Küssen sind sie da" mit 13,4 Mio. Dollar einen satten Start. Mit "Sieben" verbindet ihn nicht nur weitläufig das Genre, sondern auch der bewährte Hauptdarsteller Morgan Freeman, der hier erneut sein unfehlbares Flair von Intelligenz und Integrität einzubringen weiß. Eine ähnlich starke Frauenrolle wie Jodie Fosters FBI-Agentin in "Das Schweigen der Lämmer" wird an seiner Seite von Ashley Judd ("Heat") eingenommen, die sich angenehm vom typisch weiblichen Opferschema abhebt.
Nach dem Bestsellerroman von James Patterson, von David Klass in Drehbuchform gebracht, entfaltet sich ein typisches, mit etlichen Klischees versehenes Whodunit um einen für abgeklärte Genrefreunde nur wenig mysteriösen Mörder und Vergewaltiger mit Marquis-De-Sade-Ambitionen, der sich bescheiden nach dem größten Liebhaber aller Zeiten "Casanova" nennt. Eine weitere Schwäche neben der Durchschaubarkeit ist, daß kein packendes Psychogramm der mentalen Abgründe des Täters gezeichnet wird, das für morbide Faszination sorgen könnte. Statt dessen setzt Gary Fleder ("Das Leben nach dem Tod in Denver") eher auf klassisch-altmodische Spannungsmuster, die nicht ohne einen gewissen Charme sind. Die Ereignisse beginnen schon vielversprechend verstörend: der D.C.-Detective und Polizeipsychologe Alex Cross begibt sich nach Durham, North Carolina, als seine Nichte gekidnappt wird, um mit den dortigen Behörden zusammenzuarbeiten. Er erfährt, daß bereits sieben weitere Frauen - allesamt schön und begabt - vermißt werden und mehrere gefesselte Frauenleichen im Wald gefunden wurden. Die alleinstehende Ärztin Kate McTiernan wird von dem Psychopathen in einer angsteinflössenden Katz-und-Maus-Spiel-Sequenz aus ihrem eigenen Haus entführt und in einen unterirdischen Bunkerraum eingesperrt. Dank ihrer Kickboxkünste gelingt ihr nach einer effektiv nervenaufreibenden Verfolgungsjagd durch den Wald die Flucht. Ein Sprung in den (Fluß-)Abgrund rettet ihr das Leben. Ab diesem Zeitpunkt gerät der Film ein wenig ins Schwimmen. Ein bißchen arg wird Hitchcocks Theorie von der suspension of disbelief strapaziert, wenn das FBI beispielsweise beim Durchkämmen der Umgebung die später gut sichtbaren Verließtüren nicht findet. Die Suche von Alex mit Kate im Schlepptau (da sie als einzige Casanovas Stimme kennt und weiß, wie er sich bewegt) nimmt einen Umweg an die Westküste, wo ein Komplize und Konkurrent des Serienmörders als "Gentleman Killer" ebenfalls sein blutiges Unwesen treibt. Nach einer actionreichen Schießerei geht es wieder zurück nach Durham, wo es zur Verhaftung eines falschen Verdächtigen kommt. Bis es schließlich zur wenig aufregenden Auflösung kommt, hat "Denn zum Küssen sind sie da" seine besten Trümpfe lange ausgespielt.
Regisseur Gary Fleder versteht es gekonnt, angsteinflößende, ausweglose Momente zu kreieren. Da der Killer als Stimme aus dem Off keine charismatischen Charakterzüge offenbart und seine schauerlichen Taten sich in ihrer Häufigkeit in Grenzen halten, konzentriert sich das Interesse auf Freeman und Judd (die Beziehung wurde im Gegensatz zum Buch ihrer sexuellen Komponente beraubt). Beide geben ihr Bestes, das Plausibilitätsvakuum auszufüllen, doch sie können die Löcher des Drehbuchs nur bedingt stopfen. Die perfide Idee, tatsächlich zwei Serienkiller im Wettbewerb arbeiten zu lassen, ist so clever, daß Kinobesucher sich auch nach "Das Schweigen der Lämmer", "Sieben", "Copykill" und Epigonen gern erneut auf ein Tete-à-tete mit dem Soziopathen-Monster von nebenan einlassen werden. ara.
| Darsteller: | Morgan Freeman | als Alex Cross | |
|---|---|---|---|
| Ashley Judd | als Kate McTiernan | ||
| Cary Elwes | als Nick Ruskin | ||
| Tony Goldwyn | als Will Rudolph | ||
| Jay O. Sanders | als Kyle Craig | ||
| Bill Nunn | als Sampson | ||
| Brian Cox | als Chief Hatfield | ||
| Alex McArthur | als Sikes | ||
| Richard T. Jones | als Seth Samuel | ||
| Jeremy Piven | als Henry Castillo | ||
| William Converse-Roberts | als Dr. Wick Sachs | ||
| Gina Ravera | als Naomi Cross | ||
| Roma Maffia | als Dr. Ruocco | ||
| Regie: | Gary Fleder | ||
| Buch: | David Klass | ||
| Musik: | Mark Isham | ||
| Kamera: | Aaron Schneider | ||
| Produzent: | David Brown | ||
| Joe Wizan | |||
... denn zum Küssen sind sie da in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch, Englisch
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Engl. f. Hörg., Finnisch, Isländisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Rumänisch, Schwedisch, Tschechisch, Ungarisch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Kinotrailer
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